Hallo,
ich habe selbst mehrere Tausend Aktien zu deutlich höheren Kursen gekauft und bin enttäuscht über die Situation.
Ich werde aber NIE einem Kompromiss zustimmen, dass Anleihegläubiger sich bei IVG die Eigentumsrechte zu Ausverkaufspreisen unter den Nagel reissen.
Eine Reduzierung der Schulden um 1,7 Mrd Euro (s.u.) ist eine absurde Behauptung des aktuellen Managements, der Betrag ist mE völlig aus der Luft gegriffen, wenn man ihn falsch interpretiert.
Er kann mE nur dann richtig sein, wenn man da auch Abverkäufe mit einbezieht, dh dann diese Verkaufserlöse in die Schuldentilgung mit einrechnet. So wird es auch gemeint sein.
Das aktuelle EK beträgt 1,3 Mrd ./. Verlust 1.Q 2013 (80 Mio) , dh. ca. 1,2 Mrd Euro.
Wenn man da dann jetzt noch ca. 750 Mio. EURO (!) an zukünftigen Wertberichtigungen abzieht (was ich als absoluten Wahnsinn angesichts von Wirtschaftsprüfern testierten Bilanzen betrachte), beträgt das EK immer noch ca. 500 Mio EURO, dh. einem Vielfachen der aktuellen Marktcap. von 80 Mio Euro , genauer gesagt dem 6,5 Fachen, so dass sich daraus ein fairer Wert von 0,40 x 6,5 = 2,6 Euro ergibt !
Das ist der Wert, auf dessen Basis man mE verhandeln kann, ansonsten stimme ich auf der HV sicher gegen jede Sanierung und lasse den Laden insolvent gehen. Da bleibt dann uU mehr übrig als bei einer faktischen Enteignung bei einem debt equity swap ! Zudem wäre interessant eine Sammelklage gegen die Wírtschaftsprüfungsgesellschaft anzustreben, da das wohl nicht sein kann !!!!
Die Rechnung wäre dann die Folgende:
Wert = EK den Unternehmens (da fehlt dann immer noch die dadurch verbesserte Ertragspotential des dann sanierten Unternehmens, wofür noch ein Zuschlag gerechnet werde müsste !): 500 Mio Euro
Sanierungsbeitrag Gläubiger: 1,5 Mrd Euro -> EK 2 Mrd
Die Firma wäre dann aber 2 Mrd wert !!!!
Altaktionäre würden dadurch eine 75 % Verwässerung erfahren, dh sie wären zu 25 % an einem Unternehmen beteiligt, was einen Wert von 2 Mrd hat und sehr gute Zukunftschancen hat.
Ich frage mich da, wieso der Kurs da so schlecht geredet wird !
brokersteve
MELDUNG:
Die IVG Immobilien AG hat die am 27. März 2013 angekündigte Entwicklung einer ganzheitlichen Finanzierungsstrategie weiter vorangetrieben. Ergebnis der bisherigen Prüfung ist, dass IVG ihre bestehenden Verbindlichkeiten um bis zu 1,35 Mrd. Euro sowie um weitere 400 Mio. Euro (Hybridanleihe) reduzieren muss, um ihren Verschuldungs- und Zinsdeckungsgrad auf ein marktübliches Niveau zu bringen und somit wieder nachhaltig kapitalmarktfähig zu werden.
Im Zuge der laufenden Entwicklung einer langfristigen Finanzierungsstrategie werden derzeit auch sämtliche Geschäftsbereiche und ihre Wertansätze einer strategischen Überprüfung unterzogen. In diesem Zusammenhang sind weitere Wertanpassungen bestimmter Bilanzpositionen in noch nicht bestimmter Höhe wahrscheinlich.
Der aktuelle Refinanzierungsplan sieht für die einzelnen Kreditgeber insbesondere eine Sachkapitalerhöhung gegen Einlage von Bankkrediten (SynLoan I) sowie Wandel- und Hybridanleihen (Debt-Equity-Swap) entsprechend dem Rang der jeweiligen Kreditgeber in der Kapitalstruktur vor. In Vorbereitung hierauf sind eine Restrukturierung der Wandelanleihe nach Maßgabe des englischen Rechtsprozesses, der eine Zustimmungsquote von 75 Prozent erfordert, sowie eine Restrukturierung der Hybridanleihe unter Anwendung des Schuldverschreibungsgesetzes von 2009 geplant.