KirchMedia wird zerschlagen
Murdoch und Kloiber wollen laut Berichten für Premiere bieten. Helmut Thoma als Leiter von ProSieben und Sat1 im Gespräch.
MÜNCHEN (ag.). Der Kern des Kirch-Konzerns wird zerschlagen: Der Gläubigerausschuß der insolventen KirchMedia stimmte einem separaten Verkauf des Sportrechtehandels zu, wie am Donnerstag aus Branchenkreisen verlautete. Konkrete Verhandlungen sollen mit dem einstigen Konzernchef Leo Kirch und mit dem Management der KirchSport unter dem Ex-Fußballer Günter Netzer aufgenommen werden. Ein Ergebnis wird Mitte Oktober erwartet. Unterdessen gingen offenbar auch für den Pay-TV-Sender Premiere erste Angebote ein.
Die zu KirchMedia gehörende Senderfamilie ProSiebenSat.1 und das Filmlager sollen später als Paket verkauft werden. Das Höchstgebot liege inzwischen unter zwei Mrd. Euro, das niedrigste etwa eine halbe Milliarde niedriger, hieß es. Im Rennen seien noch der Bauer-Verlag mit der HypoVereinsbank, die Commerzbank mit dem Hollywood-Studio Columbia, der US-Medienunternehmer Haim Saban mit dem französischen Sender TF-1 und eine Gruppe um das US-Investmenthaus Lehman Brothers. Die Käufer sollten Anfang November feststehen. Sollte der Bauer-Verlag den Zuschlag erhalten, ist dort laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Ex-RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma als Leiter im Gespräch.
Kloiber und Murdoch an Premiere interessiert
Unterdessen sind auch erste Angebote für den hoch verschuldeten Bezahlfernseh-Sender Premiere eingegangen, der ebenfalls zur Kirch-Gruppe gehörte. Nach einem Vorab-Bericht des "manager magazins" sollen sich Medienmogul Rupert Murdoch, der bereits 22 Prozent an Premiere hält, und der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber unter den Interessenten befinden. Eine Sprecherin wollte dazu nicht Stellung nehmen.
Insgesamt seien bei dem Bankhaus Morgan Stanley ein Dutzend Angebote für Premiere eingegangen, berichtete das Magazin. Die ersten Gebote lägen bei 350 Mill. Euro. Für diesen Betrag bekäme ein Unternehmen aber nur 30 bis 40 Prozent des Senders, der Rest würde bei den Gläubigerbanken und Premiere-Chef Georg Kofler verbleiben. Dieser wolle bis zu zehn Prozent kaufen.
Murdoch und Kloiber wollen laut Berichten für Premiere bieten. Helmut Thoma als Leiter von ProSieben und Sat1 im Gespräch.
MÜNCHEN (ag.). Der Kern des Kirch-Konzerns wird zerschlagen: Der Gläubigerausschuß der insolventen KirchMedia stimmte einem separaten Verkauf des Sportrechtehandels zu, wie am Donnerstag aus Branchenkreisen verlautete. Konkrete Verhandlungen sollen mit dem einstigen Konzernchef Leo Kirch und mit dem Management der KirchSport unter dem Ex-Fußballer Günter Netzer aufgenommen werden. Ein Ergebnis wird Mitte Oktober erwartet. Unterdessen gingen offenbar auch für den Pay-TV-Sender Premiere erste Angebote ein.
Die zu KirchMedia gehörende Senderfamilie ProSiebenSat.1 und das Filmlager sollen später als Paket verkauft werden. Das Höchstgebot liege inzwischen unter zwei Mrd. Euro, das niedrigste etwa eine halbe Milliarde niedriger, hieß es. Im Rennen seien noch der Bauer-Verlag mit der HypoVereinsbank, die Commerzbank mit dem Hollywood-Studio Columbia, der US-Medienunternehmer Haim Saban mit dem französischen Sender TF-1 und eine Gruppe um das US-Investmenthaus Lehman Brothers. Die Käufer sollten Anfang November feststehen. Sollte der Bauer-Verlag den Zuschlag erhalten, ist dort laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Ex-RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma als Leiter im Gespräch.
Kloiber und Murdoch an Premiere interessiert
Unterdessen sind auch erste Angebote für den hoch verschuldeten Bezahlfernseh-Sender Premiere eingegangen, der ebenfalls zur Kirch-Gruppe gehörte. Nach einem Vorab-Bericht des "manager magazins" sollen sich Medienmogul Rupert Murdoch, der bereits 22 Prozent an Premiere hält, und der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber unter den Interessenten befinden. Eine Sprecherin wollte dazu nicht Stellung nehmen.
Insgesamt seien bei dem Bankhaus Morgan Stanley ein Dutzend Angebote für Premiere eingegangen, berichtete das Magazin. Die ersten Gebote lägen bei 350 Mill. Euro. Für diesen Betrag bekäme ein Unternehmen aber nur 30 bis 40 Prozent des Senders, der Rest würde bei den Gläubigerbanken und Premiere-Chef Georg Kofler verbleiben. Dieser wolle bis zu zehn Prozent kaufen.