IBM stößt Oracle vom Datenbank-Thron
Von CW-Redakteur Gerhard Holzwart.
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut Gartner gelang es IBM im vergangenen Jahr, Oracle als führenden Datenbankanbieter abzulösen. Während Oracle jedoch die jüngsten Zahlen in Zweifel zieht und auf seine unangefochtene Position im Unix-Segment verweist, dürfte der wahre Gewinner ohnehin anders heißen: Microsoft.
„The Winner is: IBM!“ So einfach ließe sich die jüngste Erhebung von Gartner zum weltweiten Datenbankmarkt auf den ersten Blick zusammenfassen. Doch wie bei den meisten Statistiken ist vieles Interpretationssache, steckt die Tücke im Detail. Fest steht nur eines: Für den klassischen Datenbankanbieter Oracle, der sich seit geraumer Zeit einem „Zweifrontenkrieg“ gegen IBM (im Highend-Bereich) und Microsoft (im Lowend-Segment) ausgesetzt sieht, hat sich die Situation im vergangenen Jahr dramatisch zugespitzt.
Denn laut Gartner hat sich Big Blue 2001 dank der Übernahme von Informix die Spitzenposition im Markt für Datenbank-Management-Systeme (DBMS) gesichert. Die Armonker kamen demnach auf 34,6 Prozent aller Umsätze mit Neulizenzen, Oracle nur auf 32 Prozent. 2000 hatte die Larry-Ellison-Company noch mit einem Marktanteil von 34,1 Prozent knapp die Führung vor IBM (33,7 Prozent) behauptet.
Insgesamt beziffern die Gartner-Auguren das DBMS-Marktvolumen 2001 auf 8,8 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem konjunkturbedingt mageren Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Von 1999 auf 2000 war der Markt noch um rund zehn Prozent gewachsen. „2001 war ein hartes Jahr für die Anbieter, nicht nur aufgrund des konjunkturellen Abschwungs“, heißt es denn auch bei Gartner in Anspielung auf die Preiskämpfe, die sich IBM, Oracle und Microsoft in letzter Zeit geliefert haben. Mit unterschiedlichem Ausgang übrigens, denn während IBM und Microsoft ihre Einnahmen mit Datenbanksoftware um 5,7 beziehungsweise 17,8 Prozent steigern konnten, musste Oracle der Gartner-Studie zufolge ein Minus von 4,9 Prozent hinnehmen.

Von CW-Redakteur Gerhard Holzwart.
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut Gartner gelang es IBM im vergangenen Jahr, Oracle als führenden Datenbankanbieter abzulösen. Während Oracle jedoch die jüngsten Zahlen in Zweifel zieht und auf seine unangefochtene Position im Unix-Segment verweist, dürfte der wahre Gewinner ohnehin anders heißen: Microsoft.
„The Winner is: IBM!“ So einfach ließe sich die jüngste Erhebung von Gartner zum weltweiten Datenbankmarkt auf den ersten Blick zusammenfassen. Doch wie bei den meisten Statistiken ist vieles Interpretationssache, steckt die Tücke im Detail. Fest steht nur eines: Für den klassischen Datenbankanbieter Oracle, der sich seit geraumer Zeit einem „Zweifrontenkrieg“ gegen IBM (im Highend-Bereich) und Microsoft (im Lowend-Segment) ausgesetzt sieht, hat sich die Situation im vergangenen Jahr dramatisch zugespitzt.
Denn laut Gartner hat sich Big Blue 2001 dank der Übernahme von Informix die Spitzenposition im Markt für Datenbank-Management-Systeme (DBMS) gesichert. Die Armonker kamen demnach auf 34,6 Prozent aller Umsätze mit Neulizenzen, Oracle nur auf 32 Prozent. 2000 hatte die Larry-Ellison-Company noch mit einem Marktanteil von 34,1 Prozent knapp die Führung vor IBM (33,7 Prozent) behauptet.
Insgesamt beziffern die Gartner-Auguren das DBMS-Marktvolumen 2001 auf 8,8 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem konjunkturbedingt mageren Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Von 1999 auf 2000 war der Markt noch um rund zehn Prozent gewachsen. „2001 war ein hartes Jahr für die Anbieter, nicht nur aufgrund des konjunkturellen Abschwungs“, heißt es denn auch bei Gartner in Anspielung auf die Preiskämpfe, die sich IBM, Oracle und Microsoft in letzter Zeit geliefert haben. Mit unterschiedlichem Ausgang übrigens, denn während IBM und Microsoft ihre Einnahmen mit Datenbanksoftware um 5,7 beziehungsweise 17,8 Prozent steigern konnten, musste Oracle der Gartner-Studie zufolge ein Minus von 4,9 Prozent hinnehmen.
