Gewinn: IT-Branche erhofft sich in Deutschland ein Jahresplus von 11 Prozent
Nur die Hälfte der IT-Unternehmen kann für das erste Quartal 2001 eine positive Geschäftsbilanz ziehen. Für das zweite Quartal geben sogar nahezu 60 Prozent eine schlechtere Geschäftsentwicklung der Branche an. Ungebrochen sind dennoch die Erwartungen an das zweite Halbjahr für die gesamte Branche. Hier überwiegt wieder die Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Dies geht aus einer aktuellen TNS EMNID Studie hervor, die das Institut für den Vogel Burda Verlag erstellt hat. Befragt wurden Entscheider in über 6500 Unternehmen der Branche.
Selbst die Gewinnerwartungen der Branche für das laufende Geschäftsjahr werden optimistisch eingeschätzt. Im Durchschnitt wird ein Plus von 11 Prozent prognostiziert. Hoffnung auf einen grundsätzlich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr höheren Gewinn machen sich vor allem die Internet-Provider, Content-Anbieter und Telefongesellschaften, überraschend aber auch die Hardware-Hersteller. Hier scheint man fest an kurzfristigere Effizienzsteigerungen durch getätigte Investitionen und wohl auch durch das traditionell gute Jahresendgeschäft zu glauben. Rückläufige Gewinne trotz erhöhter Investitionen erwarten dagegen die Kauf-und Warenhäuser und die Elektrofachhändler.
Der Boom, so die verfasser der Studie, der der Informations und Kommunikationstechnik Branche in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten beschert hatte, ist ejdoch ersteinmal vorüber. Zum einen fehlen exogene Nachfrageschübe wie durch die Umstellungsarbeiten für den Jahreswechsel 2000 und die EURO-Einführung, zum anderen gehen von der schwächelnden Konjunktur der deutschen Wirtschaft und der Sparpolitik der Öffentlichen Hände keine spürbaren Investitionsimpulse aus.
Prognosen werden vorsichtiger
Schon Anfang des Jahres 2001 hatten die Verbände und Marktforscher für den gesamten IT-Markt ein Wachstum für das laufende Jahr von nur 8,5 bis 8,7 Prozent vorhergesagt (Wachstum 1999/1998: ca. 11 Prozent). Dabei wurden für die IT-Hardware Zuwachsraten von maximal 5 Prozent, für die Software von gut 12 Prozent und für die IT-Services von knapp 11 Prozent prognostiziert. Die Telekommunikationsmärkte sollten sich ? diesen Vorhersagen zufolge - im Jahr 2001 auch sehr unterschiedlich entwickeln. Die höchsten Zuwächse erwartete man ? aus der Sicht des Jahresbeginns - für die Netz-Infrastruktur.
Investitionen mit über 15 Prozent, gefolgt von den Kommunikationsdiensten mit rund 10 Prozent und dem Endgerätemarkt mit nur einem Prozent Wachstum. Soweit Angaben über die tatsächliche bisherige Marktentwicklung vorliegen, ist der Umsatz im ersten Quartal 2001 bei mehr als der Hälfte der IT-Unternehmen gestiegen, bei rund einem Drittel stagnierte er und bei rund 15 Prozent war er gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum rückläufig.
Die großen internationalen Marktforschungsgesellschaften haben vor allem unter dem Eindruck der schlechten US-Konjunktur - ihre Prognosen für die IT-Marktentwicklung 2001 bereits zurückgenommen. Eine weitere Verschlechterung der Konjunktur auch in Europa werde besonders die Hardwarebranche treffen, während in den Bereichen Software und Services auch im Jahr 2001 ein starkes Wachstum zu erwarten sei. Vom weiteren Konjunkturverlauf im zweiten Halbjahr 2001 wird es abhängen, inwieweit die Prognosen der Marktforscher und Verbände eintreffen oder verfehlt werden. (as)
[Fri, 07.09.2001] - © 2001 de.internet.com
Nur die Hälfte der IT-Unternehmen kann für das erste Quartal 2001 eine positive Geschäftsbilanz ziehen. Für das zweite Quartal geben sogar nahezu 60 Prozent eine schlechtere Geschäftsentwicklung der Branche an. Ungebrochen sind dennoch die Erwartungen an das zweite Halbjahr für die gesamte Branche. Hier überwiegt wieder die Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Dies geht aus einer aktuellen TNS EMNID Studie hervor, die das Institut für den Vogel Burda Verlag erstellt hat. Befragt wurden Entscheider in über 6500 Unternehmen der Branche.
Selbst die Gewinnerwartungen der Branche für das laufende Geschäftsjahr werden optimistisch eingeschätzt. Im Durchschnitt wird ein Plus von 11 Prozent prognostiziert. Hoffnung auf einen grundsätzlich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr höheren Gewinn machen sich vor allem die Internet-Provider, Content-Anbieter und Telefongesellschaften, überraschend aber auch die Hardware-Hersteller. Hier scheint man fest an kurzfristigere Effizienzsteigerungen durch getätigte Investitionen und wohl auch durch das traditionell gute Jahresendgeschäft zu glauben. Rückläufige Gewinne trotz erhöhter Investitionen erwarten dagegen die Kauf-und Warenhäuser und die Elektrofachhändler.
Der Boom, so die verfasser der Studie, der der Informations und Kommunikationstechnik Branche in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten beschert hatte, ist ejdoch ersteinmal vorüber. Zum einen fehlen exogene Nachfrageschübe wie durch die Umstellungsarbeiten für den Jahreswechsel 2000 und die EURO-Einführung, zum anderen gehen von der schwächelnden Konjunktur der deutschen Wirtschaft und der Sparpolitik der Öffentlichen Hände keine spürbaren Investitionsimpulse aus.
Prognosen werden vorsichtiger
Schon Anfang des Jahres 2001 hatten die Verbände und Marktforscher für den gesamten IT-Markt ein Wachstum für das laufende Jahr von nur 8,5 bis 8,7 Prozent vorhergesagt (Wachstum 1999/1998: ca. 11 Prozent). Dabei wurden für die IT-Hardware Zuwachsraten von maximal 5 Prozent, für die Software von gut 12 Prozent und für die IT-Services von knapp 11 Prozent prognostiziert. Die Telekommunikationsmärkte sollten sich ? diesen Vorhersagen zufolge - im Jahr 2001 auch sehr unterschiedlich entwickeln. Die höchsten Zuwächse erwartete man ? aus der Sicht des Jahresbeginns - für die Netz-Infrastruktur.
Investitionen mit über 15 Prozent, gefolgt von den Kommunikationsdiensten mit rund 10 Prozent und dem Endgerätemarkt mit nur einem Prozent Wachstum. Soweit Angaben über die tatsächliche bisherige Marktentwicklung vorliegen, ist der Umsatz im ersten Quartal 2001 bei mehr als der Hälfte der IT-Unternehmen gestiegen, bei rund einem Drittel stagnierte er und bei rund 15 Prozent war er gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum rückläufig.
Die großen internationalen Marktforschungsgesellschaften haben vor allem unter dem Eindruck der schlechten US-Konjunktur - ihre Prognosen für die IT-Marktentwicklung 2001 bereits zurückgenommen. Eine weitere Verschlechterung der Konjunktur auch in Europa werde besonders die Hardwarebranche treffen, während in den Bereichen Software und Services auch im Jahr 2001 ein starkes Wachstum zu erwarten sei. Vom weiteren Konjunkturverlauf im zweiten Halbjahr 2001 wird es abhängen, inwieweit die Prognosen der Marktforscher und Verbände eintreffen oder verfehlt werden. (as)
[Fri, 07.09.2001] - © 2001 de.internet.com