***wie funktioniert so ein Faktor-Zertifikat?***
Faktor-Zertifikate: Erklärung durch Rechenbeispiel
Ein Beispiel: Herr Müller kauft ein Faktor-Zertifikat Long auf die SAP-Aktie, die bei 50 Euro steht. Das Faktor-Zertifikat weist einen Hebel (Faktor) von 2 auf.
Steigt die SAP-Aktie an einem Tag nunmehr um 5 Euro bzw. um 10 Prozent auf 55 Euro, klettert das Faktor-Zertifikat von Herrn Müller um 20 Prozent.
Fällt die SAP-Aktie dagegen an einem Tag um 5 Euro oder um 10 Prozent auf 45 Euro, verliert das entsprechende Faktor-Zertifikat um 20 Prozent an Wert.
Zu beachten ist dabei, dass der Wert des Faktor-Zertifikats jeden Tag neu berechnet wird. Das heißt, wenn die SAP-Aktie in den nächsten 3 Tagen jeweils um 2 Prozent pro Tag steigt, beträgt die Performance nicht 6 Prozent sondern mehr.
Wenn das Faktor-Zertifikat bei 50 Euro startet, erhöht sich der Wert am ersten Tag um 2 Euro auf 52 Euro. Am Ende des zweiten Tages kostet das Faktor-Zertifikat 54,08 Euro, am Ende des dritten Tages dann 56,24 Euro.
Das Rechenbeispiel zeigt, dass durch die tägliche Berechnung der Zuwachs sogar höher ausfallen kann als erwartet. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt, die Verluste können ebenfalls höher ausfallen.
Mit Faktor-Zertifikaten kann man als Anleger also einen deutlich höheren Gewinn erzielen, trägt aber gleichzeitig ein entsprechend hohes Verlustrisiko.
Durch einen festen Faktor kann der Anleger bei Faktor-Zertifikaten von Kursschwankungen des Basiswertes profitieren ? eine Erklärung.