Donnerstag, 10. Juli 2003
Trübe Prognose
Intel sieht keine Erholung
(Reuters) - Der Chef des weltgrößten Chip-Herstellers Intel Corp, Craig Barrett, sieht vorerst noch keine Erholung der Technologie-Branche, erwartet aber eine Konsolidierung der Chip-Industrie. "Jedes Mal, wenn wir Hoffnung schöpfen, kommt der Irak-Krieg, SARS oder irgend eine andere Herausforderung", sagte Barrett in einem Interview der "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe).
"Wir erwarten für dieses Quartal, dass es ähnlich ausfällt wie das vorhergehende und die letzten paar Jahre. Wir rutschen nicht ab, aber wir können auch keinen Aufschwung versprechen", führte er weiter aus. Wenn die Konjunktur wieder anziehe, werde Intel aber dank seiner Marktmacht und massiver Investitionen schneller wachsen als der Markt.
Um die Kapazitäten mache er sich immer Sorgen, sagte Barrett weiter. "Aber wer Erträge sehen will, muss investieren. Andere tun das nicht, deshalb werden wir schneller als der Branchendurchschnitt wachsen, wenn die großen Märkte wieder anfangen, in ihre Infrastruktur zu investieren".
Die Wachstumsraten der Branche werden dem Intel-Chef zufolge langfristig möglicherweise ein wenig niedriger ausfallen als in der Vergangenheit mit mehr als 16 Prozent jährlich. Vermutlich werde das Wachstum aber zweistellig bleiben. "Dabei wird sich die Branche aber sehr verändern. Sie wird sich konsolidieren und in Technologieführer und Nachahmer aufspalten. Einzelne Firmen werden deutliche schneller wachsen als der Durchschnitt", erklärte Barrett.
Das US-Marktforschungsunternehmen IC Insights hatte zu Beginn dieser Woche angesichts weiter sinkender Preise seine Wachstumsprognose für die weltweiten Erlöse aus dem Chip-Absatz in diesem Jahr nach unten revidiert. Für 2003 sagte IC Insights weltweite Chip-Umsätze von 136,4 Milliarden Dollar voraus - gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13 Prozent. In einer früheren Schätzung war IC Insights von einem Wachstum von 15 Prozent ausgegangen.
Trübe Prognose
Intel sieht keine Erholung
(Reuters) - Der Chef des weltgrößten Chip-Herstellers Intel Corp, Craig Barrett, sieht vorerst noch keine Erholung der Technologie-Branche, erwartet aber eine Konsolidierung der Chip-Industrie. "Jedes Mal, wenn wir Hoffnung schöpfen, kommt der Irak-Krieg, SARS oder irgend eine andere Herausforderung", sagte Barrett in einem Interview der "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe).
"Wir erwarten für dieses Quartal, dass es ähnlich ausfällt wie das vorhergehende und die letzten paar Jahre. Wir rutschen nicht ab, aber wir können auch keinen Aufschwung versprechen", führte er weiter aus. Wenn die Konjunktur wieder anziehe, werde Intel aber dank seiner Marktmacht und massiver Investitionen schneller wachsen als der Markt.
Um die Kapazitäten mache er sich immer Sorgen, sagte Barrett weiter. "Aber wer Erträge sehen will, muss investieren. Andere tun das nicht, deshalb werden wir schneller als der Branchendurchschnitt wachsen, wenn die großen Märkte wieder anfangen, in ihre Infrastruktur zu investieren".
Die Wachstumsraten der Branche werden dem Intel-Chef zufolge langfristig möglicherweise ein wenig niedriger ausfallen als in der Vergangenheit mit mehr als 16 Prozent jährlich. Vermutlich werde das Wachstum aber zweistellig bleiben. "Dabei wird sich die Branche aber sehr verändern. Sie wird sich konsolidieren und in Technologieführer und Nachahmer aufspalten. Einzelne Firmen werden deutliche schneller wachsen als der Durchschnitt", erklärte Barrett.
Das US-Marktforschungsunternehmen IC Insights hatte zu Beginn dieser Woche angesichts weiter sinkender Preise seine Wachstumsprognose für die weltweiten Erlöse aus dem Chip-Absatz in diesem Jahr nach unten revidiert. Für 2003 sagte IC Insights weltweite Chip-Umsätze von 136,4 Milliarden Dollar voraus - gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13 Prozent. In einer früheren Schätzung war IC Insights von einem Wachstum von 15 Prozent ausgegangen.