Keine Panik, aber auch keine Kauflust


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Dixie:

Keine Panik, aber auch keine Kauflust

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27.09.01 09:11
Keine Panik, aber auch keine Kauflust

Union Investment: Die Hälfte der Anleger rechnet mit fallenden Kursen


bpb. FRANKFURT, 26. September. In den vergangenen fünf Wochen hat sich die Stimmung unter deutschen Anlegern zwar weiter eingetrübt, eine drastische Verschlechterung ist aber nicht festzustellen. Zu diesem Fazit gelangen die Meinungsforscher vom Forsa-Institut, die im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment die Bevölkerung hierzulande repräsentativ befragt haben. "Keinesfalls ist aus den Antworten ein panikartiges Verhalten von Anlegern abzulesen", meint Anja Mikus, Mitglied der Geschäftsführung und Leiterin Portfoliomanagement bei Union Investment. Die Umschichtungsbereitschaft insgesamt sei unverändert geblieben, auch wenn die Verkaufsneigung stärker als die Kaufneigung gestiegen sei.

Zwei Drittel der befragten Anleger glauben der Umfrage zufolge, daß die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten einen großen oder sehr großen Einfluß auf die Aktienmärkte haben. Die Einschätzung der künftigen Entwicklung hat sich jedoch nur geringfügig verschlechtert. 50 Prozent der Befragten gehen jetzt von leicht oder stark fallenden Aktienmärkten aus - fünf Prozent mehr als noch bei der letzten Befragung fünf Wochen zuvor. Daß die Aktienmärkte leicht oder stark steigen werden, glauben noch 26 Prozent der Befragten (vorher 25 Prozent).

Ein Anteil von knapp 27 Prozent der Anleger plant, Konsequenzen aus der erwarteten Aktienmarktentwicklung für die eigenen Geldanlagen zu ziehen. Dabei signalisieren Besitzer von Aktien und Aktienfonds eine recht hohe Kaufneigung. Immerhin 47 Prozent wollen in Kürze Aktien oder Aktienfonds kaufen oder voraussichtlich kaufen, 5 Prozent mehr als noch Mitte August. Die Interviewten, die noch keine Aktien oder Aktienfonds in ihrem Portfolio haben, zeigen sich hingegen durch die derzeitige Situation eher abgeschreckt. Nur 19 Prozent von ihnen möchten kaufen oder ziehen einen Kauf in Erwägung, 70 Prozent dagegen wollen keine Aktien(fonds) kaufen.

Eine sehr starke Veränderung im Vergleich zum Vormonat gab es bei der Einschätzung der künftigen Zinsentwicklung. Hier überwiegt die Erwartung weiterhin fallender Zinsen deutlich. Inzwischen glauben 56 Prozent der Befragten, daß die Zinsen leicht oder stark fallen werden. Im August waren dies nur 37 Prozent. Von 24 Prozent auf 9 Prozent ist demgemäß auch der Anteil derjenigen gefallen, die von leicht oder stark steigenden Zinsen ausgehen.

Bei Anlegern, die in ihrem Portfolio festverzinsliche Wertpapiere oder Rentenfonds besitzen, sind die Umschichtungspläne vergleichsweise gering. Etwa 40 Prozent wollen weder kaufen noch verkaufen. Die Verkaufsneigung ist von 9 auf 12 Prozent leicht gestiegen, die Kaufneigung von 37 auf 20 Prozent gesunken.

Nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten messen den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten eine große oder sehr große Bedeutung im Hinblick auf den Euro bei. Dennoch gab es eine recht deutliche Veränderung der Einschätzung in bezug auf die Kursentwicklung des Euro. Der Anteil derjenigen, die mit einem leicht oder stark steigenden Euro rechnen, hat von 30 auf 41 Prozent zugenommen. An einen leicht oder stark fallenden Euro glauben jetzt nur noch 27 Prozent im Vergleich zu 39 Prozent. Konsequenzen für die eigene Geldanlage plant allerdings nur eine kleine Minderheit, nämlich 11 Prozent, zu ziehen.

Auf die eigene finanzielle Situation hat der Anschlag in Amerika nach Ansicht der Befragten offenbar nur geringen Einfluß. Nur 14 Prozent der Befragten gehen von einem großen oder sehr großen Einfluß aus. Insgesamt wird die erwartete finanzielle Situation des eigenen Haushalts dennoch pessimistischer gesehen als noch im August. Inzwischen glauben 27 Prozent der Interviewten gegenüber 18 Prozent im dritten Quartal, daß sich ihre Situation in den nächsten sechs Monaten verschlechtern wird - dieser Anteil allerdings, so zeigt die Erhebungsreihe - steigt bereits seit der ersten Befragung an.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2001, Nr. 225 / Seite 33
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sfor:

Apropo Union Investment-Christoph Bruns

 
27.09.01 09:18
meinte vor ein paar monaten, der Dax würde zum Jahresende bei 8000 Punkten stehen. Darauf Carola: "Wir werden sie daran erinnern." Bruns: "Gerne!" *g*

Der ist ja inzwischen aus den Geschäften ausgeschieden, hat genug Kohle.
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CrashPanther:

Analysten sollte man derzeit das Wort verbieten

 
27.09.01 09:27

denn die machen die ohnehin schlechte Stimmung an den internationalen
Börsen noch schlimmer mit ihren ständigen Fehleinschätzungen und es
soll noch wirklich Menschen geben, die auf das Geschwätz dieser
selbsternannten Fachleute hören.
Wo bitte soll der Aufschwung herkommen, wenn die jeden positiven
Trend gleich im Keim ersticken ?

Good times
CP
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