18.03.2002
IPC Archtec Schnäppchenpreise
toptrading.de
Die Analysten von "toptrading.de" sehen den Kursrutsch bei IPC Archtec (WKN
525280) als nicht gerechtfertigt an und empfehlen jetzt zu Schnäppchenpreisen einzusteigen.
Es gebe derzeit kaum Publikationen und Chatboards, in denen nicht täglich neue Vorwürfe gegen Unternehmen des Neuen Marktes laut würden. Eines der jüngsten Opfer der Gerüchteküche sei der Niederaichbacher IT-Vermarkter IPC Archtec. Im Vorfeld der am 28. März zur Veröffentlichung anstehenden Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr 2001 würden alte und neue Gerüchte nach außen dringen. Doch IPC weise alle Vorwürfe von sich: "Bis auf den bereits publizierten Abschreibungsbedarf bei unserer Handelstochter BEMI sind die zahlreichen Anschuldigungen haltlos!", erfahre man aus dem Unternehmen. Am schwerwiegendsten seien sicherlich die Gerüchte über einen nachhaltigen Abschreibungsbedarf auf den hohen Forderungsbestand, den der IT- Vermarkter nach den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres aufzuweisen hatte.
Diese Vorwürfe seien nicht neu, bereits zum Halbjahresbericht hätten Börsenmedien Probleme aufgrund des hohen Auftragsbestands gewittert. Damals wie heute hätten die hohen Forderungen gegenüber Premium-Kunden wie Metro, Karstadt oder Kaufhof bestanden, die in der Branche zwar als späte, aber doch als zuverlässige Zahler bekannt seien. Dementsprechend weise auch IPC Archtec außerordentlichen Abschreibungsbedarf von sich: "Unser Forderungsbestand ist traditionell hoch, das hängt mit unserer Kundenstruktur zusammen. Die Wirtschaftsprüfer haben uns aber bereits bestätigt, dass neben den üblichen Pauschalabschreibungen keinerlei zusätzlicher Abschreibungsbedarf besteht", so eine Unternehmenssprecherin.
Auch die Gerüchte über einen schleppenden Notebook-Verkauf im Januar seien aus der Luft gegriffen. "Dieses Gerücht kennen wir, es wird von einem Mitbewerber gestreut. Warum er dies tut, wissen wir nicht, wir können aber ganz klar sagen, dass wir mit dem Absatz unserer Notebooks genau im Plan liegen." Und der könne sich sehen lassen, habe IPC doch Mitte Dezember einen Rekordumsatz im Bereich Notebooks prognostiziert und gleichzeitig seine Wachstumsprognose für das erste Quartal 2002 von 30 auf 70% erhöht. Zwar sei, wie die Analysten exklusiv erfahren hätten, ein Vertrag mit Mediamarkt nicht zustande gekommen, dieser sei allerdings in den gemeldeten Planungen auch noch nicht enthalten gewesen und
wäre als Zuckerl obendrauf gekommen.
Allerdings seien neue Vertragsabschlüsse mit Mediamarkt nicht ausgeschlossen, habe es zu dieser Thematik weiter geheißen. Auch die kolportierten Probleme mit dem US-Chiphersteller Intel seien böse, von Konkurrenten gestreute Verleumdungen. "IPC Archtec und Intel haben eine gute Geschäftsbeziehung, das Geschäft mit unserem Intel Pentium 4-Notebook web@star verläuft vielversprechend". so der Unternehmenskommentar.
Der von manchen Seiten als bedenklich eingestufte negative Cash-flow diene IPC Archtec zur Finanzierung der internationalen Expansion, die den Auslandsanteil am Umsatz von bislang 37% anheben solle. "Unsere Cash-Position beträgt noch immer knapp 10 Mio. Euro, ist also alles andere bedenklich!". Die mit IPC Archtec in letzter Zeit in Verbindung gebrachte angeblich insolvente Dino Soft sei den Bayern gänzlich unbekannt. "Das besagte Unternehmen stand in keinerlei Geschäftsverbindung zu IPC Archtec, also hätte auch eine Insolvenz der Gesellschaft keine Auswirkungen auf unsere Entwicklung" habe die Unternehmenssprecherin klargestellt. Die vergangene Woche ausgelaufene Lock- up-Periode würden die betroffenen Unternehmensgründer Krassler und Forstmeier nach eigenem Bekunden nicht zu Aktienverkäufen nutzen.
Würden noch die im Raum stehenden Abschreibungen auf die Filialtochter BEMI Computer bleiben. Diese seien bereits öfter von Vorständen der IPC publik gemacht worden. Dabei gehe es allerdings nur um eine recht geringe Größenordnung. Bei der Inventur seien bislang ungeklärte Differenzen in Höhe von 3 bis 5 Mio. Euro aufgetreten. Diese hätten eventuell Abschreibungen in gleicher Höhe zur Folge. Dies würde bedeuten, dass die avisierten 2,89 Euro Gewinn je Aktie eventuell nicht erreicht werden könnten. "Diese Abschreibungen haben aber keinen Einfluss auf unsere Liquiditätssituation, und aufgrund ihrer Einmaligkeit auch keine Auswirkungen auf unsere Gewinnerwartungen im laufenden Jahr."
Im Klartext erwarte Vorstandsmitglied Andreas Empl einen Gewinn von 3,50 bis 3,60 Euro je Aktie in 2002! Die Gewinndynamik wäre damit ungebrochen und der jüngste 50%-ige Kurseinbruch völlig überzogen! Das wolle IPC Archtec bei der Veröffentlichung der Zahlen am 28. dann auch allen Kritikern beweisen.
Die Analysten von "toptrading.de" empfehlen sich jetzt zu Schnäppchenpreisen bei IPC Archtec einzudecken. Als mittelfristiges Kursziel sehe man 40 Euro.
Quelle toptrading.de
Der heutige Kursverlauf spricht allerdings dagegen....Bisher dachte ich immer IPC sei solide, bin mal gespannt, was da noch kommt..
Grüßle PE