Auf ein Wort von mir:-)
Vorab zu den Qu1 Zahlen:
Nach dem 1. Anblick ernüchternd, beim Hinterfragen dann stabil wirkend.
Die Meldung hat aber wirklich Erklärungsbedarf. Das für mich überraschend schlechte Ergebnis im Salzbereich hängt zu einem mit :
-niedrigen Vertragspreisen für die Wintersaison 2017/2018 verursacht durch den schlechten Vorjahresabsatzes und entsprechend gefüllter Läger zusammen. Dies sollte sich dann für die kommenden Preisverhandlungen bei geleerten Lägern (durch den überdurchschnittlichen Winter) wieder korrigieren lassen
-durch die rasant gestiegenen Logistikkosten. Alleine für Qu1 hat man über 15 mlln. mehr an Logistikkosten bedingt durch gestiegene Preise aufwenden müssen. Auf das Jahr hochgerechnet erwartet man eine Mehrbelastung von 40-50 mlln. USD.
Ob man diese Kosten bei der Preisanhebung zusätzlich durchsetzen kann, das werden die kommenden Preisverhandlungen zeigen. Dies dürfte auch der Grund für die relative:-) Zurückhaltung von Dr. Lohr zum Salzgeschäft 2018 gewesen sein.
Im Kali- und Magnesiumbereich waren die Ergebnisse für mich gut solide, gerade auch im Vergleich zur Peer. Hier ist zu bedenken, das:
-die Hauptdüngung in großen Teilen Europas in das 2. Quartal verschoben wurde
-der Preisdurchschnitt eben durch diese Verschiebung nach unten gedrückt wurde, da man bei niedrigen Spezialitätenumsätzen (Europa hat einen großen Spezialitätenanteil) einen schlechteren Mix bekommt.
-ca. 100tsd. t an Fördermenge aus dem Werragebiet
Dies wird auf die beiden besonders schwierigen letzten 2 Jahre bzgl. Entsalzung Werra zurückgeführt. Hier gab es aufgrund großer Ungewissheit eine Personalfluktuation, die sehr schwer zu handeln ist, da es sich durchweg um Spezialkräfte aus dem Untertagebau handelt.
Das ständige Hoch- und Runterfahren hat die Maschinen zusätzlich belastet und die Instanthaltung kann nur durch zusätzlichen Aufwand betrieben werden.
Das überdurchschnittliche Durchstarten des Kurses führe ich allerdings nicht den von mir als solide empfundenen Zahlenmaterial zu gute, sondern der Meldung, dass die von Uralkali propagierten Preiserhöhungen in Bras.
Eindrücke rund um die HV in Stichpunkten:
-Auf die Frage der Finanzalge, auch mit dem Hintergrund eines 2018 auslaufenden Kredites mit 5% Verzinsung.
Antwort: Wir haben genügend Kreditspielraum, es gibt keine Kapitalerhöhung
-Frage, Suche nach einem Ankeraktionär:
Antwort: Derzeit gibt es keine Verhandlungen. Wir waren schon in div. Verhandlungen, aber die Partnerschaft hätte nicht gepasst. Wir öffnen uns nur, wenn es für das Unternehmen eine Mehrwert bringt.
Frage nach weiteren Akquisitionen und Ausbau des Geschäftsbereiches:
Wir haben den nötigen Spielraum, um sich uns bietende Möglichkeiten wahr zu nehmen. Wir sind mit unserem Salzprojekt in Australien gut dabei auch auf einem 3. Kontinent produzieren zu können. Die Planungen laufen derweil. Projektzeitraum mind. 3 Jahre.
Die Frage schlechthin: Wie wollen sie die Ziele Shaping 2030 erklären.
Die in der Einleitung durch Dr. Lohr erklärte neue Firmenstrategie gab erste Eindrücke, wie man an das Thema herangehen möchte. Der beschriebene Weg fand uneingeschränkt Zustimmung.
Hier forderten fast alle Redner doch ein "Paar Meilensteine" auf den doch langen Weg dorthin.
Wie (von mir:-)) erwartet, hat man sich dazu nicht im Detail geäussert, auch mit dem Hinweis auf ein noch diesbezgl. laufenden Projekt. Man wird mit Fortschritt des Projektes Informationen liefern.
Hier erwarte ich erste Details dann zu geplantem Capital Marked Day im Sept.
Dr. Lohr verwies immer wieder auf die stärkere Fokussierung des Spezialitätengeschäftes, nicht nur im Dünge- sondern auch Im Industriesalzbereich.
-Hier kam die Frage, ob man die exorbitant gestiegenen Preise für Salz im industrie-und Chemiebereich fortschreiben kann. Antwort: wir sind sicher in diesen Bereichen dauerhaft interessante Preise erzielen zu können.
Verweise auf die prall gefüllte "Vorratskammer" bergbauliche Verpflichtungen. Über 1 millarde an Euro lagern dort:-). Ein Redner forderte hier zumindest über Teilauflösungen nachzudenken um z.B. die Entschuldung zurück zu fahren.
Antwort: Hier werden wir ca. 100mlln. benötigen um die Standortauflösung Sigmundhall zu finanzieren.
Umweltschutz-Entsalzung-Nordseepipline.
Hier gehen die Meinungen der jeweiligen Interessenverbände sehr stark auseinander. K+S favorisiert eine Entsorgung in stillgelegte Bergwerke. Dies ist ein vollkommen neues Verfahren. Man benötigt eine entsprechend angereicherte Salzlauge für die Befüllung, damit die stehen gebliebenen Salzstützpfeiler nicht ausgespült werden. Hier wird gerade im Unternehmen an einer wissenschaftlichem Projekt gearbeitet. Erst nach Abschluss wird entschieden werden können, ob eine "Rückführung" machbar ist.
Bezgl. Haldenabdeckung ist man sicher eine geeignete Möglichkeit gefunden zu haben. Diese Praktik haben wir im Griff!
Dies erst einmal als ein Eindruck von mir. Für genauere Aussagen bedarf es meinerseits noch mehr an Informationen.
Interessant wird am Donnerstag der neue FMB Report werden, ob da die Preisumsetzungen auch bestätigt werden. Werde bei entsprechender Meldung dann berichten.
Besonders hat mich gefreut, dass ich mein Pseudonym kennenlernen und in den Arm nehmen durfte:-)
Vllt. kann ich demnächst hier ein Bilchen einstellen.
P.S. Ich habe einmal hinterfragt, warum die Mitarbeiterzeitung SCOOP nicht mehr auf der Homepage veröffentlicht wird. Dies ist aus Datenschutzgründen nicht mehr möglich. Wer sie aber doch lesen möchte, kann sie tel. anfordern und bekommt sie dann zugeschickt. Die kommende sollte auf alle Fälle interessant sein, hier wird, so munkelt man:-)) Shaping 2030 ausführlich den MA vorgestellt werden.
Glück auf!
Umbrellagirl:-)))