da Lagerbestände entsprechend der Preisentwicklung neu bewertet wurden. Zur Erklärung die beiden entsprechenden Absätze aus den Geschäftsberichten 2020 und 2021
Geschäftsbericht 2020
Zum Ende des dritten Quartals 2020 musste die K+S Gruppe
ihre Annahmen zur Entwicklung des Kalipreises — sowohl vor
dem Hintergrund langsamerer Preiserholung in der Mittelfristperspektive als auch unter Berücksichtigung niedrigerer
langfristiger Kalipreiserwartungen — anpassen. Auf Basis der
geänderten Annahmen lag eine Indikation für eine Wertminderung vor und es wurde ein unterjähriger Wertminderungstest
zum 30. September 2020 für die zahlungsmittelgenerierende
Einheit (ZGE) Kali- und Magnesiumprodukte durchgeführt.
Dabei wurden Kalipreise angenommen, die niedriger als
die bislang zugrunde gelegten Kalipreise sind. Im Rahmen
des Wertminderungstests war auch ein Anstieg des Kapitalkostensatzes zu berücksichtigen. Insgesamt entstand hieraus
ein einmaliger, nicht zahlungswirksamer Wertberichtigungsbedarf auf Vermögenswerte der Operativen Einheit Europe+
von rund 2 Mrd. €. Diese Wertminderung erfolgte in der
Quartalsmitteilung zum 30. September 2020 und belastete
45 K+S Geschäftsbericht 2020
An Die Aktionäre K+S AM KAPITALMARKT zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss
entsprechend das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
sowie den ROCE, führte aber nicht zu einem Liquiditätsabfluss.
Der Vorstand sah sich daher Anfang November 2020 dazu
veranlasst, die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren. Für
die Cashflow-Prognose, auf der die Bewertung zum 30. September 2020 basierte, mussten zum Teil vereinfachende
Annahmen getroffen werden
Geschäftsbericht 2021
Die regelmäßig durchzuführende Prüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und
Magnesiumprodukte gemäß IFRS kann aufgrund veränderter
Schätzungen einzelner Einflussfaktoren, wie z.B. Absatzpreise und Absatzmengen, Kapitalkostensatz, Energie- und
Frachtkosten oder Wechselkursrelationen, zu deutlich unterschiedlichen Werten führen. Diese Wertänderungen beeinflussen das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sowie
den ROCE, führen aber nicht zu einer Liquiditätsveränderung
und beeinflussen nicht das EBITDA. Im Geschäftsjahr
2021 wurde das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
entsprechend mit 1,70 Mrd. € durch eine Wertaufholung
positiv beeinflusst. Dies beruht insbesondere auf einer
langfristig deutlich optimistischeren Erwartung für das Kaligeschäft und der damit verbundenen Preisentwicklung, die
negative Effekte infolge eines höheren Kapitalkostensatzes
gegenüber dem 31. Dezember 2020 mehr als ausgleichen
konnten. Damit wurde die nicht zahlungswirksame Wertminderung des Jahres 2020 vollständig wieder aufgeholt
An Börse ist nur sicher: das nichts sicher ist! Der Einsatz ist nur eine Zahl!und nicht mehr