Immer wieder gibt es Phasen und Stoff, der auswendig gelernt werden muß. Nicht alles kann Spaß machen. Aber mit auf den ersten Blick stupiden Dingen wird die Grundlage geschaffen für andere Möglichkeiten.
Das Unheil beginnt im Elternhaus. Durch die Umwelt (mehr und andere Medien, Kriminalität, Wohlstandsprobleme wie Handy/Markenklamotten, mehr Frauen arbeiten etc.) ist Erziehung schwieriger geworden. Allzuviele Eltern haben kapituliert vor den Anstrengungen. Die Lehrer sollen Ersatzrollen einnehmen, für die sie nicht angetreten sind. Aktionismus wie Ganztagsschule sind absoluter Quatsch, wenn abends statt Gespräche mit Eltern oder Geschwistern der Videorekorder zum "Freund" wird, der Filme ab 18 ins Haus bringt.
Natürlich ist auch die Lehrerausbildung reformbedürftig: So müßte die praktische Ausbildung meiner Meinung nach im 2. Semester mit 2 Stunden/Woche an einer Schule beginnen, dafür dann das blödsinnige Referendariat streichen. Dann würden auch nicht geeignete Studenten von diesem Beruf ferngehalten. Fortbildung müßte verpflichtend sein, welche aber nicht (nur) in den Ferien stattfinden kann.
Bessere Bildung kostet mehr Geld, ohne zusätzliches Geld keine angenehmeren Arbeitsbedingungen für Schüler, keine besseren Materialien, keine kleinere Klassen (5. mit 33 Schülern ist definitiv zu viel), nicht mehr Lehrer usw.
Bildung ist fast die einzige Ressource, die wir haben, sie ist zu kostbar zu verschwenden im kurzsichtigen Haushaltsgerangel.
@user: Leider bedeuten traditionelle Werte nichts mehr: Höflichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit etc. sind abgeschafft zugunsten von Raffgier, Neid, schnellem Erfolg. Aber das geht auch nur wieder in eine andere Richtung, wenn man im Elternhaus ansetzt.
MfG, S.Lord