GM gab bekannt das auch noch ein Finanzinvestor aus den USA oder China zum Zug kommen kann.
PS: Magna nur ein Strohmann um die Subventionen des deutschen Steuerzahlers zu bekommen ?
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aus dem Handelsblatt :))
GM: So schön kann Konkurs sein
von Matthias Eberle
Das Wochenmagazin "Economist" hat unlängst einen Saurier aus Stahl für seine Titelseite gebastelt, mit Autoreifen am Kniegelenk und Zündkerzen im Gebiss. "Detroitosaurus wrecks" heißt die Montage, frei übersetzt: "Der abgewrackte Dino aus Detroit." Doch jetzt steht GM plötzlich wieder auf.
Das Wochenmagazin "Economist" hat unlängst einen Saurier aus Stahl für seine Titelseite gebastelt, mit Autoreifen am Kniegelenk und Zündkerzen im Gebiss. "Detroitosaurus wrecks" heißt die Montage, frei übersetzt: "Der abgewrackte Dino aus Detroit." In der Tat müsste General Motors (GM) im Sommer 2009 längst ausgestorben sein, wenn es nach Ex-Konzernchef Rick Wagoner ginge.
Der hat erstmals im November 2008 und anschließend in loser Folge erklärt, dass GM ein Konkursverfahren nie und nimmer überleben könne. Dann würden die Kunden überhaupt keine Buicks, Chevrolets und Cadillacs mehr kaufen und die Titanic endgültig zum Untergang bringen.
Noch im März 2009 betonte Wagoner bei einem Pressefrühstück, dass selbst eine sauber vorbereitete Blitz-Insolvenz innerhalb eines Zeitfensters zwischen 30 und 60 Tagen nicht funktionieren werde: "Das Resultat wird eine Liquidation der Firma sein."
Wie oft haben wir die Liquidationslüge seitdem gehört? Der Konkurs sei "einfach kein lebensfähiger Weg", schüttelte UAW-Gewerkschaftspräsident Ron Gettelfinger den Kopf. Die Welle der Panik-Propheten schwappte bis nach Deutschland. Schon eine Insolvenz der Tochter Opel berge ein "ganz erhebliches Systemrisiko für die Autoindustrie", mahnte Gelsenkirchens erster Car-Professor Ferdinand Dudenhöffer.
Wenige Monate und eine Insolvenz später sieht der Saurier GM erstaunlich lebendig aus, trotz Konkurs - oder besser gesagt: wegen des Konkurses. Der Schuldenberg? Gerichtsmedizinisch abgebaut. Kleinere Autos? Sind unterwegs. Grüne Autos? Aber selbstverständlich! Selbst Chrysler, der todkranke Nachbar und hoffnungsloseste aller Fälle, sendet nach einem 40-tägigen Blitz-Konkurs wieder Herztöne.
Haben wir nicht längst vermutet, dass die Insolvenz gar kein Todesurteil im Wagoner?schen Sinne ist, sondern vielmehr ein Jungbrunnen, wie ihn Lucas Cranach der Ältere nicht schöner hätte malen können? Opel derweil hält mit seiner Berliner Charite? im Gepäck an Uralt-Rezepten fest, es ist ja Wahlkampf. Dinosaurier würden eindringlich davor warnen - wenn sie noch könnten.
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