Die Taiwanesen melden allesamt steigende Umsätze und hohe Nachfrage.
Der größte nichtchinesische Waferherhersteller Green Energy Technology (Fertigungskapazität Wafer: > 2 GW) konnte zwar seine September-Umsätze nur um 3% auf 43 Mio. $ erhöhen gg. August, aber er meldet eine hohe Nachfrage aus China für ihre Hochleistungswafer für das dortige Aufdachanlagengeschäft.
www.pv-tech.org/news/...ng_strong_demand_for_wafers_from_china
Die drei großen taiwanesischen Zellhersteller vermelden ebenfalls höhere Septemberumsätze: NeoSolar + 5% gg. August, Motech + 40% und Gintech + 21%.
Schaut man sich die Septemberumsätze mal genauer an und berücksichtigt, dass die Zellpreise seit Mai um rd. 20% deutlich gefallen sind, dann dürften die großen taiwanesischen Zellhersteller in etwa das selbe Fertingungsauslastungsniveau haben wie vor den neuen US-Strafzöllen im Juni und da war die Auslastungsquote bei um die 90%. Apropos Zellpreise: Der größte nichtchinesische Zellhersteller Neosolar (Zellfertigungskapazitäten: 2 GW) geht von einem Rebound der Zellpreise aus.
Hier die Links dazu:
www.digitimes.com/news/a20141007PM200.html
www.pv-tech.org/news/motech_sales_rebound_strongly_in_september
Der taiwanesische Silber- und Alupastenhersteller Giga Solar hat im September sogar einen Rekordmonatsumsatz generiert mit 28,5 Mio. $ (+ 13% gg. August):
www.digitimes.com/news/a20141007PM201.html
Damit dürfte jetzt mit Zahlen untermauert sein, dass die Nachfrage erwartungsgemäß deutlich anzieht.
Wobei ich die globale Nachfrage von um die 50 GW von Solarbuzz für dieses Jahr so nicht sehe. Die 19 GW, die Solarbuzz für Q3 erwartet dürften einigermaßen realistisch sein mit 7 GW aus China, 4 GW aus Japan und 3 GW aus den USA und 2,5 GW aus Europa. Aber dass in Q3 die globale Nachfrage bei 13,5 GW gelegen haben soll (Q1: 8,9 GW/Q2: 8,5 GW nach dem größten Wafer- und Polysiliziumproduzent GCL Poly), denn nur so wären 50 GW überhaupt möglich, halte ich dann schon für ein wenig überzogen. Wie schon öfters von mir erwähnt halte ich es ohnehin nicht für wichtig ob jetzt Ende des Jahres 45 oder 47 oder sogar 50 GW werden (die Zahlen werden eh meist so hingedreht, dass sie der eigenen Prognose relativ nahe kommen), kriegsentscheidend für die Unternehmen und somit auch für den Kursverlauf werden die Modulpreise sein. Bei den Modulpreisen spielt natürlich auch die Nachfrage ein Rolle, aber nicht die Entscheidende. Viel mehr ist wichtig, dass die Fertigungskapazitäten im gleichen Tempo aufgebaut werden wie die Nachfrage steigt und dass die Solarunternehmen sich nicht gegeneinander die Preise kaputtmachen wie es in diesem Jahr in Japan der Fall war/ist.