Ich würde denen empfehlen, die sich über das KGV und die aktuell scheinbar "günstige" Bewertung wundern, sich etwas mehr mit den letzten Jahren von K+S zu befassen. M.E. hat der aktuelle Kurs mehr damit bzw.mit dem Mgmt von K+S zu tun als mit dem aktuellen KGV bzw. EPS.
K+S weckt aktuell leider wenig bis keine Phantasie bei vielen Anlegern. Was kommt nach 2023, was passiert, wenn der Krieg zu Ende ist und Russland und Belarus wieder am Markt sind? Wie gedenkt man bei zukünftig geringeren Preisen mehr für die Shareholder herauszuholen? Nichts bisher...
Mit dem Gewinn von 2022 und 2023 könnte, sollte, nein man muss! etwas für die Shareholder liefern. Damit hat das K+S Mgmt allerdings auch in den letzten Jahren nicht geglänzt, man hoffte primär auf steigende Preise. Jetzt sind diese da, Geld kommt rein und nun?
Man hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, man wolle sich stärker auf SOP konzentrieren wegen höherer Margen. Das letzte was da kam, war das Offtake Agreement mit Kalium Lakes, die nun anfangen zu produzieren. Warum expandiert man nicht selber in dem Bereich? Damit generiert man künftig Cashflow und Phantasie bei Anlegern...
Ein Aktienrückkauf wäre aus meiner Sicht auch nicht die schlechteste Option, hier kommt aber leider auch nichts bisher. Das Geld einfach rausspülen über hohe Dividenden halte ich nicht für eine gute Idee, das wird auch dem Kurs nicht viel bringen, damit schafft die Firma langfristig nichts an Wert für die Shareholder.
Wie bereits gesagt, in der Vergangenheit hat das Mgmt von K+S wenig überzeugt, wenn es darum ging etwas für die Shareholder zu tun. Hier muss das aktuelle Mgmt vieles anders und besser machen...solange da nichts kommt, sehe ich nicht, warum der Kurs nachhaltig steigen sollte.