I N H A L T
MARKTUMFELD
1. EDITORIAL / Aktienmarktcrash gewinnt weiter an Dynamik
2. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
3. IPO-KALENDER / Termine eventuell anstehender Neuemissionen
4. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indexstaende
IPO-RESEARCH & IPO-NEWS
5. STORA ENSO ab sofort auch im deutschen Freiverkehr gelistet
6. FC BAYERN MUENCHEN plant Boersengang in absehbarer Zeit
7. T-MOBILE-BOERSENGANG erst in adaequatem Aktienmarktumfeld
8. MYOGEN erhaelt in Privat Placement mehr 52 Mio US-Dollar
9. RTL Group verschiebt Aktienemission - Boersenturbulenzen
HINWEISE & RUBRIKEN
10. GRAUMARKTKURSE / derzeit keine laufenden Boersengaenge
11. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
12. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Aktienmarktcrash gewinnt weiter an Dynamik
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Liebe Leserinnen und Leser,
die Abwaertsdynamik der Aktienmaerkte nahm nach dem verhaengnis-
vollen Terroranschlag und insbesondere in den letzten Tagen deut-
lich zu. Schliesslich war die Weltkonjunktur bereits vor dem An-
schlag einer Rezession naeher als einer Erholung. Jetzt laehmt
zusaetzlich noch die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasan-
schlaegen, die Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalku-
lierbaren Konsequenzen und die Angst vor einer nunmehr unvermeid-
lich scheinenden Wirtschaftrezession die Boerse.
Insbesondere die Unsicherheit im Vorfeld der in Baelde zu erwar-
tenden Militaeraktionen der Amerikaner laesst die Kurse an der
Boerse abstuerzen. Hierbei erwarten wir jedoch analog zum Golf-
krieg, obwohl kaum vergleichbar, Erholungstendenzen, da die omni-
potente Ueberlegenheit des US-Militaers schnell ersichtlich wer-
den wird.
Warum die Boerse derzeit so stark nach unten reagiert, liegt an
der fatalen Tatsache, dass eine vergleichbare Konstellation von
baissierender Konjunktur und gleichzeitigem Gefaehrdungspotential
des Weltfriedens in der Boersengeschichte in dieser Form noch nie
vorlag. Desweiteren ist kaum einschaetzbar, wie sich die militae-
rische und politische Konfliktsituation angesichts eines nur
schwer greifbaren Feindes - der asymmetrischen Kriegsfuehrung -
entwickeln wird.
Die fehlende Vergleichsmoeglichkeit mit vergangenen Standardsze-
narien erschwert die Orientierung der Marktteilnehmer derzeit un-
gemein - die zwingende Konsequenz, die sich aus der Unkalkulier-
barkeit der aktuellen Situation ergibt, sind crashartig einbrech-
ende Aktienkurse. Die hohen Einbrueche sind zum Teil auch auf
Portfolio-Zwangsliquidierungen insbesondere von Versicherungen
zurueckzufuehren. Gerade die Versicherer muessen sich durch par-
tielle Veraeusserung ihrer Industriebeteiligungen die notwendige
Liquiditaet beschaffen, um die hohen direkten und indirekten
Schadensansprueche im Zusammenhang mit dem Terroranschlag beglei-
chen zu koennen.
Dennoch besteht Hoffnung. Sobald entweder die Unsicherheit durch
die omnipotente Ueberlegenheit des US-Militaers abgefedert wird,
oder sich der Gewohnheitsfaktor nach dem Vorbild des Kalten Krie-
ges etabliert, werden sich die Maerkte insoweit erholen, wie es
das aktuelle makrooekonomische Umfeld zulaesst.
Herzlichst Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
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UEBERTREIBUNG? - 3. WELTKRIEG?
Die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasanschlaegen, die
Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalkulierbaren Konse-
quenzen und die Angst vor einer nunmehr unvermeidlich scheinenden
Wirtschaftsrezession laehmt die Boerse. Sicherlich sind diese Be-
fuerchtungen nicht ganz von der Hand zu weisen, allerdings - man
denke an den Golfkrieg - wird den Marktteilnehmern demnaechst be-
wusst werden, dass die Amerikaner und ihre Verbuendeten in poli-
tischer und militaerischer Hinsicht omnipotent staerker sind als
ihre Gegner. Eine Aufwaertsreaktion halten wir, die Boersenreak-
tion beim Golfkrieg vor Augen, anlaesslich der ersten Militaerak-
tionen fuer wahrscheinlich. Insgesamt war das Gefahrenpotential,
das noch vor 15 Jahren vom Kalten Krieg fuer den Weltfrieden aus-
ging, wesentlich hoeher, als in der jetzigen Situation. Wir sehen
keinem dritten Weltkrieg entgegen.
VERSCHARRFTE KONJUNKTURPROBLEMATIK & BOERSENAUSBLICK
Fuer wesentlich bedenklicher halten wir die aktuelle Konjunktur-
entwicklung. Von voruebergehenden Politrisiken und militaerischen
Konflikten abgesehen, antizipiert die Boerse stets die Wirt-
schaftsentwicklung. Hierbei halten wir per Definition eine Re-
zession in den USA im 4. Quartal fuer unvermeidbar. So betrug das
BIP-Wachstum bereits im 2. Quartal nur noch 0,2%. Nach dem Terr-
oranschlag und angesichts der fortgesetzten Entlassungswelle ver-
ringern sich die Konsumausgaben in den USA erheblich, weshalb das
BIP-Wachstum im laufenden Quartal deutlich unter dem Vorquartal
liegen wird. Sollte das BIP-Wachstum (im negativen Bereich) im
vierten Quartal nochmals unter dem des 3. Quartals liegen, liegt
per Definition eine Rezession vor.
Nach dem Terroranschlag und angesichts der fortgesetzten Entlass-
ungen werden die Amerikaner weniger konsumfreudig sein. Der wich-
tigste Rueckhalt der US-Wirtschaft, die weltweit den Takt vor-
gibt, broeckelt somit deutlich, denn im vierten Quartal generiert
die US-Wirtschaft in den USA mit Thanksgiving und Weihnachten
normalerweise ein Drittel der Gesamtjahreskonsumausgaben. Die be-
wusste Einschraenkung der Amerikaner wird auch vom kuerzlich er-
schienenden US-Konjunkturbericht Beige Book reflektiert, wobei
ersichtlich wurde, dass die Steuerrueckerstattungen den Konsum in
weitaus geringerem Masse als urspruenglich angenommen stimulieren
konnte.
Dies sollte jedoch nicht weiter verwundern, denn angesichts eines
extrem flexiblen US-Arbeitsmarktes - nicht vergleichbar mit dem
deutschen - neigen die US-Amerikaner derzeit eher zum Sparen.
Insgesamt rechnen wir damit, dass die direkten und indirekten
Auswirkungen des Terroranschlages vergangener Woche das weltweite
Wirtschaftswachstum mit mindestens einem halben Prozent belasten
werden.
Vor diesem Hintergrund koennte sich die von uns bereits seit ge-
raumer Zeit fuer das 1. Halbjahr 2002 erwartete Konjunkturerho-
lung zur Jahresmitte oder in das 3. Quartal 2002 verschieben.
Mittelfristig muss positiv beurteilt werden, dass die Notenbanken
den Markt nun mit billigem Geld und dem Rueckkauf von Staatsan-
leihen mit Liquiditaet flutet, so dass sich die direkten und in-
direkten wirtschaftlichen Verwerfungen des Terroraktes und den
daraus erwachsenden Militaeraktionen in Grenzen halten sollten.
Mit dem Beginn erster Militaeraktionen rechnen wir bereits zum
Wochenende. Somit sehen wir fuer die kommende Woche die Chance,
dass sich die Aktienmaerkte stabilisieren werden, da dann die
omnipotente Ueberlegenheit des US-Militaers - man denke an den
Golfkrieg - Stabilitaet implizieren sollte. Natuerlich gibt es
auch in der Krise Chancen - Je groesser die Krise, desto groesser
auch die Chance. In unseren letzten Newslettern dokumentierten
wir in diesem Zusammenhang die Branchen sowie dazugehoerige Ein-
zeltitel, welche sich in Anbetracht der aktuellen Konfliktsitua-
tion als krisenfest erweisen sollten oder die von der Krise sogar
profitieren koennten.
Langfristig ausgerichtete Anleger mit einem Zeithorizont von 8-10
Jahren sollten unserer Einschaetzung nach nun bei soliden Quali-
taetswerten ausgewaehlter Branchen beherzt zugreifen. Vorausset-
zung hierfuer ist, dass das eingesetzte Kapital in den naechsten
Jahren nicht benoetigt wird.
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3. IPO-KALENDER / Termine eventuell anstehender Neuemissionen
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Wir weisen ausdruecklich darauf hin, dass es sich bei den nach-
folgend aufgefuehrten Unternehmen um anvisierte IPO-Plaene han-
delt, deren Umsetzung stark von der aktuellen Marktverfassung
abhaengt. Auch kann zu diesem Zeitpunkt nicht eruiert werden,
inwiefern die aufgefuehrten Unternehmen den Boeresengang im lau-
fenden Jahr noch als realistische Option zur Unternehmensfinan-
zierung betrachten. Es ist daher moeglich, dass einige unten auf-
gefuehrte Unternehmen die Boeresenplaene 2001 intern bereits
fallen gelassen haben.
Diesbezueglich bezweifeln wir stark, inwiefern im laufenden Jahr
noch ein Boersenklima zu erwarten ist, das die Aufnahmefaehigkeit
der Maerkte fuer Neuemissionen sicherstellt. Insofern sind unten-
stehende Termine weniger als terminlich bereits abgestimmte IPO-
Projekte, sondern vielmehr als wenig wahrscheinliche Optionen im
Falle einer ueberraschenden Verbesserung der Aktienmarktstimmung
zu betrachten.
2. Halbjahr 2001 (NHS AG, Essen)
Segment: Neuer Markt oder SMAX
Branche: Marketingagentur
2. Halbjahr 2001 (c.a.r.u.s.Information Technology, Hamburg)
Segment: Neuer Markt
Branche: Software
2. Halbjahr 2001 (Infinigate AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: E-Commerce
2. Halbjahr 2001 (Scopas medien AG, Frankfurt)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (Tesla AG, Neuss)
Segment: Neuer Markt
Branche: CRM-Software
2. Halbjahr 2001 (efinum AG, Frankfurt)
Segment: Neuer Markt
Branche: Internet-Portal
2. Halbjahr 2001 (United Food Technologies AG, Fulda)
Segment: Neuer Markt
Branche: Fischzuchtanlagen
2. Halbjahr 2001 (Roch Pruefdienste AG, Luebeck)
Segment: Geregelter Markt
Branche: Pruefserviceleistungen
2. Halbjahr 2001 (Hyperwave AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: Knowledge-Management
2. Halbjahr 2001 (eurogay media AG, Hamburg)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (cineartists Entertainment AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (Ascena AG, Mannheim)
Segment: Neuer Markt
Branche: IT-Dienstleister
2. Halbjahr 2001 (Vivacon AG, Koeln)
Segment: Amtlicher Handel/SMAX
Branche: Wohnungsprivatisierung
2. Halbjahr 2001 (living systems AG, Donaueschingen)
Segment: Neuer Markt
Branche: B2B-Software
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
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4. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indexstaende
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INDIZES ENTWICKLUNG
Index 20.09. % Vortag 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 8.376 -4,37 % 11.401 -28,5 % -22,5 %
NASDAQ 1.470 -3,72 % 4.259 -71,2 % -40,3 %
DAX 30 3.809 -5,74 % 7.456 -53,2 % -40,9 %
NEMAX ALL 770 -5,74 % 5.861 -90,5 % -71,9 %
EUROSTOXX 50 2.967 -4,42 % 5.398 -46,2 % -37,9 %
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5. STORA ENSO ab sofort auch im Freiverkehr DE gelistet
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Die Aktien von STORA ENSO sind bisher an der Heimatboerse Helsin-
ki, sowie in New York und Stockholm notiert. Ab sofort sind die
Aktien auch im deutschen Freiverkehr handelbar.
UNTERNEHMENSPORTRAIT
Die finnische Stora Enso ist weltweit das zweitgroesste Forstin-
dustrieunternehmen. Sitz der Gesellschaft ist Helsinki, Finnland.
Gemessen an der Produktionskapazitaet von Zeitschriftenpapier,
Zeitungsdruckpapier, Feinpapier und Verpackungskarton ist Stora
Enso das weltweit zweitgroesste Forstindustrieunternehmen. In
diesen Produktbereichen haelt Stora Enso eine weltweit fuehrende
Position. Ausserdem ist Stora Enso auch ein bedeutender europaei-
scher Schnittholzproduzent. Stora Enso ist mit einer jaehrlichen
Produktionskapazitaet von 5,7 Mio. m³ und einer Weiterverarbei-
tungskapazitaet von 1,5 Mio. m³ der weltweit drittgroesste Nadel-
schnittholzhersteller. Im Jahr 2000 betrug der Umsatz von Stora
Enso Timber 1,2 Mrd. EUR. Die Hauptabsatzgebiete sind Europa und
Nordafrika. Der Gesamtkonzern Stora Enso erwirtschaftet mit rund
45 000 Mitarbeitern in mehr als 40 Laendern (ca. 4 800 in
Deutschland) und einer Produktionskapazitaet von rund 15 Millio-
nen Tonnen Papier und Karton einen Gesamtumsatz von 13 Milliarden
Euro. Muenchen Stora Enso ist in Deutschland einer der fuehrenden
Papierhersteller. Bei einer Produktionskapazitaet von 2,3 Millio-
nen Tonnen in Deutschland entfallen rund 15 Prozent der Kapazi-
taet und Umsaetze des Konzerns auf die Bundesrepublik.
GESCHAEFTSZAHLEN
Stora Ensos Umsatzerloese gingen im zweiten Quartal gegenueber
3 637,0 Mio. EUR im vorigen Quartal um cirka 7% auf 3 388,4 Mio.
EUR zurueck. Das Betriebsergebnis vor ausserordentlichen Posten
war mit 346,4 Mio. EUR um 33,8% geringer als das entsprechende
Betriebsergebnis von 523,0 Mio. EUR im vorigen Quartal. Die Um-
satzrendite lag bei 10,2%. Der Rueckgang resultierte aus rueck-
laeufigen Absatzmengen aufgrund von Produktionseinschraenkungen
in Hoehe von 558 000 t. Davon waren 342 000 t (Q1/2001: 205 000
t) marktbedingt. Das Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Ge-
sellschafter und ausserordentlichen Posten betrug 248,3 Millio-
nen Euro (Q1/2001: 429,5 Mio. EUR). Das Quartalsergebnis wurde
durch Verluste aus Waehrungsumrechnungen in Hoehe von 44 Mio.
EUR geschmaelert. Das Ergebnis je Aktie lag im 1. Halbjahr 2001
bei 0,48 Euro, gegenueber 1,22 Euro im Vorjahreszeitraum.
ENTWICKLUNG
Angesichts der schwierigen Marktlage, wobei insbesondere die US-
Aktivitaeten des Konzerns unter der Konjunkturbaisse litten, fiel
der Ergebnisrueckgang akzeptabel aus. Die Maerkte werden weiter-
hin schwierig sein und weitere Produktionssteuerungsmassnahmen
erfordern. Stora Enso wird auch weiterhin die Kapazitaetsauslas-
tung an den Markt anpassen. Das Gesamtergebnis fuer das Jahr 2001
wird in wesentlichem Masse von dem zu haltenden Preisniveau, der
internen Effizienz und dem Kostenbewusstsein abhaengen. Insgesamt
befuerchten wir jedoch, dass eine wirtschaftliche Erholung sich
erst im 2. Halbjahr 2002 auch auf Unternehmensseite realwirt-
schaftlich niederschlaegt.
AKTIENSERVICE-RATING
Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer weiteren Intensivierung
der Konjunkturbaisse, somit kann auch eine Rentabilitaetserholung
des Konzerns auf Jahresbasis ausgeschlossen werden. Fuer das Ge-
samtjahr 2002 erwarten wir daher ein EPS von 0,82 Euro. In 2002
halten wir unter der Massgabe einer zwischenzeitlichen Konjunk-
turerholung ein Gewinn je Aktie von 1,08 Euro fuer realisierbar,
ab 2003 sollte das Unternehmen zu frueherer Profitabilitaet mit
EPS-Zahlen von ueber 1,70 Euro zurueckfinden.
Dessen ungeachtet halten wir das Papier auf dem gegenwaertig
deutlich ermaessigten Kursniveau fuer ein interessantes Lang-
frist-Investment. Mit einer unzerstoerbaren Marktposition, einem
02e-KGV von knapp 10 und einer Dividendenrendite von 4% halten
wir den Titel als Depotbeimischung fuer konservative Value- und
substanzwertorientierte Anleger fuer ein aussichtsreiches Invest-
ment. Da wir von 02 auf 03 einen deutlichen Profitabilitaets-
sprung erwarten, sehen wir aufgrund der aktuell guenstigen Funda-
mentalbewertung mittelfristig weiteren Bewertungs- und somit
Kursspielraum. Ein Stop-Loss sollte zur Absicherung bei 9 Euro
platziert werden.
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6. FC BAYERN MUENCHEN plant Boersengang in absehbarer Zeit
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Bereits zum Zeitpunkt des ersten Boersengangs eines deutschen
Bundesligavereins, Borussia Dortmund, wurden am Markt Geruechte
um eine Beteiligung von adidas an FC Bayern kolportiert. Damals
geriet die adidas-salomon-Aktie kraeftig unter Druck. Nachdem
sich adidas jetzt nunmehr endgueltig mit 10% am deutschen Fuss-
ballmeister FC Bayern Muenchen beteiligt hat, sind alle Voraus-
setzungen zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft gegeben. So
wird der Rekord-Deutscher-Meister voraussichtlich bereits in ab-
sehbarer Zeit nach Borussia der zweite deutsche boersennotierte
Fussballclub sein.
Im November soll die Jahreshauptversammlung die Umwandlung in
eine AG als vorbereitende Massnahme zum Boersengang beschlies-
sen. Dabei sollte sich die Partnerschaft zwischen adidas und
Bayern Muenchen, die bereits mehr als 35 Jahre existiert und
die nun kapitalunterlegt wurde, fuer den deutschen Fussballmeis-
ter durchaus auszahlen. Bayern Muenchen, 17facher Deutscher
Meister und aktueller Champions-League-Sieger kann beim Marken-
aufbau in hohem Masse von der internationalen Erfahrung des
Sportartikelherstellers profitieren, waehrend adidas sich die
Treue eines hochattraktiven, renommierten Werbetraegers und Mar-
kenmultiplikators sichert.
Die Beteiligung von adidas an dem FC Bayern Muenchen in Hoehe
von 10% weist einen Wert von rund 75 Mio Euro auf. Bayern-Mana-
ger Uli Hoeness kommentierte den bereits von langer Hand vorbe-
reiteten Einstieg des Sportartikel-Konzerns als "perfekte Part-
nerschaft. Wir freuen uns, eine neue Aera des Erfolgs beginnen
zu koennen". adidas verlaengerte am vergangenen Dienstag, ge-
meinsam mit Opel Hauptsponsor des Vereins, den bis 2005 laufen-
den Ausruestervertrag mit dem Fussballverein bis 2010.
"Diese neue Partnerschaft wird uns helfen, die Herausforderung-
en der Zukunft erfolgreich zu bewaeltigen", hob FC-Bayern-Prae-
sident Franz Beckenbauer die Entscheidung hervor, "der FC Bay-
ern will weiterhin eine der ersten Adressen im europaeischen
und weltweiten Fussball bleiben. Die beiden Vereinbarungen
schaffen dafuer eine hervorragende Basis", ergaenzte er. Aller-
dings wird der FC Bayern Muenchen die knapp 150 Mio DM aus der
adidas-Beteiligung noch nicht sofort investieren koennen, da
adidas den Kaufpreis nicht sofort in Barmitteln, sondern mit neu
auszugebenden Aktien bezahlt.
Bayern Muenchen benoetigt in den naechsten Monaten erhebliches
Kapital, so muessen neue Spieler verpflichtet werden, ausserdem
steht der Stadion-Neubau im Wert von rund 400 Mio DM an. In der
laufenden Saison erwartet der FC Bayern eine Umsatzsteigerung
von 283 Mio im letzten Jahr auf ueber 300 Mio. DM; der Gewinn
soll von knapp 18 Mio DM in 99/2000 nahezu verdreifacht werden.
Den Unternehmenswert im Hinblick auf den geplanten Boersengang
taxiert Hoeness auf knapp 1,5 MRD DM.
Zum voraussichtlichen Zeitpunkt des anvisierten IPO-Zeitpunktes
sagte Rummenigge, der als einer der Vorstaende der neuen AG vor-
gesehen ist, "Wir haben keine grosse Lust, als boersennotiertes
Unternehmen einem Analysten den Sinn eines Spielertransfers er-
klaeren zu muessen", und "Der FC Bayern ist kein Shareholder-Va-
lue-Club". Angesichts dieses Statements wird der Fussballclub,
wenn zumindest ein erfolgreicher Boersengang angestrebt wird,
wohl noch etwas an seiner Kommunikationspolitik, im Boersenjar-
gon Investor Relations genannt, arbeiten muessen.
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7. T-MOBILE-BOERSENGANG erst in adaequatem Aktienmarktumfeld
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In juengster Zeit geriet die Deutsche Telekom neben dem schlech-
ten Kapitalmarktumfeld auch durch diverse Ratingagenturen unter
Druck, welche ihre Bonitaetsrating-Ausblicke fuer die DTAG-Aktie
aufgrund der Finanzverbindlichkeiten in Hoehe von rund 65 MRD
Euro herabstuften. Zwar sehen wir die DTAG auf ihrem Heimatmarkt
im Vergleich zu anderen europaeischen Telekoms wie BT oder Fran-
ce Telecom auf ihren Heimatmaerkten hervorragend positioniert,
dennoch kommt dem Abbau der Finanzverbindlichkeiten in den
naechsten Jahren die bedeutendste Rolle zu, da dieser der Profi-
tabilitaet im Wege steht.
Nach verschiedenen Desinvestitionen - also der Veraeusserung von
Aktivitaeten, welche die DTAG nicht mehr zum Kerngeschaeft
zaehlt - ist der Boersengang der Mobilfunktochter T-Mobile einer
der wichtigsten Bausteine zur Reduzierung der Finanzverbindlich-
keiten. Hierbei begruessen wir die Entscheidung der DTAG, die T-
Mobile nicht uebereilt an die Boerse zu bringen. Denn der Scha-
den, der bei einer nicht preisgerechten Platzierung in einem
schlechten Boersenumfeld entstuende waere weit groesser, als die
Zinsmehraufwendungen aufgrund des gesunkenen Bonitaetsratings
(knapp 100 Mio Euro p.a.).
Im Vergleich zu diesen Mehraufwendungen in Hoehe von knapp 100
Mio Euro p.a. faellt eine Verschiebung des T-Mobile-Boersengangs
- der unserer Einschaetzung nach mehr als 10 MRD Euro erloesen
wird - nicht ins Gewicht. Bereits anlaesslich der Praesentation
der Halbjahreszahlen verkuendete die DTAG erwartungsgemaess,
dass man den urspruenglich bereits im letzten Jahr geplanten
Boersengang ihrer Mobilfunksparte T-Mobile auf 2002 verschieben
wird. Hintergrund ist aktuell das anhaltend schwache Boersenum-
feld, das eine faire Preiserzielung derzeit unmoeglich macht.
Bis zu dem nunmehr fuer 2002 anvisierten T-Mobile-IPO will der
Konzern die Finanzverbindlichkeiten auch durch verringerte Neu-
investitionen reduzieren."Es gibt Spielraum bei den Investitio-
nen, die wir zurueckfahren koennten, ohne dass wir unsere
Wachstumsprognosen in Gefaehr braechten", unterstrich Ron
Sommer kuerzlich. So will die DTAG ihre Investitionen bis 2002
um 1 MRD Euro reduzieren.
Insgesamt halten wir die DTAG auf dem deutlichen Kursniveau
derzeit fuer kaufenswert. Insbesondere sollte sich die DTAG-Aktie
im Rahmen der augenblicklichen politischen und wirtschaftlichen
Krise als krisenfest erweisen. Nach dem Terroranschlag und auf-
grund der geringeren Konsumbereitschaft rechnen wir damit, dass
die Fernreisen in Deutschland zunaechst deutlich abnehmen werden.
Menschen, die nicht in Urlaub fahren, sonderen ihre Ferien statt-
dessen zuhause verbringen, telefonieren auch entsprechend. Im
laufenden Jahr erwarten wir bei der DTAG hinsichtlich der Ge-
schaeftszahlen eine positive Ueberraschung, insbesondere wenn die
Geschaeftsentwicklung ins Verhaeltnis zur aktuellen Entwicklung
anderer Branchen oder Industrien gesetzt wird.
Zwar stehen bis zum Dezember eventuell noch das Auslaufen einiger
Haltefristen fuer DTAG-Aktien, die im Tausch in den Besitz der
frueherigen Besitzer von VoiceStream uebergingen, an, jedoch hal-
ten wir es fuer unwahrscheinlich, dass der Grossaktionaer Hutchi-
son Whampoa auf dem aktuellen Kursniveau breitgefasste Verkauefe
durchfuehrt.
Ein weiterer wichtiger Baustein zur Schuldenreduzierung koennte
auch der in 2002/03 moegliche Boersengang der T-Systems sein.
"Wir setzen alles daran, unser Unternehmen so aufzustellen, dass
es bis Ende kommenden Jahres boersenfaehig ist", sagte T-Systems-
Chef Hufnagl kuerzlich. Mit dem Boersengang will Hufnagl Akquisi-
tionen und Expansion in USA und Asien ermoeglichen. "In etwa 18
Monaten ist diese Frage konkret auf dem Tisch. Wenn wir in den
USA lediglich aus eigener Kraft wachsen wollen, muessten wir
fuenf Jahre anberaumen. Diese Zeit haben wir aber nicht", so
Hufnagl vor einigen Wochen.
T-Systems International GmbH ist Europas zweitgroesstes System-
haus fuer Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation
(TK). Die neue Konzerndivision der Deutschen Telekom bietet Kon-
zernen und Behoerden in ueber 20 Laendern klassische IT- und TK-
Leistungen aus einer Hand sowie integrierte Loesungen aus dem
Konvergenzbereich beider Maerkte. Der operative Start war am 1.
Februar 2001.
Ein Boersengang von T-Systems ist ein weiterer wichtiger Bau-
stein zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten der DTAG. Vor
diesem Hintergrund halten wir das von der DTAG anvisierte Ziel,
die Finanzverbindlichkeiten bis Ende 2002 von aktuell 65 MRD Eu-
ro auf dann nur noch 50 MRD Euro zu reduzieren, fuer realisier-
bar. Bereits bei 50 MRD koennte die DTAG sehr profitabel arbei-
ten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich die Aktienmaerkte bis
dahin massgeblich erholen und fuer Neuemissionen wieder aufnah-
mefaehig sind.
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8. MYOGEN erhaelt in Privat Placement mehr 52 Mio US-Dollar
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Eine kraeftige Finanzspritze erhielt kuerzlich das biopharmazeu-
tische Unternehmen Myogen Inc. mit Hauptsitz in Denver (Colorado)
und Europazentrale in Bonn. Durch den Kauf von Vorzugsaktien im
Wert von 52,1 Millionen US-Dollar beteiligte sich eine Gruppe von
amerikanischen Investoren unter Fuehrung der renommierten JPMor-
gan Partner an dem innovativen Pharmaunternehmen, welches sich
auf Forschung und Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung der
Herzinsuffizienz und damit in Verbindung stehenden kardiovasku-
laeren Stoerungen spezialisiert hat.
JPMorgan Partners, ehemals Chase Capital Partners, ist eine glo-
bale Partnergesellschaft und verwaltet insgesamt mehr als 25
Milliarden USD. Zu den uebrigen Investoren gehoeren New Enterpri-
se Associates, InterWest Partners, Adams Street Partners Pacific
Rim Ventures, Sequel Limited Partnership, CMEA Ventures und Mon-
tagu Newhall Associates.
"In Anbetracht des wettbewerbsorientierten Marktes ist dies fuer
uns eine wichtige Finanzierung", erklaerte Dr. J. William Frey-
tag, Praesident der Myogen Inc. Die millionenschwere Investition
der global operierenden Anlagegesellschaften wertete er auch als
Vertrauensbeweis in die Forschungsergebnisse von Myogen, die sich
aufgrund der beachtlichen Kapitalaufstockung zu einem der fueh-
renden Unternehmen auf dem Gebiet der Therapie von Herz-Kreis-
lauf-Erkrankungen entwickeln werde.
Myogen sieht seine wichtigste Aufgabe darin, die bisherigen Er-
fahrungen bei der Erforschung und klinischen Behandlung von Herz-
muskel-Erkrankungen fuer die Entwicklung eines Portfolios mit
neuartigen Therapeutika einzusetzen. Derzeit befinden sich zwei
vom Unternehmen entwickelte Wirkstoffe in der klinischen Pruef-
phase: Enoximon, ein positiv inotroper Wirkstoff, der die Kon-
traktionsfaehigkeit des Herzmuskels verstaerkt sowie der Wirk-
stoff BSF 208075 (Ambrisentan), der zu einer neuen Wirkstoff-
klasse, den Endothel-Rezeptor-Antagonisten, gehoert und den das
Pharma-Unternehmen zur Behandlung von chronischer Herzinsuffi-
zienz, chronischer Niereninsuffizienz und pulmonalem arteriellem
Hochdruck weiterentwickeln wird. Europaweit wird Perfan(r) IV -
die intravenoes zu verabreichende Form von Enoximon - vom Zulas-
sungsinhaber, der deutschen Myogen GmbH mit Sitz in Bonn, ueber
europaeische Vertriebspartner angeboten.
Chronische Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung, bei der das Herz
zunehmend die Faehigkeit verliert, den Koerper mit der erforder-
lichen Menge Blut zu versorgen. Die Ursachen dafuer sind unter-
schiedlich, haeufig jedoch tritt die Krankheit bei Patienten auf,
die bereits ihr Leben lang an Bluthochdruck litten oder bei Pa-
tienten, die zuvor einen Herzinfarkt erlitten bzw. andere herz-
schaedigende Erkrankungen durchgemacht haben. Chronische Herzin-
suffizienz selbst kann zu weiteren Komplikationen fuehren, darun-
ter pulmonale arterielle Hypertonie, Stoerungen der Leberfunk-
tion, Oedeme, Lungenoedeme und Nierenversagen. In den westlichen
Industrienationen handelt es sich dabei um eines der groessten
Gesundheitsprobleme, das allein in den USA jaehrlich Kosten von
ueber 30 Milliarden Dollar verursacht.
Etwa fuenf Millionen Patienten leiden in den Vereinigten Staaten
an chronischem Herzversagen und jaehrlich werden ca. 550.000 neue
Faelle diagnostiziert. Myogen will deshalb die neuen Finanzmittel
gezielt fuer das vorgenannte umfangreiche Forschungs- und Ent-
wicklungsprogramm einsetzen.
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9. RTL Group verschiebt Aktienemission - Boersenturbulenzen
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Urspruenglich hatte die RTL Group SA, Luxemburg, vor, den Streu-
besitz im laufenden Jahr auf 15% zu erhoehen. Von dieser Aktien-
emission wird die Sendergruppe aufgrund des schlechten Marktum-
feldes vorerst Abstand nehmen. Auch die Halbjahreszahlen der RTL
Group spiegelten die baissierende Konjunktur und insbesondere die
herben Einbrueche im Werbegeschaeft wieder. CEO Didier Bellens
sagte am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen, dass das
EBITA im Gesamtjahr staerker sinken koennte, als urspruenglich
erwartet, da eine Erholung derzeit noch nicht abzusehen ist.
"Durch kontinuierliche Kostenkontrolle und Schaffen weiterer Sy-
nergien zwischen den Geschaeftsbereichen werden wir unsere stra-
tegischen Ziele erreichen", hob der CEO hervor. Trotz diffiziler
Marktbedingungen hat die Gruppe seiner Einschaetzung nach in
wichtigen Maerkten Erfolge verbucht. Die insbesondere in Deutsch-
land, sowie in Frankreich, wo Zuschauer- und TV-Werbemarktanteile
gesteigert werden konnten.
RTL musste als Konsequenz der Verschlechterung der Boersenbewer-
tungen den Buchwert der im Juli 2000 akquirierten Vermoegenswerte
der Pearson TV (heisst jetzt FremantleMedia) den Firmenwert um
2,2 Mrd EUR berichtigen. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf
den Cash-flow der Gruppe, der Nettoverlust der RTL Group ohne
Einmaleffekte betrug 38 Mio EUR, inkl. der Sondereffekte und
Wertberichtigungen belief er sich auf 2,3 Mrd EUR. Wir halten den
Titel im Branchenvergleich fuer ueberbewertet.
__________________________________________________
10. VORBOERSLICHER HANDEL per Erscheinen/Preistaxen www.schnigge
__________________________________________________
Handel per Erscheinen "Graumarktkurse"(Stand 21.09.2001, 00 Uhr)
Neuemission WKN Z.-Frist Erstnotiz Bookbuilding Preistaxe
** derzeit keine laufenden Boersengaenge **
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quelle: Schnigge AG
__________________________________________________
11. HAFTUNGSAUSSCHLUSS / Risikohinweise
__________________________________________________
Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgeme-
ine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Weit-
erhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
der sich im Besitz von Aktien befinden, ueber die wir im Rahmen
unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten. Leser,
die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten Informa-
tionen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln auf eigene Gefahr. Ausdruecklich weisen wir auf
die im Wertpapiergeschaeft vorhandenen erheblichen Risiken hin.
Aktieninvestitionen sowie Optionsscheingeschaefte und der Handel
mit derivativen Finanzprodukten beinhalten das Risiko enormer
Wertverluste. Insbesondere gilt dies im Zusammenhang mit dem
Handel von Neuemissionen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kap-
itals kann keineswegs ausgeschlossen werden. Eigenverantwortli-
che Anlageentscheidungen im Wertpapiergeschaeft sollte der Anle-
ger nur bei eingehender Kenntnis der Materie in Erwaegung zie-
hen, in jedem Falle aber ist die Inanspruchnahme einer persoen-
lichen Beratung der Haus- und/oder Depotbank zu empfehlen.
Copyright © 2001 www.aktienservice.de. Alle Rechte vorbehalten.
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NEWSLETTER ENDE
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patzi
MARKTUMFELD
1. EDITORIAL / Aktienmarktcrash gewinnt weiter an Dynamik
2. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
3. IPO-KALENDER / Termine eventuell anstehender Neuemissionen
4. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indexstaende
IPO-RESEARCH & IPO-NEWS
5. STORA ENSO ab sofort auch im deutschen Freiverkehr gelistet
6. FC BAYERN MUENCHEN plant Boersengang in absehbarer Zeit
7. T-MOBILE-BOERSENGANG erst in adaequatem Aktienmarktumfeld
8. MYOGEN erhaelt in Privat Placement mehr 52 Mio US-Dollar
9. RTL Group verschiebt Aktienemission - Boersenturbulenzen
HINWEISE & RUBRIKEN
10. GRAUMARKTKURSE / derzeit keine laufenden Boersengaenge
11. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
12. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Aktienmarktcrash gewinnt weiter an Dynamik
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Liebe Leserinnen und Leser,
die Abwaertsdynamik der Aktienmaerkte nahm nach dem verhaengnis-
vollen Terroranschlag und insbesondere in den letzten Tagen deut-
lich zu. Schliesslich war die Weltkonjunktur bereits vor dem An-
schlag einer Rezession naeher als einer Erholung. Jetzt laehmt
zusaetzlich noch die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasan-
schlaegen, die Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalku-
lierbaren Konsequenzen und die Angst vor einer nunmehr unvermeid-
lich scheinenden Wirtschaftrezession die Boerse.
Insbesondere die Unsicherheit im Vorfeld der in Baelde zu erwar-
tenden Militaeraktionen der Amerikaner laesst die Kurse an der
Boerse abstuerzen. Hierbei erwarten wir jedoch analog zum Golf-
krieg, obwohl kaum vergleichbar, Erholungstendenzen, da die omni-
potente Ueberlegenheit des US-Militaers schnell ersichtlich wer-
den wird.
Warum die Boerse derzeit so stark nach unten reagiert, liegt an
der fatalen Tatsache, dass eine vergleichbare Konstellation von
baissierender Konjunktur und gleichzeitigem Gefaehrdungspotential
des Weltfriedens in der Boersengeschichte in dieser Form noch nie
vorlag. Desweiteren ist kaum einschaetzbar, wie sich die militae-
rische und politische Konfliktsituation angesichts eines nur
schwer greifbaren Feindes - der asymmetrischen Kriegsfuehrung -
entwickeln wird.
Die fehlende Vergleichsmoeglichkeit mit vergangenen Standardsze-
narien erschwert die Orientierung der Marktteilnehmer derzeit un-
gemein - die zwingende Konsequenz, die sich aus der Unkalkulier-
barkeit der aktuellen Situation ergibt, sind crashartig einbrech-
ende Aktienkurse. Die hohen Einbrueche sind zum Teil auch auf
Portfolio-Zwangsliquidierungen insbesondere von Versicherungen
zurueckzufuehren. Gerade die Versicherer muessen sich durch par-
tielle Veraeusserung ihrer Industriebeteiligungen die notwendige
Liquiditaet beschaffen, um die hohen direkten und indirekten
Schadensansprueche im Zusammenhang mit dem Terroranschlag beglei-
chen zu koennen.
Dennoch besteht Hoffnung. Sobald entweder die Unsicherheit durch
die omnipotente Ueberlegenheit des US-Militaers abgefedert wird,
oder sich der Gewohnheitsfaktor nach dem Vorbild des Kalten Krie-
ges etabliert, werden sich die Maerkte insoweit erholen, wie es
das aktuelle makrooekonomische Umfeld zulaesst.
Herzlichst Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
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UEBERTREIBUNG? - 3. WELTKRIEG?
Die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasanschlaegen, die
Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalkulierbaren Konse-
quenzen und die Angst vor einer nunmehr unvermeidlich scheinenden
Wirtschaftsrezession laehmt die Boerse. Sicherlich sind diese Be-
fuerchtungen nicht ganz von der Hand zu weisen, allerdings - man
denke an den Golfkrieg - wird den Marktteilnehmern demnaechst be-
wusst werden, dass die Amerikaner und ihre Verbuendeten in poli-
tischer und militaerischer Hinsicht omnipotent staerker sind als
ihre Gegner. Eine Aufwaertsreaktion halten wir, die Boersenreak-
tion beim Golfkrieg vor Augen, anlaesslich der ersten Militaerak-
tionen fuer wahrscheinlich. Insgesamt war das Gefahrenpotential,
das noch vor 15 Jahren vom Kalten Krieg fuer den Weltfrieden aus-
ging, wesentlich hoeher, als in der jetzigen Situation. Wir sehen
keinem dritten Weltkrieg entgegen.
VERSCHARRFTE KONJUNKTURPROBLEMATIK & BOERSENAUSBLICK
Fuer wesentlich bedenklicher halten wir die aktuelle Konjunktur-
entwicklung. Von voruebergehenden Politrisiken und militaerischen
Konflikten abgesehen, antizipiert die Boerse stets die Wirt-
schaftsentwicklung. Hierbei halten wir per Definition eine Re-
zession in den USA im 4. Quartal fuer unvermeidbar. So betrug das
BIP-Wachstum bereits im 2. Quartal nur noch 0,2%. Nach dem Terr-
oranschlag und angesichts der fortgesetzten Entlassungswelle ver-
ringern sich die Konsumausgaben in den USA erheblich, weshalb das
BIP-Wachstum im laufenden Quartal deutlich unter dem Vorquartal
liegen wird. Sollte das BIP-Wachstum (im negativen Bereich) im
vierten Quartal nochmals unter dem des 3. Quartals liegen, liegt
per Definition eine Rezession vor.
Nach dem Terroranschlag und angesichts der fortgesetzten Entlass-
ungen werden die Amerikaner weniger konsumfreudig sein. Der wich-
tigste Rueckhalt der US-Wirtschaft, die weltweit den Takt vor-
gibt, broeckelt somit deutlich, denn im vierten Quartal generiert
die US-Wirtschaft in den USA mit Thanksgiving und Weihnachten
normalerweise ein Drittel der Gesamtjahreskonsumausgaben. Die be-
wusste Einschraenkung der Amerikaner wird auch vom kuerzlich er-
schienenden US-Konjunkturbericht Beige Book reflektiert, wobei
ersichtlich wurde, dass die Steuerrueckerstattungen den Konsum in
weitaus geringerem Masse als urspruenglich angenommen stimulieren
konnte.
Dies sollte jedoch nicht weiter verwundern, denn angesichts eines
extrem flexiblen US-Arbeitsmarktes - nicht vergleichbar mit dem
deutschen - neigen die US-Amerikaner derzeit eher zum Sparen.
Insgesamt rechnen wir damit, dass die direkten und indirekten
Auswirkungen des Terroranschlages vergangener Woche das weltweite
Wirtschaftswachstum mit mindestens einem halben Prozent belasten
werden.
Vor diesem Hintergrund koennte sich die von uns bereits seit ge-
raumer Zeit fuer das 1. Halbjahr 2002 erwartete Konjunkturerho-
lung zur Jahresmitte oder in das 3. Quartal 2002 verschieben.
Mittelfristig muss positiv beurteilt werden, dass die Notenbanken
den Markt nun mit billigem Geld und dem Rueckkauf von Staatsan-
leihen mit Liquiditaet flutet, so dass sich die direkten und in-
direkten wirtschaftlichen Verwerfungen des Terroraktes und den
daraus erwachsenden Militaeraktionen in Grenzen halten sollten.
Mit dem Beginn erster Militaeraktionen rechnen wir bereits zum
Wochenende. Somit sehen wir fuer die kommende Woche die Chance,
dass sich die Aktienmaerkte stabilisieren werden, da dann die
omnipotente Ueberlegenheit des US-Militaers - man denke an den
Golfkrieg - Stabilitaet implizieren sollte. Natuerlich gibt es
auch in der Krise Chancen - Je groesser die Krise, desto groesser
auch die Chance. In unseren letzten Newslettern dokumentierten
wir in diesem Zusammenhang die Branchen sowie dazugehoerige Ein-
zeltitel, welche sich in Anbetracht der aktuellen Konfliktsitua-
tion als krisenfest erweisen sollten oder die von der Krise sogar
profitieren koennten.
Langfristig ausgerichtete Anleger mit einem Zeithorizont von 8-10
Jahren sollten unserer Einschaetzung nach nun bei soliden Quali-
taetswerten ausgewaehlter Branchen beherzt zugreifen. Vorausset-
zung hierfuer ist, dass das eingesetzte Kapital in den naechsten
Jahren nicht benoetigt wird.
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3. IPO-KALENDER / Termine eventuell anstehender Neuemissionen
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Wir weisen ausdruecklich darauf hin, dass es sich bei den nach-
folgend aufgefuehrten Unternehmen um anvisierte IPO-Plaene han-
delt, deren Umsetzung stark von der aktuellen Marktverfassung
abhaengt. Auch kann zu diesem Zeitpunkt nicht eruiert werden,
inwiefern die aufgefuehrten Unternehmen den Boeresengang im lau-
fenden Jahr noch als realistische Option zur Unternehmensfinan-
zierung betrachten. Es ist daher moeglich, dass einige unten auf-
gefuehrte Unternehmen die Boeresenplaene 2001 intern bereits
fallen gelassen haben.
Diesbezueglich bezweifeln wir stark, inwiefern im laufenden Jahr
noch ein Boersenklima zu erwarten ist, das die Aufnahmefaehigkeit
der Maerkte fuer Neuemissionen sicherstellt. Insofern sind unten-
stehende Termine weniger als terminlich bereits abgestimmte IPO-
Projekte, sondern vielmehr als wenig wahrscheinliche Optionen im
Falle einer ueberraschenden Verbesserung der Aktienmarktstimmung
zu betrachten.
2. Halbjahr 2001 (NHS AG, Essen)
Segment: Neuer Markt oder SMAX
Branche: Marketingagentur
2. Halbjahr 2001 (c.a.r.u.s.Information Technology, Hamburg)
Segment: Neuer Markt
Branche: Software
2. Halbjahr 2001 (Infinigate AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: E-Commerce
2. Halbjahr 2001 (Scopas medien AG, Frankfurt)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (Tesla AG, Neuss)
Segment: Neuer Markt
Branche: CRM-Software
2. Halbjahr 2001 (efinum AG, Frankfurt)
Segment: Neuer Markt
Branche: Internet-Portal
2. Halbjahr 2001 (United Food Technologies AG, Fulda)
Segment: Neuer Markt
Branche: Fischzuchtanlagen
2. Halbjahr 2001 (Roch Pruefdienste AG, Luebeck)
Segment: Geregelter Markt
Branche: Pruefserviceleistungen
2. Halbjahr 2001 (Hyperwave AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: Knowledge-Management
2. Halbjahr 2001 (eurogay media AG, Hamburg)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (cineartists Entertainment AG, Muenchen)
Segment: Neuer Markt
Branche: Medien
2. Halbjahr 2001 (Ascena AG, Mannheim)
Segment: Neuer Markt
Branche: IT-Dienstleister
2. Halbjahr 2001 (Vivacon AG, Koeln)
Segment: Amtlicher Handel/SMAX
Branche: Wohnungsprivatisierung
2. Halbjahr 2001 (living systems AG, Donaueschingen)
Segment: Neuer Markt
Branche: B2B-Software
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
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4. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indexstaende
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INDIZES ENTWICKLUNG
Index 20.09. % Vortag 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 8.376 -4,37 % 11.401 -28,5 % -22,5 %
NASDAQ 1.470 -3,72 % 4.259 -71,2 % -40,3 %
DAX 30 3.809 -5,74 % 7.456 -53,2 % -40,9 %
NEMAX ALL 770 -5,74 % 5.861 -90,5 % -71,9 %
EUROSTOXX 50 2.967 -4,42 % 5.398 -46,2 % -37,9 %
__________________________________________________
5. STORA ENSO ab sofort auch im Freiverkehr DE gelistet
__________________________________________________
Die Aktien von STORA ENSO sind bisher an der Heimatboerse Helsin-
ki, sowie in New York und Stockholm notiert. Ab sofort sind die
Aktien auch im deutschen Freiverkehr handelbar.
UNTERNEHMENSPORTRAIT
Die finnische Stora Enso ist weltweit das zweitgroesste Forstin-
dustrieunternehmen. Sitz der Gesellschaft ist Helsinki, Finnland.
Gemessen an der Produktionskapazitaet von Zeitschriftenpapier,
Zeitungsdruckpapier, Feinpapier und Verpackungskarton ist Stora
Enso das weltweit zweitgroesste Forstindustrieunternehmen. In
diesen Produktbereichen haelt Stora Enso eine weltweit fuehrende
Position. Ausserdem ist Stora Enso auch ein bedeutender europaei-
scher Schnittholzproduzent. Stora Enso ist mit einer jaehrlichen
Produktionskapazitaet von 5,7 Mio. m³ und einer Weiterverarbei-
tungskapazitaet von 1,5 Mio. m³ der weltweit drittgroesste Nadel-
schnittholzhersteller. Im Jahr 2000 betrug der Umsatz von Stora
Enso Timber 1,2 Mrd. EUR. Die Hauptabsatzgebiete sind Europa und
Nordafrika. Der Gesamtkonzern Stora Enso erwirtschaftet mit rund
45 000 Mitarbeitern in mehr als 40 Laendern (ca. 4 800 in
Deutschland) und einer Produktionskapazitaet von rund 15 Millio-
nen Tonnen Papier und Karton einen Gesamtumsatz von 13 Milliarden
Euro. Muenchen Stora Enso ist in Deutschland einer der fuehrenden
Papierhersteller. Bei einer Produktionskapazitaet von 2,3 Millio-
nen Tonnen in Deutschland entfallen rund 15 Prozent der Kapazi-
taet und Umsaetze des Konzerns auf die Bundesrepublik.
GESCHAEFTSZAHLEN
Stora Ensos Umsatzerloese gingen im zweiten Quartal gegenueber
3 637,0 Mio. EUR im vorigen Quartal um cirka 7% auf 3 388,4 Mio.
EUR zurueck. Das Betriebsergebnis vor ausserordentlichen Posten
war mit 346,4 Mio. EUR um 33,8% geringer als das entsprechende
Betriebsergebnis von 523,0 Mio. EUR im vorigen Quartal. Die Um-
satzrendite lag bei 10,2%. Der Rueckgang resultierte aus rueck-
laeufigen Absatzmengen aufgrund von Produktionseinschraenkungen
in Hoehe von 558 000 t. Davon waren 342 000 t (Q1/2001: 205 000
t) marktbedingt. Das Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Ge-
sellschafter und ausserordentlichen Posten betrug 248,3 Millio-
nen Euro (Q1/2001: 429,5 Mio. EUR). Das Quartalsergebnis wurde
durch Verluste aus Waehrungsumrechnungen in Hoehe von 44 Mio.
EUR geschmaelert. Das Ergebnis je Aktie lag im 1. Halbjahr 2001
bei 0,48 Euro, gegenueber 1,22 Euro im Vorjahreszeitraum.
ENTWICKLUNG
Angesichts der schwierigen Marktlage, wobei insbesondere die US-
Aktivitaeten des Konzerns unter der Konjunkturbaisse litten, fiel
der Ergebnisrueckgang akzeptabel aus. Die Maerkte werden weiter-
hin schwierig sein und weitere Produktionssteuerungsmassnahmen
erfordern. Stora Enso wird auch weiterhin die Kapazitaetsauslas-
tung an den Markt anpassen. Das Gesamtergebnis fuer das Jahr 2001
wird in wesentlichem Masse von dem zu haltenden Preisniveau, der
internen Effizienz und dem Kostenbewusstsein abhaengen. Insgesamt
befuerchten wir jedoch, dass eine wirtschaftliche Erholung sich
erst im 2. Halbjahr 2002 auch auf Unternehmensseite realwirt-
schaftlich niederschlaegt.
AKTIENSERVICE-RATING
Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer weiteren Intensivierung
der Konjunkturbaisse, somit kann auch eine Rentabilitaetserholung
des Konzerns auf Jahresbasis ausgeschlossen werden. Fuer das Ge-
samtjahr 2002 erwarten wir daher ein EPS von 0,82 Euro. In 2002
halten wir unter der Massgabe einer zwischenzeitlichen Konjunk-
turerholung ein Gewinn je Aktie von 1,08 Euro fuer realisierbar,
ab 2003 sollte das Unternehmen zu frueherer Profitabilitaet mit
EPS-Zahlen von ueber 1,70 Euro zurueckfinden.
Dessen ungeachtet halten wir das Papier auf dem gegenwaertig
deutlich ermaessigten Kursniveau fuer ein interessantes Lang-
frist-Investment. Mit einer unzerstoerbaren Marktposition, einem
02e-KGV von knapp 10 und einer Dividendenrendite von 4% halten
wir den Titel als Depotbeimischung fuer konservative Value- und
substanzwertorientierte Anleger fuer ein aussichtsreiches Invest-
ment. Da wir von 02 auf 03 einen deutlichen Profitabilitaets-
sprung erwarten, sehen wir aufgrund der aktuell guenstigen Funda-
mentalbewertung mittelfristig weiteren Bewertungs- und somit
Kursspielraum. Ein Stop-Loss sollte zur Absicherung bei 9 Euro
platziert werden.
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6. FC BAYERN MUENCHEN plant Boersengang in absehbarer Zeit
__________________________________________________
Bereits zum Zeitpunkt des ersten Boersengangs eines deutschen
Bundesligavereins, Borussia Dortmund, wurden am Markt Geruechte
um eine Beteiligung von adidas an FC Bayern kolportiert. Damals
geriet die adidas-salomon-Aktie kraeftig unter Druck. Nachdem
sich adidas jetzt nunmehr endgueltig mit 10% am deutschen Fuss-
ballmeister FC Bayern Muenchen beteiligt hat, sind alle Voraus-
setzungen zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft gegeben. So
wird der Rekord-Deutscher-Meister voraussichtlich bereits in ab-
sehbarer Zeit nach Borussia der zweite deutsche boersennotierte
Fussballclub sein.
Im November soll die Jahreshauptversammlung die Umwandlung in
eine AG als vorbereitende Massnahme zum Boersengang beschlies-
sen. Dabei sollte sich die Partnerschaft zwischen adidas und
Bayern Muenchen, die bereits mehr als 35 Jahre existiert und
die nun kapitalunterlegt wurde, fuer den deutschen Fussballmeis-
ter durchaus auszahlen. Bayern Muenchen, 17facher Deutscher
Meister und aktueller Champions-League-Sieger kann beim Marken-
aufbau in hohem Masse von der internationalen Erfahrung des
Sportartikelherstellers profitieren, waehrend adidas sich die
Treue eines hochattraktiven, renommierten Werbetraegers und Mar-
kenmultiplikators sichert.
Die Beteiligung von adidas an dem FC Bayern Muenchen in Hoehe
von 10% weist einen Wert von rund 75 Mio Euro auf. Bayern-Mana-
ger Uli Hoeness kommentierte den bereits von langer Hand vorbe-
reiteten Einstieg des Sportartikel-Konzerns als "perfekte Part-
nerschaft. Wir freuen uns, eine neue Aera des Erfolgs beginnen
zu koennen". adidas verlaengerte am vergangenen Dienstag, ge-
meinsam mit Opel Hauptsponsor des Vereins, den bis 2005 laufen-
den Ausruestervertrag mit dem Fussballverein bis 2010.
"Diese neue Partnerschaft wird uns helfen, die Herausforderung-
en der Zukunft erfolgreich zu bewaeltigen", hob FC-Bayern-Prae-
sident Franz Beckenbauer die Entscheidung hervor, "der FC Bay-
ern will weiterhin eine der ersten Adressen im europaeischen
und weltweiten Fussball bleiben. Die beiden Vereinbarungen
schaffen dafuer eine hervorragende Basis", ergaenzte er. Aller-
dings wird der FC Bayern Muenchen die knapp 150 Mio DM aus der
adidas-Beteiligung noch nicht sofort investieren koennen, da
adidas den Kaufpreis nicht sofort in Barmitteln, sondern mit neu
auszugebenden Aktien bezahlt.
Bayern Muenchen benoetigt in den naechsten Monaten erhebliches
Kapital, so muessen neue Spieler verpflichtet werden, ausserdem
steht der Stadion-Neubau im Wert von rund 400 Mio DM an. In der
laufenden Saison erwartet der FC Bayern eine Umsatzsteigerung
von 283 Mio im letzten Jahr auf ueber 300 Mio. DM; der Gewinn
soll von knapp 18 Mio DM in 99/2000 nahezu verdreifacht werden.
Den Unternehmenswert im Hinblick auf den geplanten Boersengang
taxiert Hoeness auf knapp 1,5 MRD DM.
Zum voraussichtlichen Zeitpunkt des anvisierten IPO-Zeitpunktes
sagte Rummenigge, der als einer der Vorstaende der neuen AG vor-
gesehen ist, "Wir haben keine grosse Lust, als boersennotiertes
Unternehmen einem Analysten den Sinn eines Spielertransfers er-
klaeren zu muessen", und "Der FC Bayern ist kein Shareholder-Va-
lue-Club". Angesichts dieses Statements wird der Fussballclub,
wenn zumindest ein erfolgreicher Boersengang angestrebt wird,
wohl noch etwas an seiner Kommunikationspolitik, im Boersenjar-
gon Investor Relations genannt, arbeiten muessen.
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7. T-MOBILE-BOERSENGANG erst in adaequatem Aktienmarktumfeld
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In juengster Zeit geriet die Deutsche Telekom neben dem schlech-
ten Kapitalmarktumfeld auch durch diverse Ratingagenturen unter
Druck, welche ihre Bonitaetsrating-Ausblicke fuer die DTAG-Aktie
aufgrund der Finanzverbindlichkeiten in Hoehe von rund 65 MRD
Euro herabstuften. Zwar sehen wir die DTAG auf ihrem Heimatmarkt
im Vergleich zu anderen europaeischen Telekoms wie BT oder Fran-
ce Telecom auf ihren Heimatmaerkten hervorragend positioniert,
dennoch kommt dem Abbau der Finanzverbindlichkeiten in den
naechsten Jahren die bedeutendste Rolle zu, da dieser der Profi-
tabilitaet im Wege steht.
Nach verschiedenen Desinvestitionen - also der Veraeusserung von
Aktivitaeten, welche die DTAG nicht mehr zum Kerngeschaeft
zaehlt - ist der Boersengang der Mobilfunktochter T-Mobile einer
der wichtigsten Bausteine zur Reduzierung der Finanzverbindlich-
keiten. Hierbei begruessen wir die Entscheidung der DTAG, die T-
Mobile nicht uebereilt an die Boerse zu bringen. Denn der Scha-
den, der bei einer nicht preisgerechten Platzierung in einem
schlechten Boersenumfeld entstuende waere weit groesser, als die
Zinsmehraufwendungen aufgrund des gesunkenen Bonitaetsratings
(knapp 100 Mio Euro p.a.).
Im Vergleich zu diesen Mehraufwendungen in Hoehe von knapp 100
Mio Euro p.a. faellt eine Verschiebung des T-Mobile-Boersengangs
- der unserer Einschaetzung nach mehr als 10 MRD Euro erloesen
wird - nicht ins Gewicht. Bereits anlaesslich der Praesentation
der Halbjahreszahlen verkuendete die DTAG erwartungsgemaess,
dass man den urspruenglich bereits im letzten Jahr geplanten
Boersengang ihrer Mobilfunksparte T-Mobile auf 2002 verschieben
wird. Hintergrund ist aktuell das anhaltend schwache Boersenum-
feld, das eine faire Preiserzielung derzeit unmoeglich macht.
Bis zu dem nunmehr fuer 2002 anvisierten T-Mobile-IPO will der
Konzern die Finanzverbindlichkeiten auch durch verringerte Neu-
investitionen reduzieren."Es gibt Spielraum bei den Investitio-
nen, die wir zurueckfahren koennten, ohne dass wir unsere
Wachstumsprognosen in Gefaehr braechten", unterstrich Ron
Sommer kuerzlich. So will die DTAG ihre Investitionen bis 2002
um 1 MRD Euro reduzieren.
Insgesamt halten wir die DTAG auf dem deutlichen Kursniveau
derzeit fuer kaufenswert. Insbesondere sollte sich die DTAG-Aktie
im Rahmen der augenblicklichen politischen und wirtschaftlichen
Krise als krisenfest erweisen. Nach dem Terroranschlag und auf-
grund der geringeren Konsumbereitschaft rechnen wir damit, dass
die Fernreisen in Deutschland zunaechst deutlich abnehmen werden.
Menschen, die nicht in Urlaub fahren, sonderen ihre Ferien statt-
dessen zuhause verbringen, telefonieren auch entsprechend. Im
laufenden Jahr erwarten wir bei der DTAG hinsichtlich der Ge-
schaeftszahlen eine positive Ueberraschung, insbesondere wenn die
Geschaeftsentwicklung ins Verhaeltnis zur aktuellen Entwicklung
anderer Branchen oder Industrien gesetzt wird.
Zwar stehen bis zum Dezember eventuell noch das Auslaufen einiger
Haltefristen fuer DTAG-Aktien, die im Tausch in den Besitz der
frueherigen Besitzer von VoiceStream uebergingen, an, jedoch hal-
ten wir es fuer unwahrscheinlich, dass der Grossaktionaer Hutchi-
son Whampoa auf dem aktuellen Kursniveau breitgefasste Verkauefe
durchfuehrt.
Ein weiterer wichtiger Baustein zur Schuldenreduzierung koennte
auch der in 2002/03 moegliche Boersengang der T-Systems sein.
"Wir setzen alles daran, unser Unternehmen so aufzustellen, dass
es bis Ende kommenden Jahres boersenfaehig ist", sagte T-Systems-
Chef Hufnagl kuerzlich. Mit dem Boersengang will Hufnagl Akquisi-
tionen und Expansion in USA und Asien ermoeglichen. "In etwa 18
Monaten ist diese Frage konkret auf dem Tisch. Wenn wir in den
USA lediglich aus eigener Kraft wachsen wollen, muessten wir
fuenf Jahre anberaumen. Diese Zeit haben wir aber nicht", so
Hufnagl vor einigen Wochen.
T-Systems International GmbH ist Europas zweitgroesstes System-
haus fuer Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation
(TK). Die neue Konzerndivision der Deutschen Telekom bietet Kon-
zernen und Behoerden in ueber 20 Laendern klassische IT- und TK-
Leistungen aus einer Hand sowie integrierte Loesungen aus dem
Konvergenzbereich beider Maerkte. Der operative Start war am 1.
Februar 2001.
Ein Boersengang von T-Systems ist ein weiterer wichtiger Bau-
stein zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten der DTAG. Vor
diesem Hintergrund halten wir das von der DTAG anvisierte Ziel,
die Finanzverbindlichkeiten bis Ende 2002 von aktuell 65 MRD Eu-
ro auf dann nur noch 50 MRD Euro zu reduzieren, fuer realisier-
bar. Bereits bei 50 MRD koennte die DTAG sehr profitabel arbei-
ten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich die Aktienmaerkte bis
dahin massgeblich erholen und fuer Neuemissionen wieder aufnah-
mefaehig sind.
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8. MYOGEN erhaelt in Privat Placement mehr 52 Mio US-Dollar
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Eine kraeftige Finanzspritze erhielt kuerzlich das biopharmazeu-
tische Unternehmen Myogen Inc. mit Hauptsitz in Denver (Colorado)
und Europazentrale in Bonn. Durch den Kauf von Vorzugsaktien im
Wert von 52,1 Millionen US-Dollar beteiligte sich eine Gruppe von
amerikanischen Investoren unter Fuehrung der renommierten JPMor-
gan Partner an dem innovativen Pharmaunternehmen, welches sich
auf Forschung und Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung der
Herzinsuffizienz und damit in Verbindung stehenden kardiovasku-
laeren Stoerungen spezialisiert hat.
JPMorgan Partners, ehemals Chase Capital Partners, ist eine glo-
bale Partnergesellschaft und verwaltet insgesamt mehr als 25
Milliarden USD. Zu den uebrigen Investoren gehoeren New Enterpri-
se Associates, InterWest Partners, Adams Street Partners Pacific
Rim Ventures, Sequel Limited Partnership, CMEA Ventures und Mon-
tagu Newhall Associates.
"In Anbetracht des wettbewerbsorientierten Marktes ist dies fuer
uns eine wichtige Finanzierung", erklaerte Dr. J. William Frey-
tag, Praesident der Myogen Inc. Die millionenschwere Investition
der global operierenden Anlagegesellschaften wertete er auch als
Vertrauensbeweis in die Forschungsergebnisse von Myogen, die sich
aufgrund der beachtlichen Kapitalaufstockung zu einem der fueh-
renden Unternehmen auf dem Gebiet der Therapie von Herz-Kreis-
lauf-Erkrankungen entwickeln werde.
Myogen sieht seine wichtigste Aufgabe darin, die bisherigen Er-
fahrungen bei der Erforschung und klinischen Behandlung von Herz-
muskel-Erkrankungen fuer die Entwicklung eines Portfolios mit
neuartigen Therapeutika einzusetzen. Derzeit befinden sich zwei
vom Unternehmen entwickelte Wirkstoffe in der klinischen Pruef-
phase: Enoximon, ein positiv inotroper Wirkstoff, der die Kon-
traktionsfaehigkeit des Herzmuskels verstaerkt sowie der Wirk-
stoff BSF 208075 (Ambrisentan), der zu einer neuen Wirkstoff-
klasse, den Endothel-Rezeptor-Antagonisten, gehoert und den das
Pharma-Unternehmen zur Behandlung von chronischer Herzinsuffi-
zienz, chronischer Niereninsuffizienz und pulmonalem arteriellem
Hochdruck weiterentwickeln wird. Europaweit wird Perfan(r) IV -
die intravenoes zu verabreichende Form von Enoximon - vom Zulas-
sungsinhaber, der deutschen Myogen GmbH mit Sitz in Bonn, ueber
europaeische Vertriebspartner angeboten.
Chronische Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung, bei der das Herz
zunehmend die Faehigkeit verliert, den Koerper mit der erforder-
lichen Menge Blut zu versorgen. Die Ursachen dafuer sind unter-
schiedlich, haeufig jedoch tritt die Krankheit bei Patienten auf,
die bereits ihr Leben lang an Bluthochdruck litten oder bei Pa-
tienten, die zuvor einen Herzinfarkt erlitten bzw. andere herz-
schaedigende Erkrankungen durchgemacht haben. Chronische Herzin-
suffizienz selbst kann zu weiteren Komplikationen fuehren, darun-
ter pulmonale arterielle Hypertonie, Stoerungen der Leberfunk-
tion, Oedeme, Lungenoedeme und Nierenversagen. In den westlichen
Industrienationen handelt es sich dabei um eines der groessten
Gesundheitsprobleme, das allein in den USA jaehrlich Kosten von
ueber 30 Milliarden Dollar verursacht.
Etwa fuenf Millionen Patienten leiden in den Vereinigten Staaten
an chronischem Herzversagen und jaehrlich werden ca. 550.000 neue
Faelle diagnostiziert. Myogen will deshalb die neuen Finanzmittel
gezielt fuer das vorgenannte umfangreiche Forschungs- und Ent-
wicklungsprogramm einsetzen.
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9. RTL Group verschiebt Aktienemission - Boersenturbulenzen
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Urspruenglich hatte die RTL Group SA, Luxemburg, vor, den Streu-
besitz im laufenden Jahr auf 15% zu erhoehen. Von dieser Aktien-
emission wird die Sendergruppe aufgrund des schlechten Marktum-
feldes vorerst Abstand nehmen. Auch die Halbjahreszahlen der RTL
Group spiegelten die baissierende Konjunktur und insbesondere die
herben Einbrueche im Werbegeschaeft wieder. CEO Didier Bellens
sagte am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen, dass das
EBITA im Gesamtjahr staerker sinken koennte, als urspruenglich
erwartet, da eine Erholung derzeit noch nicht abzusehen ist.
"Durch kontinuierliche Kostenkontrolle und Schaffen weiterer Sy-
nergien zwischen den Geschaeftsbereichen werden wir unsere stra-
tegischen Ziele erreichen", hob der CEO hervor. Trotz diffiziler
Marktbedingungen hat die Gruppe seiner Einschaetzung nach in
wichtigen Maerkten Erfolge verbucht. Die insbesondere in Deutsch-
land, sowie in Frankreich, wo Zuschauer- und TV-Werbemarktanteile
gesteigert werden konnten.
RTL musste als Konsequenz der Verschlechterung der Boersenbewer-
tungen den Buchwert der im Juli 2000 akquirierten Vermoegenswerte
der Pearson TV (heisst jetzt FremantleMedia) den Firmenwert um
2,2 Mrd EUR berichtigen. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf
den Cash-flow der Gruppe, der Nettoverlust der RTL Group ohne
Einmaleffekte betrug 38 Mio EUR, inkl. der Sondereffekte und
Wertberichtigungen belief er sich auf 2,3 Mrd EUR. Wir halten den
Titel im Branchenvergleich fuer ueberbewertet.
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10. VORBOERSLICHER HANDEL per Erscheinen/Preistaxen www.schnigge
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Handel per Erscheinen "Graumarktkurse"(Stand 21.09.2001, 00 Uhr)
Neuemission WKN Z.-Frist Erstnotiz Bookbuilding Preistaxe
** derzeit keine laufenden Boersengaenge **
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quelle: Schnigge AG
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11. HAFTUNGSAUSSCHLUSS / Risikohinweise
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Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgeme-
ine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Weit-
erhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
der sich im Besitz von Aktien befinden, ueber die wir im Rahmen
unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten. Leser,
die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten Informa-
tionen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln auf eigene Gefahr. Ausdruecklich weisen wir auf
die im Wertpapiergeschaeft vorhandenen erheblichen Risiken hin.
Aktieninvestitionen sowie Optionsscheingeschaefte und der Handel
mit derivativen Finanzprodukten beinhalten das Risiko enormer
Wertverluste. Insbesondere gilt dies im Zusammenhang mit dem
Handel von Neuemissionen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kap-
itals kann keineswegs ausgeschlossen werden. Eigenverantwortli-
che Anlageentscheidungen im Wertpapiergeschaeft sollte der Anle-
ger nur bei eingehender Kenntnis der Materie in Erwaegung zie-
hen, in jedem Falle aber ist die Inanspruchnahme einer persoen-
lichen Beratung der Haus- und/oder Depotbank zu empfehlen.
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NEWSLETTER ENDE
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