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Wadephul: Gefahr für Angriff auf Nato-Land besteht

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Angriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern hält Bundesaußenminister Johann Wadephul einen Angriff auf ein Nato-Land für möglich. "Ja, diese Gefahr besteht, das kann man nicht von der Hand weisen", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"heute-journal" auf die Frage, ob im Zuge des Iran-Kriegs nun auch Nato-Länder angegriffen werden könnten.

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In der Nacht zum Montag war der auf Zypern gelegene britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri mit einer Drohne vom iranischen Bautyp "Shahed" angegriffen worden. Am Nachmittag wurden dann nach Regierungsangaben zwei weitere unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Zypern ist Mitglied der Europäischen Union, aber nicht der Nato.

Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Auch Deutschland hat sich "militärische Defensivmaßnahmen" vorbehalten. Wadephul hatte gesagt, dass er darunter versteht, dass "Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden", wie er im Deutschlandfunk sagte.

Wadephul stellte nun auch im ZDF klar, dass sich Deutschland in keiner Weise an einer Auseinandersetzung beteiligen werde. "Wir stellen auch keine militärischen Fazilitäten dafür zur Verfügung." Es müsse weiterhin angestrebt werden, den Konflikt mit dem Iran auf dem Verhandlungsweg beizulegen./rew/DP/jha


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