KGV von 4,3 und Div.Rend. von 7,5%

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KGV von 4,3 und Div.Rend. von 7,5% Guru Brauni

KGV von 4,3 und Div.Rend. von 7,5%

 
#1
Das bietet Schoeller-Bleckmann Oilfield.

Ein Auszug aus einem Artikel vom 11.1.2003 von www.wirtschaftsblatt.at

SBO ist ein Ölfeldausrüster, spezialisiert auf Bohrstrangteile aus nichtmagnetischem Stahl fürs Richtbohren. In dieser Nische ist der Konzern Weltmarktführer mit Marktanteilen von bis zu 65 Prozent. SBO beliefert die grossen Ölservice-Konzerne wie Schlumberger, Halliburton und Baker Hughes.

Zugegeben: Das Branchenumfeld war schon einmal besser. Nach zwei Rekordjahren in Folge hat sich das Geschäft 2002 abgekühlt. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 134,7 Millionen Euro um 24 Prozent, das EBIT mit 17,9 Millionen sogar um 40 Prozent unter dem Vorjahr. Dieses Niveau sollte heuer aber nicht mehr unterschritten werden, es zeichnet sich zumindest eine Stabilisierung ab. Das zeigt die weltweite Bohrtätigkeit, die durch einen saisonbedingten Anstieg von Bohrungen in Kanada zuletzt sogar zunahm, tatsächlich aber stagniert. Und als "Joker" gibt es immer noch einen möglichen Irak-Krieg, von dem die Ölbranche kurzfristig profitieren könnte.

Freilich: Der derzeit hohe Ölpreis ist bereits spekulationsgetrieben. Das wissen die Ölkonzerne und halten sich bei Investitionen zurück (optimistische Prognosen stellen heuer einen Anstieg der weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion von 4,8 Prozent in Aussicht). Denn die Nachfrage wird erst dann wieder steigen - und nachhaltig hohe Ölpreise rechtfertigen -, wenn die Konjunktur anzieht. Hier wäre ein niedrigerer Ölpreis übrigens sogar hilfreich.

Doch SBO-Anlegern kann all das ohnehin relativ egal sein. Schon eine stabile Branchenkonjunktur reicht, um die Aktie ruhigen Gewissens kaufen zu können. Denn die Notiz an der illiquiden Nasdaq Europe hat einen Vorteil: Die Aktie ist derzeit schlicht und einfach unglaublich billig. Das KGV etwa ist mit 4,3 geradezu lächerlich. Zum Vergleich: Schlumberger und Co. bringen es auf ein KGV von bis zu 31, zumindest aber 20. Dabei hat SBO mit 13,3 Prozent immer noch die höchsten EBIT-Margen. Auch die Marktkapitalisierung spricht Bände: Sie beträgt derzeit nicht einmal 86 Millionen Euro - allein das Eigenkapital des Konzerns summiert sich auf rund 100 Millionen. Dabei zahlt SBO auch noch saftige Dividenden aus. Zuletzt waren es 0,5 Euro pro Aktie, beim heutigen Kursniveau bedeutet das eine Dividendenrendite von - man halte sich fest - 7,5 Prozent. Egal, wie sich die Konjunktur kurzfristig entwickelt, für längerfristig orientierte Investoren ist SBO somit ein guter Kauf.

Ausserdem sind die Wachstumsaussichten längerfristig gut. Die Förderraten geraten weltweit unter Druck. Da sich viele Ölfelder erschöpfen, muss immer mehr gebohrt werden, um den Output konstant zu halten. 85 Prozent aller Bohrungen dienen nur diesem Zweck. Gleichzeitig steigt der Energieverbrauch. Rechnet man die Verbrauchsdaten hoch, so muss bis 2005 ein Drittel des heutigen Outputs dazukommen. Dazu ist die Opec nicht fähig, was den Ölpreis pushen sollte. Es gibt auch einen Trend zu komplizierten Bohrungen. Wenn Ölquellen etwa aus Umweltgründen nicht direkt angezapft werden dürfen, muss "ums Eck" gebohrt werden. Gerade dort ist SBO stark.

Last but not least lädt SBO derzeit sogar auch zum kurzfristigen Zocken ein. Denn wenn die Aktie nach Wien kommt, scheint ein Kurssprung programmiert. Anleger würden auf den Wert aufmerksam, und Börse wie Banken wären an einem erfolgreichen Wien-Start interessiert. Was der Börsewechsel bringen kann, hat Topcall gezeigt: Die Aktie kletterte bei ihrer Wien-Premiere im Dezember binnen vier Tagen um 13 Prozent nach oben - obwohl man nur ein Zweitlisting wagte.


Viele Grüße
Guru Brauni


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