ftd.de, Do, 26.7.2001, 22:45, aktualisiert: Fr, 27.7.2001, 12:14
JDS Uniphase: Verlust schlägt alle Rekorde
Der Glasfaser-Hersteller JDS Uniphase hat der IT-Branche mit alarmierenden Geschäftszahlen einen weiteren Schock versetzt. 16.000 Mitarbeiter sollen gehen.
Die Verluste des Konzerns sind immens angestiegen: Auf Grund von Sonderabschreibungen erhöhte sich das Minus im Geschäftsjahr 2000/2001 auf 50 Mrd. $. Das ist vermutlich der größte Verlust, den ein nordamerikanisches Unternehmen je verbucht hat und ein 16-faches des Umsatzes. Im Jahr davor hatte das Unternehmen mit 904 Mio. $ in der Kreide gestanden.
Ein Grund für die negative Entwicklung liegt im großen Wertverlust vieler Tochterfirmen. JDS hatte auf dem Höhepunkt des Telekombooms damals recht teure Unternehmen wie SDL und E-Tek übernommen. Allein die Sonderabschreibungen für diese Investments belaufen sich auf mehr als 44 Mrd. $. Ein weiterer Grund ist die insgesamt schwierige Lage für die Branche. Nortel, Lucent und Corning hatten bereits Milliardenverluste gemeldet und Entlassungen angekündigt.
Keine Chance auf Trendwende
Im vierten Bilanz-Quartal verbuchte JDS einen Verlust je Aktie von 0,36 $ nach einem Gewinn von 0,14 $ im Vorjahresmonat. Damit wurden die Erwartungen der befragten Experten, die im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von drei US-Cent gerechnet hatten, mehr als enttäuscht.
Wie JDS am Donnerstagabend in Ottawa mitteilte, sank der Umsatz im Quartal um mehr als ein Drittel auf 601 Mio. $ nach zuvor 920 Mio. $. Im kommenden Quartal könne der Umsatz unter 450 Mio. $ sinken, gab das JDS-Management bekannt. Es sieht keine Chance auf eine Trendwende. Der Konzern kündigte an, insgesamt 16.000 Arbeitsplätze abzubauen. Schon Mitte Juni hatte der IT-Konzern seine Umsatzprognose für das vierte Quartal von 700 Mio. $ auf 600 Mio. $ heruntergeschraubt und 9000 Beschäftige entlassen.
Die Aktie war am Donnerstag mit einem Plus von 7,74 Prozent auf 9,47 $ aus dem Handel gegangen. Im elektronischen Nachthandel rutschte die Aktie auf 7,75 $.
© 2001 Financial Times Deutschland
JDS Uniphase: Verlust schlägt alle Rekorde
Der Glasfaser-Hersteller JDS Uniphase hat der IT-Branche mit alarmierenden Geschäftszahlen einen weiteren Schock versetzt. 16.000 Mitarbeiter sollen gehen.
Die Verluste des Konzerns sind immens angestiegen: Auf Grund von Sonderabschreibungen erhöhte sich das Minus im Geschäftsjahr 2000/2001 auf 50 Mrd. $. Das ist vermutlich der größte Verlust, den ein nordamerikanisches Unternehmen je verbucht hat und ein 16-faches des Umsatzes. Im Jahr davor hatte das Unternehmen mit 904 Mio. $ in der Kreide gestanden.
Ein Grund für die negative Entwicklung liegt im großen Wertverlust vieler Tochterfirmen. JDS hatte auf dem Höhepunkt des Telekombooms damals recht teure Unternehmen wie SDL und E-Tek übernommen. Allein die Sonderabschreibungen für diese Investments belaufen sich auf mehr als 44 Mrd. $. Ein weiterer Grund ist die insgesamt schwierige Lage für die Branche. Nortel, Lucent und Corning hatten bereits Milliardenverluste gemeldet und Entlassungen angekündigt.
Keine Chance auf Trendwende
Im vierten Bilanz-Quartal verbuchte JDS einen Verlust je Aktie von 0,36 $ nach einem Gewinn von 0,14 $ im Vorjahresmonat. Damit wurden die Erwartungen der befragten Experten, die im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von drei US-Cent gerechnet hatten, mehr als enttäuscht.
Wie JDS am Donnerstagabend in Ottawa mitteilte, sank der Umsatz im Quartal um mehr als ein Drittel auf 601 Mio. $ nach zuvor 920 Mio. $. Im kommenden Quartal könne der Umsatz unter 450 Mio. $ sinken, gab das JDS-Management bekannt. Es sieht keine Chance auf eine Trendwende. Der Konzern kündigte an, insgesamt 16.000 Arbeitsplätze abzubauen. Schon Mitte Juni hatte der IT-Konzern seine Umsatzprognose für das vierte Quartal von 700 Mio. $ auf 600 Mio. $ heruntergeschraubt und 9000 Beschäftige entlassen.
Die Aktie war am Donnerstag mit einem Plus von 7,74 Prozent auf 9,47 $ aus dem Handel gegangen. Im elektronischen Nachthandel rutschte die Aktie auf 7,75 $.
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