Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez ist nach Angaben des Militärs zurückgetreten. Heereschef Efrain Vásquez Velázquez bestätigte entsprechende Angaben des Fernsehsenders "Globovision". Vásquez erklärte, Chávez verhandele im Regierungspalast Miraflores in der Hauptstadt Caracas mit drei ranghohen Militärangehörigen über die Art der Übergabe der Macht.
Zuvor hatten mehrere Offiziere Chavez für den Tod von mindestens zehn Menschen verantwortlich gemacht, die bei einer Kundgebung gegen die Regierung in Caracas erschossen worden waren. Einem Krankenhausmitarbeiter zufolge sollen knapp hundert Personen verletzt worden sein. Das Militär verlangte Neuwahlen. Die Zeitung "El Universal" berichtete, der Präsident des Arbeitgeberverbandes, PedroCarmona, habe ein Angebot der Streitkräfte angenommen, eine Übergangsregierung zu leiten.
Nach Medienberichten gingen in Caracas viele Menschen auf die Straßen, um den Rücktritt zu feiern. In Caracas und anderen Großstädten herrschte in der Nacht nach übereinstimmenden Medienberichten wieder Ruhe.
Vásquez rief die Oberbefehlshaber der anderen Teilstreitkräfte auf, sich dem Aufruf zum Rücktritt von Chávez anzuschließen. Er betonte, es gehe nicht um einen Staatsstreich, sondern um Solidarität mit dem Volk.
Rund 500.000 Menschen waren nach Schätzung der Medien am dritten Tag eines von Gewerkschaften und Unternehmerverbänden organisierten Generalstreiks allein in Caracas auf die Straßen gegangen, um gegen die autoritäre Politik von Chávez zu protestieren. Kundgebungen gab es auch in anderen Städten.
quelle: n-tv.de
Da werden sich wohl viele Venezolaner freuen und ich freue mich mit ihnen.