Bereits am Donnerstag hatte das Papier die Vier-Billionen-Marke übersprungen – ein Meilenstein in der Börsengeschichte.
"Nvidia hat 24 Jahre gebraucht, um eine Bewertung von einer Billion US-Dollar zu erreichen, aber nur neun Monate für die nächste Billion – und gut drei weitere, um bei drei Billionen zu landen“, schrieb Saxo-Markets-Analyst Neil Wilson. Die letzten Meter über die Vier-Billionen-Grenze seien dagegen "ein eher holpriger Weg" gewesen – mit geopolitischen Spannungen, Exportbeschränkungen und neuen Zolldrohungen der US-Regierung. Dennoch habe der Markt "all das weggesteckt" und sei "voll auf die KI-Welle aufgesprungen", so Wilson.
Ein möglicher neuer Katalysator für den Kursverlauf ist CEO Jensen Huangs Besuch in China. Nach übereinstimmenden Medienberichten traf Huang am Donnerstag vor seiner Abreise US-Präsident Donald Trump. Dabei dürfte es auch um die Aufhebung der Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China gegangen sein. Huang hatte zuvor erklärt, dass die Maßnahmen der Trump-Regierung sein Unternehmen bis zu 15 Milliarden US-Dollar an Umsatz kosten könnten. "Die Restriktionen fördern nur die Konkurrenz in China", warnte er.
Neben dem möglichen China-Deal steht auch eine neue Zollrunde auf der Agenda. Trump kündigte zuletzt an, bald Abgaben auf importierte Halbleiter zu erheben. Noch sind keine Details bekannt, doch Anleger dürften mit Argusaugen verfolgen, wie sich das auf Nvidia (Nvidia Aktie) und den globalen Chipmarkt auswirkt.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
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15
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Für Investoren, die den direkten Einstieg nach dem Rekordlauf scheuen, gibt es Alternativen. Joe Tigay von Equity Armor Investments rät dazu, über Optionen auf Nvidia zu setzen. Der Portfoliomanager hält die Aktie weiter für attraktiv, sieht aber nach der jüngsten Kursrallye auch Rückschlagpotenzial. Besonders Call-Optionen mit längerem Zeithorizont seien für ihn ein Weg, sich das Aufwärtspotenzial zu sichern, ohne sich direkt im Markt zu exponieren.
Scott Sheridan von Tastytrade ergänzt: "Wer bullisch ist, kann eine langfristige Call-Option kaufen, deren Ausübungspreis unter dem aktuellen Kurs liegt." Wer zusätzlich eine kurzfristige Out-of-the-Money-Option verkauft, könne damit seine Kosten senken und das Risiko minimieren.
Ob nun mit Aktien oder Derivaten: Nvidia bleibt im Zentrum der Tech-Euphorie. Die Zukunft des Konzerns hängt dabei nicht nur an seiner führenden Rolle in der KI, sondern auch an politischen Entscheidungen in Washington und Peking. Wer investiert, setzt auf mehr als nur Wachstum – er setzt auf geopolitisches Fingerspitzengefühl.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/neb
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