Turbo- und Short- bzw. Bull- und
Bear-Zertifikate zu unserem Instrumentarium.
die Preisberechnung mehr haben.
und Volatilität birgt zusätzliche Risiken.
Optionsscheins niederschlägt. Steigen
aufzehren.
Knockout-Optionsscheinen nicht. Aus
der BNP PARIBAS empfohlen.
von Knockout-Optionsscheinen.
Bank gelungen, den Hebeleffekt von
Optionsscheinen mit der nahezu linearen
Kursnachbildung von Zertifikaten
zu vereinen.
Die Deutsche Bank hat ihr Angebot
von WAVE-Optionsscheinen in letzter
Zeit stark ausgebaut und bietet dabei
eine inzwischen umfangreiche Palette
der gebräuchlichsten Underlyings
an. Ferner nimmt die Marktpenetration
von WAVEs stark zu, was
nicht zuletzt an ihrer bestechenden
Transparenz liegt.
Dies ist der Grund dafür, weshalb wir
ab sofort auch die WAVE-Optionsscheine
der Deutschen Bank in unser
Handelsinstrumentarium aufnehmen.
Um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,
die Funktionsweise und Spezifika
von WAVEs so
transparent wie
möglich darzulegen,
haben wir für
Sie zu diesem Thema
mit Florian
Brechtel des Xmarkets-
Teams, bekannt unter anderem
aus n-tv, ein Experteninterview
geführt:
Herr Brechtel, wie muss sich der Anleger
die Funktionsweise von WAVEOptionsscheinen
vorstellen?
WAVEs (Warrant Alternative Vehicles)
bieten die Möglichkeit, die Kursbewegungen
eines Indexes oder einer
Aktie (Basiswert) nahezu im Verhältnis
1 zu 1 nachzuvollziehen, und
das mit Hebelwirkung. Am Laufzeitende
berechtigt ein WAVE den Anleger
zum Erhalt eines Geldbetrags in
Höhe der Differenz zwischen dem
dann aktuellen Indexstand bzw.
Aktienkurs und dem Basispreis
(Barrier-Betrag). Bei einem WAVECall
muss der dann aktuelle Indexstand
bzw. Aktienwert über dem
Basispreis und bei einem WAVE-Put
unter dem Basispreis liegen.
Anleger, die auf einen Index oder eine
Aktie setzen möchten, brauchen bei
einem WAVE nicht den Gesamtbetrag
zu entrichten, der für den Erwerb des
jeweiligen Basiswerts aufzuwenden
wäre, sondern nur die Differenz zwischen
dem aktuellen Indexstand bzw.
Aktienkurs und dem Barrier-Betrag
des WAVE zuzüglich Aufgeld. Dieser
verminderte Kapitaleinsatz führt zu
einer Hebelwirkung des WAVEs. Wegen
der Beteiligung im Verhältnis von
nahezu 1 zu 1 an den Bewegungen
des Basiswertes können Anleger Veränderungen
des Basiswertes durch die
Hebelwirkung überproportional ausnutzen.
Allerdings, und das ist sehr wichtig,
endet diese Partizipation unwiederbringlich,
wenn der Indexstand bzw.
Kurs des Basiswerts zu irgendeinem
Zeitpunkt während der Laufzeit dem
Barrier-Betrag entspricht oder diesen
unter- (WAVE-Call) bzw. überschreitet
(WAVE-Put). Ist dies der Fall, wird
der WAVE mit sofortiger Wirkung
wertlos (Knockout). Der Anleger erleidet
in diesem Fall einen Totalverlust;
aus steuerlichen Gründen
können Anleger ihre WAVEs jedoch bis
zum Laufzeitende zu 0,001 Euro an
die Deutsche Bank AG verkaufen.
Für welchen Einsatzzweck und welche
Anleger eignen sich WAVE-Optionsscheine?
WAVE-Optionsscheine eignen sich vor
allem zur kurzfristigen Spekulation auf
die Entwicklung einzelner Aktien oder
auch ganzer Märkte, aber wegen ihres
nahe bei 1 liegenden Deltas auch
zur Absicherung von bestehenden
Positionen.
Auf Grund der hohen Hebelwirkung
von WAVEs eignen sich diese Produkte
aber unseres Erachtens nur für
aktive und vor allem aufmerksame
Investoren, da der Hebel enorm sein
kann (größer als bei herkömmlichen
Optionsscheinen) und sich positiv wie
negativ auswirken kann. Wir weisen
übrigens auch in unseren Broschüren
ausdrücklich darauf hin, dass zum
Erwerb der Produkte die Börsentermingeschäftsfähigkeit
erforderlich
ist.
Welche Vorteile und Nachteile haben
WAVE-Optionsscheine gegenüber herkömmlichen
Optionsscheinen?
Auf Grund der bestehenden Barriere
und des damit verbundenen Risikos
ist ein WAVE-Optionsschein günstiger
als ein herkömmlicher Optionsschein.
Dem höheren Risiko stehen aber auch
größere Gewinnchancen gegenüber,
da der Kapitaleinsatz geringer und
damit die Hebelwirkung größer ist. Zu
beachten ist aber, dass durch die größere
Hebelwirkung Kursbewegungen
des Basiswertes positiv wie negativ
verstärkt werden.
Wurde ein WAVE erworben, bleibt der
Hebel ab dem Kaufdatum über die
gesamte Laufzeit konstant, was bei
einem „normalen“ Optionsschein nicht
der Fall ist. Der wohl wichtigste Vorteil
ist aber die Partizipation von
nahezu 1 zu 1 an der Kursentwicklung
des Index bzw. der Aktie. Darüber
hinaus besteht nahezu kein Einfluss
der Volatilität auf den Preis eines
WAVEs, was bei herkömmlichen
Optionsscheinen einer der wichtigsten
Einflussparameter ist.
Lediglich nahe an der Barriere wirkt
eine Veränderung der Volatilität, jedoch
sollten Anleger auf Grund des
hohen Risikos in der Nähe der Barriere
sowieso besser über einen Verkauf
nachdenken, als die Spekulation bis
zum Ende „auszureizen“. Das Aufgeld
des Optionsscheins entspricht den
Finanzierungskosten (Absicherung)
für den Emittenten und stellt den Zeitwert
des WAVEs dar. Es baut sich im
Gegensatz zu „normalen Optionsscheinen“
über die Lautzeit konstant
ab. Bei einem vorzeitigen Verkauf erhält
der Anleger einen Teil des erbrachten
Aufgeldes zurück.
Auf was muß der Anleger bei WAVEs
besonders achten?
Bei unseren Produkten ist die Barriere
identisch mit dem Basispreis des
Optionsscheins. Für eine Verletzung
ist das untertägige Unter- (Call) bzw.
Überschreiten (Put) der Barriere durch
den Index bzw. den Aktienkurs maßgeblich.
„Untertägig“ bedeutet
allerdings zu den Handelszeiten der
Referenzstelle, an der der Indexstand
bzw. der Aktienkurs festgestellt wird.
Wenn wir (die Deutsche Bank, Anmerkung
der Redaktion) also bspw. den
DAX-Stand nach 20.00 Uhr unter der
Barriere eines bestimmten WAVECalls
sehen, ist der WAVE damit noch
nicht wertlos, sondern erst, wenn
auch die Börse am nächsten Tag einen
entsprechenden amtlichen und
von uns unabhängigen Indexstand
feststellt. Anleger sollten aber „auf der
Hut“ sein, wenn wir den Index am Vorabend
bereits so niedrig prognostizieren,
dass der WAVE nahezu wertlos
ist.
Welche Unterschiede muss der Anleger
bei WAVEs zum einen im Vergleich
zu den Turbo- oder Short-Zertifikaten
der ABN AMRO und zum anderen
im Vergleich zu den LSFbull- oder
bear-Zertifikaten von BNP Paribas
beachten?
Jedes Produkt hat natürlich seine Eigenheiten,
deswegen sollten Anleger
für Detailfragen immer in die jeweiligen
Emissionsbedingungen der Emittenten
schauen. Was man aber als
grundlegenden Unterschied zu den
Produkten der ABN Amro oder von
BNP Paribas zu unseren WAVEs nennen
kann, ist die Art der „Verpackung“
der Produkte: Während wir diese als
„Optionsscheine“ vertreiben, sind die
Produkte unserer Mitbewerber als
„Zertifikate“ emittiert worden. Wir
haben uns auf Grund des zuvor beschriebenen
spekulativen Charakters
dagegen entschieden, da Anleger
unserer Ansicht nach mit einem
Zertifikat etwas Konservativeres verbinden
und insbesondere keinen Totalverlust
erwarten, wie er bei diesen
Produkten durchaus einmal vorkommen
kann. Bei den WAVEs ist die
Knockout-Barriere identisch mit dem
Basispreis des Optionsscheins.
Bei BNP Paribas gilt dies ebenso, wogegen
die Produkte von ABN Amro so
genannte Stopp-Loss-Limits beinhalten,
die vom eigentlichen Basispreis
des Produkts abweichen. Maßgeblich
für eine mögliche Verletzung der Barriere
der WAVEs ist der Indexstand
oder Aktienkurs während der Börsenzeiten.
Wenn also beispielsweise der
DAX untertägig während der Börsenzeiten
die Barriere verletzt, verfällt
das Produkt wertlos. Bei BNP Paribas
ist der Tagesschlusskurs des jeweiligen
Basiswertes maßgeblich, bei ABN
Amro ist es auch eine untertägige
Verletzung, jedoch wird ein vom Emittenten
innerhalb mehrerer Stunden
festzusetzender Betrag an die Anleger
ausgezahlt. Diese unterschiedliche
Handhabung ergibt sich aus der
individuellen Ausgestaltung der Produkte.
Zum Handel: Was ist wichtig beim
Handel mit WAVEs?
WAVEs können an den Börsen in
Frankfurt und Stuttgart (EUWAX) zu
den Börsenzeiten (9.00 bis 20.00 Uhr)
gehandelt werden. Außerdem besteht
die Möglichkeit, mit der Deutschen
Bank im außerbörslichen Geschäft (so
genannter Direkthandel) in der Zeit
von 8.00 bis 22.00 Uhr über alle großen
Discountbroker zu handeln, da die
Deutsche Bank mit diesen Anbindungen
an das elektronische
Handelssystem unterhält. Der Vorteil
gegenüber einem Börsenhandel liegt
zum einen in der Kostenersparnis
(Wegfall der Maklercourtage), aber
auch in der zusätzlichen Flexibilität
der Kunden.
So können die Kunden durch die
Direktanbindung zum Beispiel noch
auf Entwicklungen in den USA reagieren,
was im reinen Börsenhandel nicht
mehr möglich ist, da die Börsen in
Deutschland dann bereits geschlossen
haben. Wichtig ist aber auch, dass die
Emittenten, wie übrigens auch alle
anderen Optionsscheine und Zertifikate,
als so genannte „Market Maker“
agieren. Das bedeutet, dass der Emittent
als Liquiditätsspender zur Verfügung
steht, falls ein Kunde keinen
anderen Privatkunden als Gegenseite
für seine Transaktion findet.
Daher ist eine Auswahl der Produkte
anhand der Börsenumsätze
nicht wirklich aussagekräftig, vielmehr
sollten die Serviceleistungen eines
Emittenten bzw. die Qualität seiner
Preisstellung als Auswahlkriterien herangezogen
werden.
Gruß Pichel