Keiner weiß mehr, wohin die Reise wirklich geht
Firstfive. Die Märkte senden widersprüchliche Signale, die Vermögensverwalter sehen Aktien weiter distanziert.
Die Signale aus den Unternehmen sind ebenso zwiespältig wie die Stimmung innerhalb der Zunft der Vermögensverwalter. Da schockte beispielsweise IBM die Börse mit einer Gewinnwarnung, Compaq hingegen glänzte zugleich mit einer positiven Prognose. Niemand wagt noch eine Prognose, wohin die Reise geht.
Man hat das Gefühl, als ob die Asset Manager eine nachhaltige Erholung der Märkte geradezu herbeisehnen. Eingedenk der Tatsache aber, daß sich die Belege dafür mehren, daß die Wirtschaft in den USA doch noch nicht so recht in Schwung kommt, ist das zwischenzeitlich wieder vorsichtig wachsende Interesse der Asset Manager an Aktien schon wieder merklich abgekühlt. Der Zeitpunkt für den Einstieg oder Nachkauf war zuletzt auch nicht immer gerade glücklich. So kauften einzelne Asset Manager IBM noch am vergangenen Freitag, nur um den Kurs am Montag nach der überraschenden Gewinnwarnung des Unternehmens abstürzen zu sehen. Auch bei Rhein Biotech hatten die Profis kein glückliches Händchen.
Die von Firstfive beobachteten Vermögensverwalter machen seit geraumer Zeit einen weiten Bogen um Telekomaktien. Der Sektor gibt ja auch allen Grund zur Zurückhaltung. Immer wieder verschieben die Netzbetreiber den Starttermin ihrer UMTS-Dienste und der Zeitpunkt, zu dem die teuer erkauften Lizenzen einmal Früchte, sprich Gewinne tragen werden, rückt damit in weitere Ferne. Die Anleihen der Telekom werden herabgestuft und das Unternehmen muß künftig höhere Zinsen zahlen. Der Streit zwischen Mobilcom und der France Telecom spricht auch nicht gerade für die Branche.
Vodafone Airtouch verzeichnete zeitweise deutliche Kurseinbußen. Grund: ein erheblicher Abschreibungsbedarf bei Töchtern. Und dennoch: In den letzten Wochen fielen immer wieder auf diesen Titel lautende Kauforders auf.
Ungeachtet des steigenden Ölpreises sind Ölaktien bei den beobachteten Asset Managern nach wie vor nicht gefragt. Für die geübte Zurückhaltung lieferte ein befragter Asset Manager eine interessante Begründung: die Ölmultis ständen unter einem zu hohen Einfluß der Politik. So halten sich zahlreiche Profis lieber an andere Rohstoff-Aktien. Nicht zuletzt auch an Goldminen-Papiere. Das jedenfalls zeigen die bei Firstfive einlaufenden Daten der im Controlling befindlichen Portfolios.
Die Verkäufe der ProSieben Sat.1 Media müssen wohl kaum kommentiert werden. Noch immer ist nicht abzusehen, in welchem Maße die eigentlich wirtschaftlich selbständige und vor allem gesunde Gesellschaft in den Sog der Insolvenz der Kirch Media, der größten Firmenpleite in der deutschen Nachkriegsgeschichte, gerät. Wiederum auf der Liste der Verkäufe befinden sich Linde und die französische Bank BNP Paribas. Bei beiden Aktien wurden inzwischen die Bestände in den Depots nahezu vollständig geräumt
Firstfive. Die Märkte senden widersprüchliche Signale, die Vermögensverwalter sehen Aktien weiter distanziert.
Die Signale aus den Unternehmen sind ebenso zwiespältig wie die Stimmung innerhalb der Zunft der Vermögensverwalter. Da schockte beispielsweise IBM die Börse mit einer Gewinnwarnung, Compaq hingegen glänzte zugleich mit einer positiven Prognose. Niemand wagt noch eine Prognose, wohin die Reise geht.
Man hat das Gefühl, als ob die Asset Manager eine nachhaltige Erholung der Märkte geradezu herbeisehnen. Eingedenk der Tatsache aber, daß sich die Belege dafür mehren, daß die Wirtschaft in den USA doch noch nicht so recht in Schwung kommt, ist das zwischenzeitlich wieder vorsichtig wachsende Interesse der Asset Manager an Aktien schon wieder merklich abgekühlt. Der Zeitpunkt für den Einstieg oder Nachkauf war zuletzt auch nicht immer gerade glücklich. So kauften einzelne Asset Manager IBM noch am vergangenen Freitag, nur um den Kurs am Montag nach der überraschenden Gewinnwarnung des Unternehmens abstürzen zu sehen. Auch bei Rhein Biotech hatten die Profis kein glückliches Händchen.
Die von Firstfive beobachteten Vermögensverwalter machen seit geraumer Zeit einen weiten Bogen um Telekomaktien. Der Sektor gibt ja auch allen Grund zur Zurückhaltung. Immer wieder verschieben die Netzbetreiber den Starttermin ihrer UMTS-Dienste und der Zeitpunkt, zu dem die teuer erkauften Lizenzen einmal Früchte, sprich Gewinne tragen werden, rückt damit in weitere Ferne. Die Anleihen der Telekom werden herabgestuft und das Unternehmen muß künftig höhere Zinsen zahlen. Der Streit zwischen Mobilcom und der France Telecom spricht auch nicht gerade für die Branche.
Vodafone Airtouch verzeichnete zeitweise deutliche Kurseinbußen. Grund: ein erheblicher Abschreibungsbedarf bei Töchtern. Und dennoch: In den letzten Wochen fielen immer wieder auf diesen Titel lautende Kauforders auf.
Ungeachtet des steigenden Ölpreises sind Ölaktien bei den beobachteten Asset Managern nach wie vor nicht gefragt. Für die geübte Zurückhaltung lieferte ein befragter Asset Manager eine interessante Begründung: die Ölmultis ständen unter einem zu hohen Einfluß der Politik. So halten sich zahlreiche Profis lieber an andere Rohstoff-Aktien. Nicht zuletzt auch an Goldminen-Papiere. Das jedenfalls zeigen die bei Firstfive einlaufenden Daten der im Controlling befindlichen Portfolios.
Die Verkäufe der ProSieben Sat.1 Media müssen wohl kaum kommentiert werden. Noch immer ist nicht abzusehen, in welchem Maße die eigentlich wirtschaftlich selbständige und vor allem gesunde Gesellschaft in den Sog der Insolvenz der Kirch Media, der größten Firmenpleite in der deutschen Nachkriegsgeschichte, gerät. Wiederum auf der Liste der Verkäufe befinden sich Linde und die französische Bank BNP Paribas. Bei beiden Aktien wurden inzwischen die Bestände in den Depots nahezu vollständig geräumt