ID Media: Abfindungsangebot an die Gesamtbelegtschaft
Datum: 22.08.01
(iBusiness) "Die eine oder andere Entlassung in Berlin nicht ausschließen" - so formulierte das Unternehmen seine Situation noch im Juli gegenüber iBusiness nach der Schließlung der Niederlassungen in Hamburg. Einiger weitere Niederlassungs-Schließungen später folgt jetzt ein Angebot an die gesamte Berliner Belegschaft: Alle Mitarbeiter hatten am Dienstag morgen ein Schreiben erhalten, in denen ihnen das Unternehmen zwei Monatsgehälter beziehungsweise maximal 16.000 DM anbietet, wenn sie das Unternehmen freiwillig verlassen. Das Angebot gilt bis Mittwoch.
In Sachen Mitarbeiter-Umgang ist das Angebot ein Armitszeugnis und das nicht nur wegen des Zeitdrucks, den das Unternehmen damit auf seine Mitarbeiter ausübt, sondern auch, weil ein Mitarbeiter, der das Angebot annimmt, unter Umständen schlechter fährt, als wenn er sich einfach kündigen lässt. Denn wer nicht gleich einen neuen Job findet, muß beim Arbeitslosengeld möglichweise mit Sperrfristen rechnen.
Gefährlich ist das Vorgehen nach oft vertretener Rechtsauffassung auch für das Unternehmen selbst. Denn ein Mitarbeiter kann den Aufhebungsvertrag unter umständen Anfechten - sowohl, weil er vom Arbeitgeber unangemessen unter Druck gesetzt wurde, als auch, wenn er vom Arbeitgeber nicht ausreichend über die Folgen bei den Sozialleistungen unterrichtet wurde.
Die Aktion von ID-Media trifft die Belegschaft knapp vor der für den 11. September geplanten Betriebsratswahl, der Wahlvorstand wurde am 3.7. eingesetzt (iBusiness berichtete). Eine Stellungnahme von ID Media war bis zum Redaktionsschluss nicht zu erhalten.
So was ist doch echt der Hammer, wenn jedem Mitarbeiter signalisiert wird eigentlich kannst Du gehen; wär uns lieber, Du störst nur!!!
Datum: 22.08.01
(iBusiness) "Die eine oder andere Entlassung in Berlin nicht ausschließen" - so formulierte das Unternehmen seine Situation noch im Juli gegenüber iBusiness nach der Schließlung der Niederlassungen in Hamburg. Einiger weitere Niederlassungs-Schließungen später folgt jetzt ein Angebot an die gesamte Berliner Belegschaft: Alle Mitarbeiter hatten am Dienstag morgen ein Schreiben erhalten, in denen ihnen das Unternehmen zwei Monatsgehälter beziehungsweise maximal 16.000 DM anbietet, wenn sie das Unternehmen freiwillig verlassen. Das Angebot gilt bis Mittwoch.
In Sachen Mitarbeiter-Umgang ist das Angebot ein Armitszeugnis und das nicht nur wegen des Zeitdrucks, den das Unternehmen damit auf seine Mitarbeiter ausübt, sondern auch, weil ein Mitarbeiter, der das Angebot annimmt, unter Umständen schlechter fährt, als wenn er sich einfach kündigen lässt. Denn wer nicht gleich einen neuen Job findet, muß beim Arbeitslosengeld möglichweise mit Sperrfristen rechnen.
Gefährlich ist das Vorgehen nach oft vertretener Rechtsauffassung auch für das Unternehmen selbst. Denn ein Mitarbeiter kann den Aufhebungsvertrag unter umständen Anfechten - sowohl, weil er vom Arbeitgeber unangemessen unter Druck gesetzt wurde, als auch, wenn er vom Arbeitgeber nicht ausreichend über die Folgen bei den Sozialleistungen unterrichtet wurde.
Die Aktion von ID-Media trifft die Belegschaft knapp vor der für den 11. September geplanten Betriebsratswahl, der Wahlvorstand wurde am 3.7. eingesetzt (iBusiness berichtete). Eine Stellungnahme von ID Media war bis zum Redaktionsschluss nicht zu erhalten.
So was ist doch echt der Hammer, wenn jedem Mitarbeiter signalisiert wird eigentlich kannst Du gehen; wär uns lieber, Du störst nur!!!
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