aber die Zahlen passen ja gut zum Thema "Gewinne fortschreiben". Den Buchwert von in 10 Jahren verwenden halte ich doch für – vorsichtig gesagt – potenziell stark fehlerbehaftet.
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aber die Zahlen passen ja gut zum Thema "Gewinne fortschreiben". Den Buchwert von in 10 Jahren verwenden halte ich doch für – vorsichtig gesagt – potenziell stark fehlerbehaftet.
Obwohl wohl jedem mittlerweile aufgefallen ist, dass die ersten Angaben zu den Kosten immer eher etwas ungenau sind ist es sehr interessant mal ein paar mehr Hintergründe zu den Abläufen zu haben. Danke dafür!
Dieses "cloud-computing-using-brain-power" (nennen wir es mal so) würde glaube ich echt gut unter Verwendung der Forumsmitglieder funktionieren um die "perfekte Anlageentscheidung" zu ermitteln.
"aber die Zahlen passen ja gut zum Thema "Gewinne fortschreiben". Den Buchwert von in 10 Jahren verwenden halte ich doch für – vorsichtig gesagt – potenziell stark fehlerbehaftet."
Das stimmt sicherlich. Der Analyst der Aktie macht es sich ein wenig einfach. Er nimmt den Mittelwert der Buchwertsteigerungen der letzten 10 Jahre und schreibt sie für die nächsten 10 Jahre fort. Ich mache das ganze mit gewichteten Mittelwerten. D.h. ich schreibe der jüngsten Vergangenheit eine größere Signifikanz zu. Die Idee dahinter ist, dass eine Firma in jungen Jahren schneller wächst als in der Reifephase. Weiterhin sollte man sich die Ausschüttungsquoten, die Gewinne und die Entwicklung des Schuldenprofils ansehen. Vermindert man die Gewinne um die Ausschüttungen und Tilgung von Schulden, so erhält man einen ungefähren Ansatz um wieviel sich das Eigenkapital (und damit der Buchwert) bei einem guten Management erhöhen sollte. Stellt man da große Diskrepanzen fest, d.h. Eigenkapital wird verbrannt, ist bei jedem Investment vorsicht angeraten. Hier kann man das aber alles nicht feststellen. Ganz im Gegenteil es wird kontinuierlich Wert geschaffen und nachhaltig gewirtschaftet. Aus dem Grunde hab ich Herrn Steiner auch nichts vorzuwerfen. Die BlackRock Inc. unterstreicht dies nochmals mit einer Beteiligung von > 5 %. Solche hohe Beteiligungen hält die Investmentgesellschaft nur bei sehr soliden Firmen mit guten Aussichten und vertrauenserweckendem Management. Das weiß ich aufgrund Rücksprachen mit Führungspersonen dieser Gesellschaft in Deutschland.
Deshalb meine Frage an Reitz:
Inwiefern hat Sie Hr. Steiner enttäuscht.
Warum hast du eigentlich nicht 2008 verkauft ? Die Firma war damals so stark überbewertet das mir schwindlig wird :). Gut wenn ich einen Wert wirklich lange halte hätte ich auch nicht verkauft. Aber die Realität hätte verlangt zu verkaufen :).
Solche Studien sind genauso Fehlerbehaftet wie die DCF Methode der Analysten. Alles sinnlos. Es liegen nicht genug Erfahrungswerte vor und es werden Kosten und Rahmenbedingungen geschätzt. Für mich keine große Verwunderung. Wäre überrascht wenn das ohne Fehler gelungen wäre.
Naja ich würde mich auch als Investor bezeichnen. Mache aber nicht alles mit - zieh ohne Skrupel mein Kapital ab um es in andere Investments umzuschichten - insofern mir die Übertreibung in die Karten spielt wie z.b. 2008. Aber im Allgemeinen bin ich nicht abgeneigt mein Kapital länger zu binden.
Wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag.
Rückblick seit Oktober 2012:
Ich schau mir die Bilanz an, Dividende, Weltmarktstellung bei Salz, Kali, Zukunftsperspektiven des Unternehmens, Kursstellung und kaufe mit Kurs 37,02 € eine größere Stückzahl.
Juni 2013:
Anscheinend habe ich hier alles falsch gemacht? Mit 90 % aller anderen DAX-Unternehmen hätte ich in dem Zeitabschnitt immens besser abgeschnitten. Hätte meine perspektivisch positive Einstellung zum Unternehmen in dieser Zeit eine Wende genommen, wäre ich ausgestiegen. Einen SL habe ich deshalb auch nicht gesetzt, da ich meist langfristig orientiert anlege. Ich frage mich jetzt natürlich, wie es bei einer konjunkturellen Verbesserung, einer Liquititätsschwemme durch die Zentralbanken, zu so einer eklatanten Kursschwäche kam. Meine Antwort: K+S scheint ein höchst Interessantes Spekulationsobjekt zu sein, mit dem man relativ leicht die Risiken überbetont veröffentlichen kann. Kosten Großprojekt Kanada, Währungsrisiken, sinkende Rohstoffpreise, Witterungsproblematik bei Streusalz, Konkurrenzsituation. Wenn sich Analysten einem auf ein Unternehmen eingeschossen haben, und die Aktie verwundbar wurde, zieht das andere Analysehäuser an, ebenfalls im Anklagelied einzustimmen. Da nützt es relativ wenig wenn der Vorstand K+S vor wenigen Monaten ein Statements abgab, dass man in der eigenen Analyse die kommende Geschäftsentwicklung positiv sieht. Aktionäre sehen die Risiken und eine gleichzeitig wie selbsterfüllende Prophezeihung der Analysten in der Kursentwicklung. Spätestens Mitte August werden mit der Halbjahresbilanz bei K+S die Bestätigung der Kursentwicklung oder eine völlig falsche Annahme der Risiken aufgedeckt. Am Freitag habe ich hier nochmal in K+S verbilligt. Ich bin hier bewußt das Risiko eingegangen, dass es weiter mit der Aktie abwärts geht. Die Chance, dass ein Stimmungsumschwung für die Aktie kommt, halte ich aber bedeutend höher! Und wenn nach einer solch dramatischen Kursentwicklung die Chancen wieder wahrgenommen werden, wird der Kurs sicher nicht in Salamitaktik nach oben gehen! Ein Tagesanstieg von über 10 % sind dann nicht unrealistisch. Die Mehrheit wird dann wie immer auf dem falschen Fuß erwischt! Deshalb habe ich am Freitag nachgekauft!
Geb dir in gewisser Weise Recht. Auch ich habe mich ohne Skrupel auf das Investment bei einem Stand von ca 33 Euro gestürzt - und gleichzeitig gefreut so einen guten Deal gemacht zu haben. Der derzeitige Kursstand verrät uns das es um einiges besser gegangen wäre. Aber dem messe ich keine Bedeutung zu. Wichtig ist für mich einen tollen Abschlag zum fairen Wert (meinen persönlichem) bekommen zu haben - und davon bin ich in jedem Fall überzeugt.
"August ,September,Oktober...da kommts noch dicker...oder glaubt hier einer im Ernst das sich der Dax über 7500 halten wird?"
Ja, das glaube ich eigentlich schon. Und da es hier anscheinend noch andere Leute gibt, die noch nicht alles verkauft haben, vermute ich, dass ich mit dieser Ansicht auch alleine stehe. Was bewegt Dich denn zu der gegensätzlichen Auffassung?
Hier reden wirklich Leute die an die Entwicklung über die nächsten Jahre denken mit Leuten die an die Entwicklung in den nächsten 3 Monaten denken und reden aneinander vorbei.
Das einzige wovor ich persönlich kurzfristig schon Angst habe ist dass das 2. Quartal vielleicht "die Erwartungen des Managements leicht untertroffen hat", oder irgendwie sowas. Was dann mit dem Kurs passieren könnte wäre in der Tat etwas unangenehm und auch wenn man langfristig denkt freut man sich sicher nicht, wenn hier wirklich Kurse um die 20 auftauchen würden.
Ich bin allerdings auf die nächste Woche gespannt. Hexensabbat ist überstanden, die Aktie ist am Boden obwohl das Unternehmen gut da steht. Wir können alle nicht in die Zukunft sehen, aber ich sehe zumindest mal eine Chance dass wir wieder Richtung 31 gehen.
Das einzige wovor ich persönlich kurzfristig schon Angst habe ist dass das 2. Quartal vielleicht "die Erwartungen des Managements leicht untertroffen hat"
das glaube ich nicht
da hätte es schon ein ad hoc Meldung gegeben
Müssen wir uns über einen Absturz des DAX Sorgen machen?
In der Zeit von 01.01.2009 bis zu der Zeit vor Ende Juni 2011 gab es einen sehr robusten Zusammenhang. Wenn der DAX um 10 Punkte stiegt, dann stieg K+S um 5,2 Cent (und umgekehrt). Das 95% Konfidenzintervall war da sehr eng (zwischen 4,9 und 5,6 Cent je 10 Punkte beim DAX).
Dann gab es einen Strukturbruch. Danach kehrte sich der Zusammenhang um. Für 10 Punkte die der DAX stieg fiel K+S um 2,2 Cent (und umgekehrt). Das 95% Konfidenzintervall war wieder sehr eng (1,8 Cent bis 2,6 Cent je 10 Punkte DAX).
Müssen wir uns jetzt sorgen machen wenn der DAX fällt?
Bedingt ja, denn der Zusammenhang bei kurzfristigen Schwankungen des DAX ist relativ stabil über die gesamte Zeit hinweg bei 7 Cent je 10 Punkte im DAX.
Vor einem längeren Abwertstrend des DAX müssen wir danach also keine Angst haben, vor kurzfristigen Schwankungen schon.
grafisch noch trend und Schwankung zusammen geplottet.
sorry für die Qualität der Grafiken und die fehlende Mühe das Datum schön zu formatieren usw., ich denke für den Zweck hier passt das ;-)
wie genau gewichtest Du eigentlich die Gewinne abhängig davon wie weit sie zurück liegen?
Hier ich glaube das der Dax bei 7500 halten wird. Der Schreck der letzten Woche haben wir doch nur dem verrückten Hühnerstall der Privatinvestoren und dem Hexensabbat zu verdanken. Weiß gar nicht was immer alle mit dem Dax verfall haben. Der DAX ist nicht überbewertet. Klar kann er korrigieren. Logisch wäre es nicht - also warum soll ich es erwarten. 2008 hatten wir die doppelten KGV's im Dax - verglichen zu jetzt. Dann kam die größere Konsoldierung. Aktuell sind wir im unterbewerteten bis fairen Bereich.
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 46 | 70.809 | K+S wird unterschätzt | Salim R. | timtom1011 | 24.03.26 19:09 | |
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