iwatch abstract: US Börsenbrief


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iwatch abstract: US Börsenbrief

 
21.08.04 11:24

Liebe Boersenfreunde,

URLAUB IM URWALD
Ich geh im Urwald fuer mich hin,
wie schoen, dass ich im Urwald bin.
Man kann da noch so lange wandern,
ein Urbaum steht neben dem andern.
Und an den Baeumen
Blatt fuer Blatt
haengt URLAUB -
schoen, das man ihn hat!

Gut erholt kommt Ihr Autor heute seiner Leidenschaft nach und
bewertet, analysiert und beschreibt, was in diesen Sommerwochen
an den Finanzmaerkten vor sich geht.

Europa waechst zusammen. Unter diesem Ausdruck laesst sich der
Eindruck zusammenfassen, den Ihr Autor nach seinem Aufenthalt in
Kroatien gewonnen hat. Wenngleich sich die deutsche Gruendlich-
keit noch nicht ueberall breit gemacht hat, so sind doch westli-
che Standards inzwischen auch an den entlegenen Orten der kroa-
tischen Inseln angelangt.

Und zum Glueck ist man dort fuer die deutsche Gruendlichkeit
nicht empfaenglich, wuerden sonst doch kulturelle Unterschiede
vermehrt verschwinden, die Kunst des Klagens wuerde sonst auch
dort erlernt werden, wo taeglich die Sonne lacht. Nein, Ihr Au-
tor hofft, dass ein vereintes Europa solche kulturellen Unter-
schiede aufrecht erhalten kann.

Nachdenklich machte jedoch die Rueckreise: Wir hatten erst bei
unserer Einreise in Kroatien festgestellt, dass der Pass der
Freundin Ihres Autors bereits abgelaufen war. Der kroatischen
Grenzkontrolle war dies aufgefallen, sie sah darin jedoch keinen
Hinderungsgrund, uns einreisen zu lassen. Nach der Faehrueber-
fahrt nach Italien jedoch wurde im Hafen unter grossem Tumult
eine Komplettrazzia auf dem Boot angekuendigt. Entnervte Italie-
ner nahmen ihre sieben Sachen und schlenderten ungehindert an
den Polizisten vorbei vom Boot.


Kontrolliert wurde schliesslich nur eine kleine Anzahl, die aus
Respekt vor der Uniform brav ihren Ausweis vorzeigte. Die Poli-
zisten warfen einen eher widerwilligen Blick in die Papiere und
sorgten sich schon bald mehr um ein Plaetzchen im Schatten als
um auch nur einigermassen zuverlaessige Kontrollen. Wer nicht
aus eigenem Antrieb den Ausweis vorzeigte wurde auch nicht kon-
trolliert. Nun hat Ihr Autor endlich das Schengen-Abkommen in
der Praxis gesehen.

Da urlaubsbedingt die Ausgabe vom vergangenen Wochenende aus-
fiel, werden heute die beiden letzten Wochen besprochen. Es geht
rund an der Boerse, doch unterm Strich ist nicht viel Ueberra-
schendes passiert. Das Tagesgeschehen laesst sich wohl eher mit
dem Begriff "operative Hektik" der Marktteilnehmer beschreiben,
die in diesen Tagen keinen Sommerurlaub haben.

In Einzelwerten jedoch gab es wichtige Neuigkeiten. Versaeumen
Sie daher nicht, im Kapitel 05 - Tradingideen nach Veraenderun-
gen bei einzelnen Werten zu schauen. Fusionen, Bilanzkorrekturen
und Quartalsergebnisse haben bei Nortel, Durban Roordepoort
Deep, Wheaton River sowie Goldfields und anderen Werten kraef-
tige Kursauschlaege erzeugt. Nicht zu vergessen der lang erwar-
tete und kraeftig schief gelaufene Boersengang von Google, den
ich gleich im folgenden Kapitel untersuche. Dessen Auswirkung
auf die Yahoo! Aktien werden ebenfalls untersucht.

Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht

Stephan Heibel


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02. RUECKBLICK: NEUES JAHRESTIEF, RALLYE, GOOGLE IPO
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Index Aenderung z. Aenderung z. 19.08. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 05.08.
Internet 19% -16% 136,79 0,68%
S&P 500 11% -6% 1.091,23 0,97%
Nasdaq 5% -16% 1.819,89 -0,10%
Nasdaq-QQQ 6% -14% 33,67 0,21%
Dow Jones 9% -7% 10.040,82 0,78%
Gold 13% -5% 406,50 4,00%
Oel 59% 0% 47,85 7,62%
30-Jahr Anl 9% -10% 5,02 -0,13
Volatilitaet 27% -27% 16,96 -1,36
Euro-Dollar 14% -4% 1,24 0,03

Vorsicht: Die heutige Uebersicht betrachtet die vergangenen zwei
Wochen. Die vermeintlich geringen Veraenderungen resultieren je-
doch aus heftigen Aktienkursverlusten in der Woche vom 9.8. bis
zum 13.8. und einer starken Gegenbewegung in der heute abgelau-
fenen Woche.

Dadurch wird die Uebersicht jedoch wesentlich aussagekraeftiger:
Die heftigen Kursschwankungen am Aktienmarkt sind wohl eher die
Folge der geopolitischen Verunsicherung. Venezuela, Russland so-
wie Irak sorgen mit schlechten Meldungen fuer weiter ansteigende
Energiepreise. Die USA, die ohne ein ueberzeugendes Konzept im
Irak operieren, sehen den Wert Ihrer Waehrung weiter absinken.
Die 2,5 % Verlust des US-Dollars gegenueber dem Euro tragen so-
mit zu dem Goldpreisanstieg von 4 % und dem Oelpreisanstieg auf
$47,85 bei.

Bei einem solchen Oelpreis ist es kein Wunder, dass der Aktien-
markt auf Tauchstation geht. Gluecklicherweise haben wir uns
rechtzeitig gegen diese Entwicklung abgesichert, indem wir die
eine oder andere Energieaktie in unsere Tradingideen aufnahmen.

...und in solch unsicheren Zeiten ist die Fed nun dabei, den
Leitzins langsam, aber stetig anzuheben. Vor zehn Tagen wurde
der US-Leitzins von 1,25 % um 0,25 Punkte auf 1,5 % angehoben.
Keine Ueberraschung, offensichtlich war dieser Schritt bereits
vom Markt vorweggenommen worden. Denn die Renditen der langlaeu-
figen Anleihen fielen leicht ab. Eine ueberraschende Zinsanhe-
bung haette vielmehr Verkaeufe von langlaeufigen Papieren zur
Folge gehabt, wodurch die Renditen dann haetten steigen muessen.

Ist nun die Korrektur an der Aktienboerse beendet? Um dieser
Frage nachzugehen, betrachten wir zunaechst einmal, was im Ein-
zelnen passiert war.

Vor zwei Wochen wurden Arbeitsmarktdaten veroeffentlicht, die
schlechter waren als erwartet. Es wurden in den USA nicht annae-
hernd so viele neue Jobs geschaffen, wie man sich gewuenscht
hatte. Schlimmer noch, die Zahlen der beiden Vormonate wurden
nach unten korrigiert. Der verhaltene Optimismus am Arbeits-
markt, der die Aktienboerse vor einem schlimmeren Absturz be-
wahrt hatte, beruhte auf falschen Zahlen.

Von diesem Fruehjahr an bis in den Sommer hinein haette die US-
Wirtschaft mit Rekordergebnissen aufwarten muessen, denn Hunder-
te von Milliarden US-Dollar waren von der Bush-Regierung und von
Alan Greenspan in den Markt gelenkt worden. Dieses Geld haette
fuer einen kraeftigeren Aufschwung sorgen muessen, als wir es
nun sehen.

Nach einigen Wochen leichter Abwaertsbewegung stuerzten die
Kurse am Freitag vor zwei Wochen ab. Nachdem der Nasdaq bereits
am Donnerstag zuvor 2,5 % verloren hatte, folgte ein weiterer T
Tag mit einem Minus von 2,5 %.

Doch damit nicht genug, am Montag folgten weitere Hiobsbotschaf-
ten. Diesmal aus dem Irak und aus Russland: Yukos Oil gab einen
duesteren Ausblick fuer die eigene Oelproduktion. Im Irak wurde
aufgrund von politischen Unruhen der Oelexport gestoppt. Der
Preis fuer das Fass Crude Oel stieg in Richtung $45.

Am Donnerstag und Freitag erreichten die Aktienmaerkte ihr vor-
laeufiges Maximum an Panik und Schrecken. Cisco hatte schwache
Umsatzzahlen vermeldet und Hewlett Packard warnte von einem Ge-
winneinbruch aufgrund schwacher Umsaetze in den ertragsstarken
Bereichen der Server und Speicher. Der Nasdaq schrieb am Freitag
ein neues Jahrestief bei 1.750 Punkten, der Dow Jones sackte auf
9.825 Punkte ab und setzte damit ebenfalls einen neuen Jahres-
tiefpunkt.

Mit dem Oelpreis ueber $45, befuerchteten Unruhen im Land des
weltweit fuenftgroessten Oelexporteurs Venezuela aufgrund von
Wahlen sowie heftigen Kaempfen im Irak, konnte es am vergangenen
Wochenende kaum mehr schlimmer werden. Die Unruhen in Venezuela
blieben aus und aus dem Irak wurde Verhandlungsbereitschaft sig-
nalisiert. Zum Wochenbeginn begann eine Rallye am Aktienmarkt,
die kaum durch irgendwelche Meldungen initiiert wurde, sondern
vielmehr eine Reaktion darauf war, dass es nicht mehr schlimmer
kommen konnte.

Die Quote der Optimisten rutschte auf ein Niveau ab, das wir zu-
letzt im Herbst 2003 gesehen haben, also kurz vor der Jahresend-
rallye 2003. In den vergangenen Tagen wurden viele Meldungen un-
reflektiert schoen geredet: Einzelhandelsumsaetze seien im Jah-
resvergleich staerker angewachsen als erwartet. In die Erwartun-
gen haben Analysten jedoch nicht eingerechnet, dass nunmehr vor
ziemlich genau einem Jahr der halbe Nordosten einen gigantischen
Stromausfall erlebte, da das Energieversorgungsnetzwerk aufgrund
eines kleinen Fehlers zusammenbrach. Die Einzelhandelsumsaetze
von vor einem Jahr wurden durch dieses Ereignis stark vermin-
dert, kein Wunder also, dass in diesem Jahr wieder ein ordentli-
cher Zuwachs zu verzeichnen war. Die "Ueberraschung" der Analys-
ten zeigt wieder einmal mehr, dass es nur noch wenige Analysten
gibt, die ihre Hausaufgaben ordentlich machen.

In den letzten Tagen wird auch kaum mehr von dem hohen Oelpreis
gesprochen. Es scheint nur noch eine Frage von Tagen, wann die
$50 gebrochen werden. Ein Oelpreis von $50 ist so unverschaemt
hoch, dass Analysten offensichtlich der Bezug zur Wirtschaft
fehlt. Kritische Stimmen scheinen kaum zu unterscheiden, ob der
"hohe" Oelpreis bei $35 oder bei $50 liegt. Teuer ist teuer. Ein
Rueckgang von $48 auf $47,5 wird schon als Erholung gefeiert.

Und noch ein wichtiges Ereignis, in dessen Erwartung viele Anle-
ger Zurueckhaltung uebten, ging diese Woche endlich ueber die
Buehne: Der Stapellauf von Google.

Am gestrigen Donnerstag wurden endlich Google-Aktien erstmalig
an der Boerse gehandelt. Unter dem Kuerzel GOOG wurde gestern um
12 Uhr der Handel eroeffnet. Die Google-Gruender wollten den IPO
erstmalig so gestalten, dass auch der Kleinanleger davon profi-
tieren kann. Die New Yorker Finanzindustrie hatte daran natuer-
lich kein Interesse und gepaart mit einer Vielzahl an peinlichen
Fehlern, die die beiden Google-Gruender in den vergangenen Wo-
chen und Monaten begingen, wurde dieser IPO ein Fiasko.

Fiasko, denn Google gingen knapp zwei Milliarden US-Dollar durch
die Lappen. Statt der erwarteten $3,6 Mrd., die eingenommen wor-
den waeren, wenn man die obere Spanne des geschaetzten Emis-
sionskurses erreicht haette, nahm Google nur $1,6 Mrd. ein.

Als Google Ende letzten Jahres seine Absichten bekannt gab, an
die Boerse zu gehen, rieben sich die grossen Investmenthaeuser
bereits die Haende. Ein solcher Boersengang wird ueblicherweise
mit 7 % Kommission verguetet. Bei den $3,6 Mrd. erwarteten Ein-
nahmen entspraeche dies $252 Mio. an Einnahmen. Das eine oder
andere Finanzinstitut haette sich damit eine goldene Nase ver-
dienen koennen.

Statt des ueblichen Boersengangs waehlte Google jedoch den Weg
einer Auktion: Jeder Interessent gibt die Anzahl der gewuensch-
ten Aktien an und den Preis, den er dafuer maximal zu zahlen
bereit ist. Google errechnet dann, zu welchem Preis saemtliche
Aktien verkauft werden koennen und verteilt die Aktien an alle
die mindestens diesen Preis geboten haben.

Dieser Preisbildungsprozess ist wesentlich fairer als der
Preisbildungsprozess, der sonst stets angewandt wurde. Dort wur-
de naemlich zunaechst eine Preisspanne bekannt gegeben. An-
schliessend wurde diese Preisspanne mehr oder weniger von der
Marketingabteilung der Emissionsbrokers kontinuierlich nach oben
korrigiert. Mit grossem Marktgeschrei erfolgten dann die ersten
Kursnotierungen und euphorisch durch die vielen optimistischen
Korrekturen wurden diese Aktien in den ersten Handelsstunden
nach oben gejubelt. Mit einer fairen Preisbildung hatte dieser
Prozess nicht viel gemeinsam.

Seit gestern jedoch wissen wir, dass auch das Auktionsverfahren
nicht viel besser ist. Google hatte im Vorfeld bekannt gegeben,
dass es einen Emissionspreis zwischen $108 und $136 erwarte.
Finanzhaeuser, die am IPO beteiligt waren, verdienten lediglich
2 % und waren somit ziemlich demotiviert. Google hatte es also
tatsaechlich geschafft, der Finanzindustrie eins auszuwischen.

Doch so leicht laesst sich die Wall Street nicht ins Abseits
draengen. Es folgte ein regelrechter Boykott des Google IPOs:
Mangels Anreiz empfahlen Broker ihren Kunden nicht, die Google
Aktien zu zeichnen. Es kamen also kaum ausreichend Interessenten
zusammen, um die verfuegbaren Google-Aktien aufzunehmen. Nach
einer verlaengerten Zeichnungsfrist musste Google mit dem Preis
auf $85 heruntergehen, um alle Aktien loszuwerden.

Statt also bereits im Vorfeld die Google-Aktien schoen zu reden,
haben die Emissionshaeuser ihren Kunden geraten, mit dem Kauf
der Google-Aktien bis zur Boerseneinfuehrung zu warten. Der da-
durch niedrigere Emissionspreis faellt zu Lasten von Google aus.

Es stellt sich nun die Frage: Ist Google denn tatsaechlich $136
je Aktie wert, so wie es die Gruender selbst in Aussicht ge-
stellt haben? Oder waere Google nur dann $136 je Aktie wert
gewesen, wenn es die erwarteten $3,6 Mrd. durch den IPO einge-
nommen haette? Ist Google nun, mit nur $1,6 Mrd. Cash auf der
hohen Kante, vielleicht weit weniger wert, als in den optimis-
tischen Google-Rechnungen angenommen?

Um dies zu beurteilen, werfen wir einen Blick auf die Yahoo!-
Aktien. Bei Yahoo werden $2,6 Mrd. Umsatz mit einer Marktkapita-
lisierung von $38 Mrd. belohnt. Das KUV betraegt also 14. Bei
Google werden $1,9 Mrd. Umsatz mit $27 Mrd. Marktkapitalisierung
bewertet. Ein KUV von ebenfalls 14.

Die Gewinnmarge ist bei Yahoo! mit 13,6 % deutlich hoeher als
bei Google mit 10 %. Beide Unternehmen haben kaum Schulden. In
Sachen Barreserven hat Google nun die Nase etwas vorn.

Beide Unternehmen erzielen ihre Haupteinnahmen durch Werbung.
Google hat in diesem Bereich die besseren Karten, das Google-
System ist leichter verstaendlich und bereits weiter verbreitet.

Yahoo! jedoch hat durch seinen e-Mail-Dienst eine wesentlich
groessere Kundenbindung erzielt. Aus dieser Perspektive sieht
das Yahoo!-Geschaeftsmodell stabiler aus.

Unterm Strich komme ich zu dem Schluss, dass es nicht die Frage
sein kann, welche der beiden Aktien man kaufen sollte, sondern
vielmehr muessen Sie Ihre Meinung dazu bilden, ob die beiden Ri-
valen sich ihren Markt gegenseitig kannibalisieren oder ob der
durch den IPO transparent gewordene Wettbewerb nunmehr zu einer
Belebung des Geschaefts und damit der Umsaetze beider Unterneh-
men fuehren wird.

Meiner Auffassung nach sollte es auf Sicht von einigen Wochen
eine Belebung geben. Denn im Vorfeld dieses IPOs gab es so viel
Negativpresse, dass nunmehr eine positive Entwicklung einfach
faellig ist.

Langfristig jedoch wuerde ich mich nicht auf diese Aktien ver-
lassen. Bislang teilen sich Yahoo! und Google 95 % aller Suchan-
fragen. Denn deren Technologie wird auch von anderen populaeren
Webseiten genutzt. Microsoft beispielsweise nutzt noch bis 2005
die Suchlogik von Yahoo!. Im naechsten Jahr jedoch will Micro-
soft mit aller Kraft eine eigene Position im Suchmaschinenge-
schaeft erkaempfen. Und Sie alle wissen, was es heisst, wenn
Microsoft ein Geschaeftsfeld bearbeitet. Mit "Wir tun Gutes",
wie es auf der ersten Seite der Google-IPO-Broschuere steht, hat
das nichts zu tun.

Yahoo! und Google sind daher aus meiner Sicht nur eine kurze
Spekulation wert. Dann werden die Karten neu gemischt.

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03. AUSBLICK: KEIN NEUER TREND IN DEN SOMMERMONATEN
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04. LESERFRAGEN
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FRAGE 1: ARIBA
Moin, sehr geehrter Herr Heibel,

es wundert mich schon lange, aber nach dem nicht endenden Ab-
stieg der Ariba-Aktie sah ich in ihrem Archiv nach und las im
Brief von 4.04, dass die Zahlen gesund, aber nicht berauschend
sind. Ist das immer noch der Grund dafuer, dass die Aktie faellt
und faellt? Ich finde auch keine Infos ueber Ariba. Koennten
Sie zu der Aktie (2430887) noch etwas sagen? Liegt es an der
kuerzlich stattgefundene Fusion?

Mit Gruessen, Timo aus Bremen

ANTWORT 1:
Die Bilanz sieht auch heute noch gesund, aber nicht berauschend
aus. Ich hatte schon damals gesagt, dass Umsatz- und Gewinn-
wachstum fehlen. Inzwischen wurde ein umgekehrter Aktiensplitt
im Verhaeltnis von 1:6 durchgefuehrt: Fuer 6 alte Aktien erhielt
man eine neue. Der Kurs wurde damit rechnerisch versechsfacht,
ohne an Wert zu gewinnen.

Diese Anfang Juli durchgefuehrte Aktion zeigt mir, dass das Un-
ternehmen selbst nicht an eine schnelle Erholung glaubt und
durch den umgekehrten Aktiensplitt statt durch bessere Ge-
schaeftszahlen dem Strudel der Pennystocks entkommen moechte.


FRAGE 2: TENNECO
Hallo Herr Heibel,

ich wuensche einen schoenen Urlaub gehabt zu haben! Eine kurze
Frage: Wird Tenneco als Zulieferer von Russpartikelfiltern bei
Dieselfahrzeugen einen Kursaufschwung erleben? Man spricht ja
von "Milliardenkosten" der Autoindustrie und Tenneco soll ja
schon einen Vertrag mit Audi, Mercedes und Citroen haben.

Vielen Dank! Torsten aus Osterholz-Scharmbeck

ANTWORT 2:
Das Unternehmen sieht ja recht vielversprechend aus, bis man
sich den Schuldenberg anschaut. Das KGV 05e betraegt nur 10, der
Umsatz waechst mit 9 % p.a. Das KUV liegt bei sensationell
guenstigen 0,14. Zur Erinnerung: Wenn der Unternehmenswert in
etwa dem Jahresumsatz entspricht, das KUV also bei 1 liegt, dann
gilt die Bewertung als fair.

Warum diese niedrige Bewertung? Weil das Unternehmen mit $1,9
Mrd. Schulden eine Schuldenquote von knapp 20 hat. Mit einer
Gewinnmarge von 0,9 % kann das Unternehmen diesen Schuldenberg
nicht abtragen, da muss zu dem Umsatzwachstum auch noch ein
kraeftiges Gewinnwachstum hinzukommen.

Ein Schnaeppchen ist dies also nicht, vielmehr koennten solche
neuen Vertraege, wie Sie sie oben in Aussicht stellen, der
Strohhalm sein, nach dem das Management greift.


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05. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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BILANZ:

Die drei schlechtesten abgeschlossenen Tradinideen waren:

Amazon (AMZN) -12,26 % in 19 Wochen
General Motors (GM) -10,70 % in 4 Wochen
JetBlue (JBLU) -8,93 % in 4 Wochen

Die drei besten abgeschlossenen Tradingideen waren:

Midway Games (MWY) + 80 % in 15 Wochen
Netflix (NFLX) + 60,8 % in 18 Wochen
E*Trade (ET) + 60 % in 40 Wochen

Von derzeit noch 19 offenen Positionen befinden sich nur
noch 5 im Minus. Die besten Buchgewinne verzeichnen die
folgenden Positionen:

Nortel (NT) + 70 %
Wheaton River (WHT) + 56 %
iShare Japan (EWJ) + 33 %


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06. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
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Eine etwas ruhigere Woche erwartet uns naechste Woche bei den
volkswirtschaftlichen Veroeffentlichungen der US-Wirtschaft.
Anfang der Woche werden die Hausverkaeufe unter die Lupe genom-
men. Der weiterhin historisch niedrige Mietzins und das hoehere
verfuegbare Einkommen werden Erwartungen zufolge die Hausver-
kaeufe weiterhin unterstuetzen.

Das geringere Vertrauen und die steigende Skepsis der Konsumen-
ten wird auf die gestiegenen Oelpreise und die globalen Spannun-
gen zurueckgefuehrt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ist
mit 2,8 % gegenueber dem Vorquartal ein wenig zurueckgegangen.
Verantwortlich hierfuer seien zurueckhaltende Konsumenten in dem
Quartal. Dagegen seien Unternehmensinvestitionen jedoch wieder
stark angestiegen.

BERICHT ERWARTUNG TERMIN
Verkaeufe bestehender Haeuser (Jul) 6,8M 24/08/04
Bestellungen langlebiger Wirtschaftsg 1,0% 25/08/04
Verkaeufe neuer Haeuser (Jul) 1292K 25/08/04
Neuantraege auf Arbeitslosenhilfe 335K 26/08/04
Bruttoinlandsprodukt (vorl. Q2) 2,8% 27/08/04


**************************************************
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
**************************************************


Index Aenderung z. Aenderung z. 19.08. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 05.08.
Internet 19% -16% 136,79 0,68%
S&P 500 11% -6% 1.091,23 0,97%
Nasdaq 5% -16% 1.819,89 -0,10%
Nasdaq-QQQ 6% -14% 33,67 0,21%
Dow Jones 9% -7% 10.040,82 0,78%
Gold 13% -5% 406,50 4,00%
Oel 59% 0% 47,85 7,62%
30-Jahr Anl 9% -10% 5,02 -0,13
Volatilitaet 27% -27% 16,96 -1,36
Euro-Dollar 14% -4% 1,24 0,03




 

Gruß: PARO

**** www.scalpgroup.de ****

Antworten
Happy End:

thanks o. T.

 
21.08.04 15:32
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