Inspektion von 700 Standorten in Irak

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Inspektion von 700 Standorten in Irak flamingoe
flamingoe:

Inspektion von 700 Standorten in Irak

 
15.11.02 23:46
#1
...das könnte Jahre dauern, laut Resolution dürfen USA aber schon Mitte Dezember angreifen...



Debatte um Meldepflicht der Irak-Inspektoren

USA fordern "Null Toleranz" / Blix lässt offen, ob er bereits kleine Verzögerungen mitteilen will

Reuters, AFP, dpa

NEW YORK/PARIS/MOSKAU. 15. November. Nach der Zustimmung Iraks zur Wiederaufnahme der Rüstungsinspektionen der Uno hat eine Diskussion darüber begonnen, wie weit die Meldepflicht der Inspektoren gehen soll. Die USA haben gedroht, im Sicherheitsrat nicht den geringsten Verstoß gegen die Auflagen durchgehen zu lassen. Sie wollen Irak in einem solchen Fall angreifen. Der Chef der Rüstungsinspektoren, Hans Blix, wurde am Freitag von der Zeitung Le Monde mit den Worten zitiert, selbst eine halbe Stunde Verzögerung bei den Inspektionen könnte schwer wiegen. "Man kann keine Waffe mit großen Abmessungen und keine große Maschine in einer halben Stunde verschwinden lassen, wohl aber Dokumente und Reagenzgläser", sagte Blix.
Blix ließ aber offen, ob eine solche Verzögerung schon als Verletzung der Auflagen des Sicherheitsrates gelten würde. Blix wird am Montag zusammen mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, Mohamed ElBaradei, nach Bagdad reisen, um Vorbereitungen für die Inspektionen zu treffen. ElBaradei hatte am Donnerstag in Washington gesagt, er werde nicht jede kleine Unkorrektheit melden lassen. "Wenn eine geringfügige Unterlassung vorkommt oder etwas unbeabsichtigt geschehen ist, werden wir nicht zum Sicherheitsrat laufen und sagen, das ist ein schwerer Verstoß."

Die UN-Kontrolleure sollen unter Leitung des Australiers Bill Jolley eine irakische Meldeliste überprüfen, die alle Materialien, Anlagen und Dokumente enthalten muss, die für den Bau von atomaren, biologischen und chemischen Waffen taugen würden. Die Resolution, die der Sicherheitsrat in der vergangenen Woche verabschiedete und die Irak am Mittwoch annahm, verlangt bis zum 8. Dezember die Bekanntgabe aller Einzelheiten über eventuelle Rüstungsprogramme.

US-Präsident George Bush hatte betont, er werde auf die peinlich genaue Einhaltung der Resolution achten. "Null Toleranz", sagte er. Frankreichs Präsident Jacques Chirac ließ nach einer Unterredung mit dem russischen Außenminister Igor Iwanow mitteilen, Irak dürfe dieses Mal keinen Fehler machen. "Seine (Iraks) volle und vollständige Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft ist lebenswichtig", sagte seine Sprecherin.

In Moskau sagte Iwanows Stellvertreter Juri Fedotow der Nachrichtenagentur Itar-Tass am Freitag, der Rat müsse jede Kleinigkeit wissen. 1998 habe der damalige Inspektionsleiter in Irak, Richard Butler, auf eigene Faust Irak mit der Begründung verlassen, seine Arbeit werde behindert. "Auf diese Weise machte er den Weg frei für Angriffe auf das Land", sagte Fedotow. Der Einstellung der Inspektionen folgten Luftangriffe der USA und Großbritanniens. Frankreich, Russland und China verlangen, dass dieses Mal allein der Sicherheitsrat darüber befindet, ob Irak die Auflagen verletzt hat oder nicht.

Der frühere UN-Waffeninspektor Scott Ritter hält nach der vom Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution einen Irakkrieg für unausweichlich. "Wir ziehen in den Krieg, und es gibt nichts, was die Inspektoren tun können, um ihn zu verhindern. Und das ist eine Schande. Die Inspektionen haben schon einmal gewirkt und sie könnten es wieder", sagte Ritter am Mittwoch. Der Wortlaut der Resolution erlaube den USA einen Angriff auf Irak Mitte Dezember. Ritter leitete die Waffeninspektionen in Irak von 1991 bis 1998. Er trat 1998 auch deshalb zurück, weil die Ergebnisse der Inspektoren in Irak von den USA für ihre Bombenangriffe auf Irak 1998 benutzt wurden. Nach Ritters Angaben wurden mindestens 95 Prozent aller irakischen Massenvernichtungswaffen bis 1996 zerstört. (Reuters, AFP, dpa)
 


mfG

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Inspektion von 700 Standorten in Irak MadChart

Hm... wenn es schon um eine

 
#2
halbe Stunde geht, ist wohl Vorsicht angebracht.

Bei dem (finanziellen) Aufwand, den die Amis schon zur Vorbereitung eines Militaerschlags gegen den Irak getrieben haben, waere es unwahrscheinlich, dass sie irgendeine willkommene Gelegemheit auslassen. Wie heisst es doch so schoen: "Half drunk is a waste of money"



Viele Gruesse

MadChart



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