Katzenjammer am Neuen Markt


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Katzenjammer am Neuen Markt

 
06.09.01 10:23
Indizes gehen wieder auf Tauchstation - Positive Analystenstudie kann T-Online nicht helfen
Frankfurt/Main - Der Neue Markt vollzog am Mittwoch die deutlichen Verluste im Späthandel der US-Technologiebörse Nasdaq weit gehend nach. "Die Investoren haben einfach kalte Füße. Das ist ein regelrechter Käuferstreik", sagte ein Händler. Am Vorabend hatte die Nasdaq nach dem deutschen Handelsschluss noch rund vier Prozent nachgegeben. Händlern zufolge stieß die am Dienstag bekannt gewordene Fusion der beiden US-Computerkonzerne Hewlett-Packard und Compaq im Markt auf Skepsis und belastete auch die deutschen Technologietitel. Mit der schwachen Eröffnung der Nasdaq am Mittwoch blieb der erhoffte positive Impuls aus New York aus. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis zum Nachmittag 3,4 Prozent auf ein Jahrestief von 1026 Punkten nach. Der Auswahlindex Nemax-50 rutschte um 3,9 Prozent auf 992 Zähler.
Im Mittelpunkt des Handels standen erneut die Papiere von Primacom, die sich um 15,3 Prozent auf fünf Euro verbilligten. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Am Vortag hatten die Anteilsscheine des Mainzer Kabelnetzbetreibers wegen der Einigung der Deutschen Telekom mit Liberty Media über den Verkauf von TV-Kabelnetzen rund 50 Prozent zulegen können. "In der momentanen Verfassung des Neuen Marktes werden Gewinne schnell eingestrichen", sagte ein Händler.

Bei sehr hohen Umsätzen gaben die Papiere des Softwareunternehmens Intershop um mehr als zehn Prozent auf 1,85 Euro nach. Die Analysten der Bank of America haben ihr Kursziel für den Wert auf 1,50 Euro halbiert. Die Entscheidung spiegele die sich verschlechternde Branchensituation wider, begründeten die Experten den Schritt und empfahlen die Aktie weiter mit "Underperform". Die Titel des Intershop-Konkurrenten Broadvision verloren 8,2 Prozent auf 1,35 Euro. Die Analysten der BHF-Bank glauben, dass sich Broadvision langfristig als E-Business-Anbieter durchsetzen wird. Der Bereich sei ein starkes Wachstumssegment. Zudem unterhalte das Unternehmen Partnerschaften zu den "Top Five" der Beratungsfirmen und weise einen soliden Bestand an liquiden Barmitteln auf. Die Experten stufen den Wert mit "Halten" ein.
Auch die Anleger von T-Online konnten sich über einen positiven Analystenkommentar freuen. Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet damit, dass der umsatzstärkste europäische Internet-Anbieter seinen operativen Verlust auf Grund von Kosteneinsparungen im laufenden Jahr deutlich senken wird. Die Analysten rechnen nun mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) im Jahr 2001 von 218 Mio. Euro. Bislang war Goldman Sachs von einem Verlust des Internet-Anbieters in Höhe von 239 Mio. Euro ausgegangen. Im kommenden Geschäftsjahr sei ein Ebitda von minus 94 Mio. Euro zu erwarten, nachdem die Analysten bislang mit minus 93 Mio. Euro gerechnet hatten. Auch die Umsatzerwartungen passte die Investmentbank nach der Vorlage der Halbjahreszahlen von T-Online an. Der Umsatz werde im Jahr 2001 auf 1,12 Mrd. Euro sinken. Bislang erwartete Goldman Sachs 1,19 Mrd. Euro. Auch im kommenden Jahr werde der Umsatz mit 1,47 Mrd. Euro geringer als bislang erwartet ausfallen. Einen Grund für die gesenkten Umsatzerwartungen nannte das Bankhaus nicht. Die Empfehlung für die Aktien von T-Online beließen die Analysten bei "Market Outperformer". Die Papiere verloren am Mittwoch dennoch 2,2 Prozent auf 7,10 Euro.
Der Elektronikhändler und Dienstleister Medion kassierte dagegen einen Rüffel von Analystenseite. Die Landesbank Baden-Württemberg hat die Aktien auf "Halten" von "Akkumulieren" zurückgestuft. Die aktuelle Bewertung der Aktie sei gegenüber den Vergleichsunternehmen zu hoch, meint die Bank. Trotzdem befinde sich Medion weiter auf Wachstumskurs. Die Investoren störte der Kommentar wenig. Die Aktien pendelten um ihren Vortagesstand von 39,70 Euro.
Der Vorstand des Softwareherstellers Ixos Software AG hat den Rückkauf 40 000 eigener Aktien beschlossen. Der Rückkauf solle über die Börse erfolgen, und zwar zu einem Kurs, der den Mittelwert des Xetra-Schlusskurses der Ixos-Aktie an den fünf Börsentagen vor dem Erwerb um nicht mehr als fünf Prozent über- oder unterschreite, hieß es. Die Aktien sollen den Angaben zufolge im Rahmen eines Stock-Options-Programms an die Ixos-Mitarbeiter ausgegeben werden. Die Ixos-Titel stiegen um 2,7 Prozent auf 6,10 Euro. raf

Gruß Kostolmoney
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