Irak-Krieg würde Risiko neuer Rezession erhöhen


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BesserEsser:

Irak-Krieg würde Risiko neuer Rezession erhöhen

 
06.08.02 12:47

12:45 06Aug2002 RTRS-Volkswirte- Irak-Krieg würde Risiko neuer Rezession erhöhen

   - von Giovanni Binetti -
   Frankfurt, 06. Aug (Reuters) - Ein Einmarsch der USA im Irak würde nach Einschätzung von Volkswirten das Risiko einer neuen weltweiten Rezession erhöhen. Je länger eine militärische Operation in dem Ölförderland dauere, desto größer seien die Gefahren, die vor allem von steigenden Ölpreisen und einer Eintrübung der Verbraucherstimmung ausgingen. In Europa könne die Finanzierung zudem den EU-Stabilitätspakt verletzen. Ob die Risiken für die Wirtschaft in den USA oder Europa größer seien, beurteilten Analysten unterschiedlich. An den Finanzmärkten sei nicht unbedingt mit sehr großen Auswirkungen zu rechnen. "Der Angriff wird schon so lange diskutiert, dass er sicherlich schon teilweise in die Kurse eingepreist ist", sagte Rentenanalystin Peggy Radecker von der Bankgesellschaft Berlin.
   Sollte ein Krieg schnell vorüber sein, würden die konjunkturellen Auswirkungen wohl eher gering ausfallen, erklärte ihr Kollege Volker Nitsch aus dem gleichen Haus. Nikolaus Siegfried von der Deka-Bank fürchtet jedoch eine langwierige Aktion, weil der Irak eine große Armee habe und seine Nachbarländer einen US-Angriff nicht unterstützten.
   STEIGENDE ÖLPREISE UND HÖHERE INFLATION ZU ERWARTEN
   "Bei einem Angriff auf Irak würde der Ölpreis steigen...gerade bei der hohen Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Öl wäre das fatal", sagte Gerd Haßel von der ING BHF-Bank in Frankfurt. Dadurch würde die Inflation steigen und die Gefahr eines 'Double Dip' - also eines Rückfalls in die Rezession nach einer kurzen Erholungsphase - zunehmen.

Die Ölpreise sind Nitsch zufolge sehr volatil und für Spekulationen anfällig. Im Irak-Krieg vor rund zehn Jahren seien die Preise auf rund 40 Dollar pro Barrel geklettert. Zuletzt kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im September weniger als 25 Dollar. Siegfried sagte voraus: "Beim Öl ist ein kurzfristiges Überschießen im Falle eines Militärschlags gegen Irak möglich. Aber die Preise dürften nicht auf Dauer über 30 Dollar steigen."
   Ein Krieg könnte nach Einschätzung der Experten zudem vor allem die Kauflust der Verbraucher in den USA dämpfen. "Beim Konsum in Europa gibt es nicht mehr viel zu gefährden. Die USA sind da stärker in Gefahr", sagte Siegfried. Nitsch wies aber darauf hin, dass eine überschaubare Operation vielleicht auch gar nicht auf die Stimmmung auswirken könnte.
   Risiken sehen die Volkswirte außerdem durch die Finanzierung einer möglichen US-Operation. "Da wahrscheinlich wieder die Europäer einen Teil der Kosten tragen, könnte der Stabilitätspakt in Gefahr geraten", sagte Nitsch. "Das können wir zurzeit gar nicht gebrauchen." Haßel zufolge würde eine internationale Finanzierung bedeuten, dass das Zinsniveau überall steige.
   GRÖSSERE KONJUNKTURRISIKEN FÜR USA ODER EUROPA?
   Haßel erwartet für die US-Konjunktur eine geringere Belastung durch einen Krieg als für die Europäische. "Erfahrungsgemäß entwickeln sich die USA und der Dollar im Kriegsfall stärker, weil die USA als am wenigsten angreifbar erscheinen." Zudem könne ein Krieg auch als Programm für mehr Beschäftigung und für eine erhöhte Rüstungsproduktion wirken. Radecker wies auf unterschiedliche Wirkungen je nach Sektor hin: "Moralisch hört sich das natürlich schrecklich an, aber einige Sektoren wie Rüstungsgüter würden natürlich von einem Krieg profitieren."
   Viele Volkswirte sehen dagegen die USA stärker unter Druck und erwarten eine weitere Eintrübung der Wachstumserwartungen. Die Gefahr eines "Double Dip" sei in Übersee größer als hier. "Europa wird nur in zweiter Linie unter einem Einmarsch leiden - als Folge einer Abschwächung der Konjunktur in den USA", sagte Siegfried.
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altmeister:

habe komplet gegensätzliche meinung dazu! o.T.

 
06.08.02 12:54
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BesserEsser:

aha

 
06.08.02 12:55
und kannst du das vielleicht ein wenig mehr untermauern??
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altmeister:

du wirst bemerkt haben das es an

 
06.08.02 13:02
der börse immer 2 meinungen gibt.
ich denke das auch diemal wie schon in den kriegen und konflikten zuvor das allte sprichwort gilt kaufen wenn die kanonen donnern.
habe damals bei afganistan krieg ,hat ja an einem wochenende begonnen sofort angefangen mit allem was ich habe reinzugehen und hatte zum 1.mal seit ewig langer zeit auch aktien über nacht habe aber einen bisserl zu früh wieder gegebenbei dax stand 4700.
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wetty:

Ich lese immer wieder

 
06.08.02 13:05

"Gefahr des DoubleDip", "...wenn nicht ... dann kommt der DoubleDip".

IMHO ist das Loetzinn. Wir haben den DoubleDip bereits, das US-BIP des letzten Quartals wurde mit 1,1% angegeben, inflationsbereinigt ist das bereits negativ.
Ausserdem wissen wir ja inzwischen das die US-BIP-Zahlen im nachhinein nach unten korrigiert werden.
Die aktuellen Wirtschaftsdaten lassen doch wohl auch nicht den Schluss zu das es gerade jetzt bergauf geht, oder ?



mfg
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jungchen:

aber ein krieg gegen den irak

 
06.08.02 13:06
hätte größere, nicht ganz abschätzbare weitere politische risiken, weil die amis völlig auf eigene faust handeln.
und wenn man saddam verjagen will, dann reichen ein paar bomben und kampfflugzeuge nicht. da müssen bodentruppen ran. und dann wirds teuer - menschlich und wirtschaftlich!  
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altmeister:

du glaubst doch

 
06.08.02 13:11
nicht ernsthaft das sich deutschland bzw europa von diesem krieg isoliert ,oder?
wenn das wirklich so wär sprich deutschland wird agresiv aufgefordert und weigert sich (das glaube ich nicht) wäre es eine andere geschichte!
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jungchen:

die usa versuchen doch nicht etwa,

 
06.08.02 13:21
deutschland und den rest europas zu ZWINGEN, in dem krieg mitzumachen???
dann geh ich aber auf die straße (und das tu ich normalerweise nicht).

wenn george w. nen krieg anfangen will, weil er den stolz seines daddys wiederherstellen will, dann soll er das tun. aber bitte ohne uns.
die risiken sind zu groß!
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altmeister:

noch schlimmer wäre die vorstellung das

 
06.08.02 13:26
der rest europas bzw der nato mit macht und wir uns weigern! dann solltest du lieber demonstrieren das wir an diesem krieg teilnehmen!
D würde sich dermaßen issolieren das dann die wirtschaft richtig dolle abschmieren würde.
also wir müßen da unbedingt mitmachen!
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wetty:

Entscheidend im Kriegsfall ist, glaube ich, der

 
06.08.02 13:26

Oelpreis.

Da die Golf-Anreiner den Krieg nicht wollen gibt das auf Jahre hinaus Querelen beim Oelpreis-Getue.
Das kostet dann richtig Geld.

Die Invasion selbst ist dagegen relativ guenstig zu haben, weil von kurzweiliger Natur.



mfg
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