FAZ von heute:
"Beim Dax-Wert K+S besteht aus übergeordneter technischer Sicht die Kursentwicklung der letzten 20 Jahre nur aus zwei technischen Phasen. Zuerst ergab sich seit Mitte der 1990er Jahre, ausgehend von Kursen um 2 Euro (Kursniveau bereinigt um zwischenzeitliche Kapitalmarktaktivitäten), eine Hausse-Bewegung. Seit dem Jahr 2003 und Kursen um 4 Euro ist es parallel zur damaligen Hausse in vielen Rohstoffen zu einem langfristigen Hausse-Trend gekommen. Hierbei ist die Aktie in einer Aufwärtsbeschleunigung im Juni 2008 bis auf Kurse um 92,20 Euro gelaufen.
Begleitet durch die damals einsetzende Gesamtmarktbaisse ist die Aktie in der zweiten Jahreshälfte 2008 aus dieser Hausse-Bewegung herausgelaufen, so dass seitdem die zweite technische Phase - eine übergeordnete Baisse-Bewegung - vorliegt. Diese mittlerweile seit fast acht Jahren bestehende Baisse-Bewegung besteht aus einem klassischen Wechselspiel von Verkaufssignalen, mittelfristigen Abwärtstrends und mittelfristigen Zwischenerholungen. Nach dem sehr ausgeprägten Kursrutsch im August 2013 bis auf Kurse um 15 Euro kam es bei K+S zu einer mittelfristigen Zwischenerholung. Das Übernahmeangebot von einem Mitbewerber im Sommer 2015 führte den Aktienkurs bis an die alte Widerstandszone um 40 Euro.
Begleitet von der Rücknahme des Übernahmeangebots und den Kurseinbrüchen bei vielen Rohstoffen, hat K+S jetzt wieder einen von mehreren Verkaufssignalen begleiteten Abwärtstrend (Abwärtstrendlinie bei 22,60 Euro) etabliert. Darüber hinaus hat die Aktie eine mittelfristige relative Schwäche zum Dax. Hinzu kommt, dass K+S nach Streubesitz die mit Abstand kleinste Aktie im Dax ist und damit auch mit Blick auf das Jahr 2016 immer in der Diskussion stehen sollte, die Dax-Mitgliedschaft zu verlieren. Aufgrund dieser Gesamtlage bleibt die Aktie - und dies gilt besonders in eine Kurserholung hinein - ein technischer Verkauf.
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