Infineon droht immer noch mit Abwanderung aus D


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tosche1:

Infineon droht immer noch mit Abwanderung aus D

 
05.03.03 14:16


Infineon droht immer noch mit Abwanderung aus Deutschland


Der Chiphersteller Infineon will möglicherweise noch in diesem Jahr über eine Verlagerung der Konzernzentrale von München ins Ausland entscheiden. "Ich könnte mir vorstellen, dass die Entscheidung noch dieses Jahr in den Aufsichtsrat kommt", sagte Konzernchef Ulrich Schumacher dem Stern. Die Finanzexperten des Unternehmens rechnen derzeit, ob die Schweiz, Singapur oder die USA als neue Heimat geeignet sind, berichtet das Hamburger Magazin in seiner neuen Ausgabe. "Es geht um unsere Wettbewerbsfähigkeit. Ich gebe mein Geld lieber für Forschung, Entwicklung und gute neue Mitarbeiter aus als für hohe Steuern." In Deutschland sollen rund 15.000 Arbeitsplätze "trotz ungünstiger Lohn- und Lohnnebenkosten" erhalten bleiben: "Das ist unser Beitrag für den Standort Deutschland." Bislang sei aber kein Beschluss über die Verlagerung der Konzernzentrale gefasst worden, betonte eine Unternehmenssprecherin als Reaktion auf den Stern-Bericht.  


Der Infineon-Chef plant neben dem Umzug einen weiteren Tabubruch: Er will künftig Jahr für Jahr konzernweit fünf Prozent der schwächsten Mitarbeitern kündigen -- erreichen will er das über Aufhebungsverträge oder, als letztes Mittel, verhaltens- oder personenbedingte Kündigungen. Laut Stern ist ein Teil des Betriebsrats von Infineon bereit, über die Fünf-Prozent-Regel zu verhandeln. "Wenn man sie schon nicht abwenden kann, ist es besser, darüber zu reden, um die schlimmsten Auswüchse zu verhindern", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Aufsichtsratsmitglied Klaus Luschtinetz dem Magazin. Die IG Metall dagegen wehrt sich gegen den Plan. Neben dem Peitschenschwingen übt sich Infineon-Chef Schumacher aber zugleich im Reichen eines Zuckerbrotes in Form höherer Löhne: "Wenn die Tarifpartner drei Prozent mehr verlangen, bin ich bereit, vier zu geben. Aber nur, wenn wir selbst entscheiden können, wer im Unternehmen wie viel Zuschlag bekommt. Unsere Philosophie ist, dass Leistung honoriert wird." (tol/c't)

 

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bauwi:

Mehrere andere Großunternehmen werden folgen!

 
05.03.03 14:17
Arbeitslosenquote wird dramatisch steigen!!!

MfG bauwi
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Happy End:

Und aus welchen Steuermitteln kamen die Beihilfen?

 
05.03.03 14:23
219 Mio € allein für das Werk in Dresden  
 
(tecCHANNEL.de, 09.04.2002) Die Europäische Kommission wird am heutigen Dienstag die staatlichen Millionen-Beihilfen für das Infineon-Chipwerk in Dresden in voller Höhe genehmigen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD). Infineon kann damit 219 Millionen Euro in sein Budget aufnehmen.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zeigt sich damit ungewöhnlich großzügig und weicht im Fall Infineon von seiner strikten Beihilfepolitik ab. Im Regelfall fordert Monti Kürzungen von geplanten Subventionen. Beim Dresdner Chipwerk jedoch dürfen die Bundesregierung und das Land Sachsen nun den europäischen Höchstförderungssatz mit Beihilfen von 219 Millionen Euro voll ausschöpfen.
Die Genehmigung durch den EU-Wettbewerbskommissar überrascht. Schließlich hatte Monti noch im November 2001 die Rechtmäßigkeit der staatlichen Beihilfen in Frage gestellt (wir  berichteten). Die damalige Begründung: Die Höhe der Beihilfen für Infineon überschreite die vorgeschriebenen Grenzen. Zudem sei nicht auszuschließen, dass sich der Halbleitermarkt im Abschwung befinde, hieß es zur Begründung. Die Marktlage wird von der EU-Kommission mitberücksichtigt. Die Wettbewerbshüter bezweifelten auch, ob die von den deutschen Behörden avisierten 1030 neuen Jobs bei Zulieferern und Abnehmern mitzubeachten sind. Im Werk selbst sollen 1700 Arbeitsplätze entstehen.
Jetzt aber hat Monti eingelenkt. "Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen zusätzliche Informationen geliefert, die es uns erlauben, die Hilfen zu genehmigen", teilte die EU-Kommission mit. Durch das O.K. aus Brüssel ist der Ausbau der Dresdner Fabrik gesichert. Infineon hatte im Mai 2000 mit dem  Bau des weltweit ersten 300-Millimeter-Chipwerks begonnen. In die Fabrik sollen bis 2003 rund 2,1 Milliarden Mark investiert werden. Infineon will dort Speicherchips mit einer Kapazität von 512 MBit und mehr produzieren. (jma)  
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Hiob:

Was der Schumacher bei Infineon schon seit Jahren

 
05.03.03 14:25
veranstaltet, ist eine Art Mobbing gegenältere Mitarbeiter, die ihm irgendwie zu teuer geworden sind und auf die er momentan meint, verzichten zu können. Das mag in vielen Fällen so sein. Firmenpolitisch und volkswirtschaftlich halte ich das allerdings für nicht sehr klug. Gerade die teuer verabschiedeten Kollegen aus der Entwicklungsabteilung wird er, falls der Laden mal wieder brummt, verdammt teuer zurückkaufen müssen. Auf solche Strategien kann man auch als Aktionär gut verzichten, insbesondere wenn es daher kommt ohne Sinn und Verstand. Einige Leute werden dadurch allerdings auch vor die Hunde gehen und das  Sozialsystem belasten. Darauf kann man auch verzichten. Vielleicht sollte man Infineon daher eine gute Reise wünschen. Subventionsabgreifer haben wir auch so schon genug.
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Sahne:

Was, die sind noch da? o. T.

 
05.03.03 14:25
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