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K+S wird unterschätzt


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K+S AG 17,25 € -0,52% Perf. seit Threadbeginn:   -23,96%
 
hagenvers1:

steigende Getreidepreise

 
20.07.26 09:30
""Das deutliche Anziehen der Getreidepreise und die Meldungen von erfolgreichen ukrainischen
Angriffen auf russische Getreidefrachter im Asowschen Meer dürften vorrangig für den Kursanstieg herhalten.""

das kann kann durchaus der Grund sein, und die Ereignisse haben natürlich das Potenzial Störungen in der Getreideversorgung auszulösen. Das ist aus meiner Sicht aktuell jedoch nur einer von mehreren Faktoren, die (eigentlich) Kurstreibend wirken sollten. Es ist allerdings ein sehr Auffälliger.

Was mir auffällt ist der fortgesetzte Pessimismus der Analysten.

Wer sich die Vara Schätzungen genauer ansieht wird erkennen, dass die Analysten zwar die Ertragsschätzungen für Q2 deutlich erhöht haben, für den Rest der Jahres, sowie 2027 und 2028 gleichwohl weiter pessimistisch sind und für Q3 und 4 ein EBITDA auf Höhe des Vorjahres erwarten. Bei den aktuell deutlich höheren Preisen am Markt kann dies nur auf drei Wegen erreicht werden:
1. drastischer Preisverfall. dafür ist es eigentlich schon zu spät, weil die Preise auf das Ergebnis immer mit ein paar Monaten Zeitversatz wirken.
2. die Kosten fressen die höheren Einnahmen komplett auf
3. Die Nachfrage bricht ein (aktuell sehe ich eher das Gegenteil, ausgelöst durch die Treibstoffquoten und steigende Preise bei diversen Feldfrüchten)

Aktuell sehe ich noch keines der drei Szenarien wirklich eintreten. Ein moderater Preisrückgang im Sommer während der Erntezeit wäre durchaus normal, weil schlicht die Nachfrage fehlt, jedoch fehlen mir bisher jegliche Informationen darüber, dass dies auch tatsächlich eintritt. 2025 fiel der Preisrückgang im Sommer extrem schwach aus.
ich bin gespannt, ob China nach dem überraschend frühen Abschluss in November 2025 für 2026 erneut früh Verhandlungen über einen Kontrakt für 2027 aufnimmt.  
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Bierdimpfel:

erste relevante KZ-Erhöhung durch Analyst

2
28.07.26 09:53

28.07.26 09:35
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Empfehlung des französischen Investmenthauses Exane BNP hat dem Aktienkurs von K+S  am Dienstag neuen Anschub verliehen. Mit plus 6,5 Prozent auf 15,24 Euro führten die Papiere die Gewinner im MDax  der mittelgroßen Börsentitel an. Sie erreichten den höchsten Stand seit Mitte Mai.

Analyst David Symonds von Exane BNP hat das Kursziel für K+S von 12 auf 19 Euro erhöht und die Aktien gleich um zwei Investmentstufen von "Underperform" auf "Outperform" erhöht. Sein neues Kursziel ist das dritthöchste am Markt, nur Kepler Cheuvreux und BMO Capital Markets trauen den Aktien des Salz- und Düngemittelproduzenten noch mehr Aufwärtspotenzial zu.

Aus charttechnischer Sicht gelang den Papieren Mitte Juli ein Befreiungsschlag. Mit einem Tagesgewinn von knapp fünf Prozent verließen sie einen im März begonnenen Abwärtstrend nach oben. Anschließend bauten K+S die Gewinne noch aus./bek/zb

Quelle: dpa-AFX Broker

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Highländer49:

K+S

 
12.08.26 10:31
K+S hebt Prognosen für 2026 an und entspricht damit den Markterwartungen
www.kpluss.com/de-de/newsroom/...-damit-den-markterwartungen/

Die Zahlen dürften damit im erwarteten Rahmen liegen oder wie ist Eure Meinung?
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hagenvers1:

Q2 Zahlen

2
12.08.26 11:35
die Zahlen in Q2 sind aus meiner Sicht stark und übertreffen die Schätzungen der Analysten deutlich. (Vara: 149 Mil, K+S 176 Mil)
Maßgeblich sind höhere Verkaufsmengen und gleichzeitig steigende Preise.
Zudem wurde teilweise Lagerabbau iHv. 41 Mil € betrieben, was für Q2 nicht unbedingt zu erwarten war.
Das dürften nach meiner Schätzung zwischen 150.000 und 200.000 tonnen Lagerabbau gewesen sein.

Der größte Teil der Ware wurde in Übersee verkauft, in Europa waren die Umsätze rückläufig. Dass das Ergebnis und die verkauften Mengen mit 1,9 Mil tonnen trotz schwacher Geschäfte in Europa so hoch sind, und das schwache Umfeld in Europa komplett kompensieren konnte (auch preislich verträglich), ist für mich ein sehr positives Zeichen.
Wenn genug Platz im Lager ist, besteht zudem keine Not Ware billig abzuverkaufen um neuen Platz zu bekommen.

Der schwächere Cashflow war zu erwarten. Zahlungsziele sorgen für verzögerten Geldeingang, insofern ist das keine Überraschung. Die Anhebung der Prognose für den Cashflow auf einen positiven "mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag unterstreicht das.
Entsprechend wird im nächsten Jahr wohl auch zumindest ein wenig Dividende gezahlt werden.

Die Anhebung der Prognose ist vergleichsweise gering und entspricht "nur" den Konsens Schätzungen. Die zahlreichen Unwägbarkeiten und Kostentreiber haben dort mit Sicherheit eine Rolle gespielt. Zudem rechne ich persönlich mit einem schwachen dritten Quartal, nicht zuletzt auch durch die Trockenheit in Europa und auch die aktuell hohen Gaspreise - auch wenn die zu 70% gehedged sind.   Einen gewissen Effekt wird es haben, wenn die Preise weiter deutlich erhöht bleiben.
Gleichzeitig würde mich ein "positiv überraschender Cashflow" in Q3 nicht überraschen.
Antworten
MEIST:

K+S

 
22.08.26 19:01
Ich will mich nicht mehr länger ärgern und verkaufe am Dienstag alles
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hagenvers1:

fragliche Zusammenhänge

 
24.08.26 12:27

ich freue mich zwar über die kürzlichen Kurszuwächse, frage mich aber welchen Ursprung sie haben.

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...er-greifbar-ist-15896423

die in diesem Artikel aufgeführten Gründe erscheinen mir unplausibel.

Die Landwirte können nur schlecht auf Stickstoff-Dünger verzichten, da er sich nicht im Boden speichern lässt und jedes Jahr neu gegeben werden muss. Hohe Preise für Harnstoffe sorgen für eine Budgetkonkurrenz mit anderen Düngemitteln und dämpft daher meiner Meinung nach eher die Nachfrage nach Kali als sie zu stützen.

Schwache Ernten und hohe Dieselpreise sorgen erstmal zu schwachen Einnahmen, es sei denn die Preise für Feldfrüchte wären so stark gestiegen, dass die Mehrkosten überkompensiert würden.

Weizen ist zudem nur eine einzige Feldfrucht, wenn auch eine wichtige. Die Argumentation greift mir hier deutlich zu kurz. Stark zehrende Feldfrüchte wie Mais, Soja, Zuckerrohr und Ölpalmen werden nicht erwähnt und ignoriert.

Da Phosphat aktuell teuer und knapp ist, jedoch ebenfalls im Boden gespeichert wird, könnte eine Maßnahme sein, im Rahmen eines Budget-Shiftings die Gewichtung bei NPK Düngern vorrübergehend zu Gunsten von Kalium zu verschieben, also mehr Kali und weniger Phosphat in den Dünger zu geben.

Auch das Thema Dürre-Resilienz kann ein Grund sein. Forschungsberichte legen immer wieder nah, dass der agronomische Verbrauch deutlich höher liegt, als die wirtschaftliche Nachfrage. Die Böden unterliegen demnach einer schleichenden Verarmung im Bezug auf Kalium.

Kalium ist maßgeblich für den Wasserhaushalt und die Dürrebeständigkeit verantwortlich. Feldfrüchte auf zu schlecht versorgten Böden bringen eine schlechtere Qualität, sie sind generell anfälliger, insbesondere auch gegen Trockenheit. 

https://nutrinorm.de/duengemittel/kalium-in-pflanzen/

https://www.researchgate.net/publication/...nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19

Forschungsergebnisse wie diese legen nah, dass die Möglichkeiten für eine zu geringe Gabe an Kalium begrenzt sind. Die Versorgung der Böden mit Kalium hat sich demnach in den letzten 20 Jahren global messbar verschlechtert.

Sind die Reserven einmal so weit aufgebraucht, dass der Boden die Pflanzen nicht mehr ausreichend versorgen kann, ist die auskömmliche Gabe von Kaliumdünger nicht mehr optional, sondern zwingend erforderlich um weiter vernünftige Ernten in guter Qualität zu gewährleisten.  Wenn weitere Böden an kritische Grenzen stoßen, sorgt dies zu einer unflexibel steigenden Nachfrage, es sei denn man akzeptiert deutliche Einbußen bei Erntevolumen und Qualität.


Die angesprochenen gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine auf Frachtschiffe, und insbesondere auch die de facto Schließung der Straße von Kertsch durch Russland, verringern die Lieferungen von diversen Feldfrüchten in die Welt - allen voran Weizen - und wirken vermutich Preistreibend. 

Das sollte für Landwirte andere Regionen die Affordability tendenziell verbessern.

Insgesamt spricht der Artikel aber von einer Sonderkonjunktur, die mir nicht so recht einleuchten will.




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