So wie es derzeit aussieht, kann man sich aufgrund der andauernden Marktkonsolidierung der Versicherungsvertriebsmarktes auf der Niedrigzinsphase derzeit die noch fehlenden Komponenten für die Versicherungsplattform recht günstig zusammenkaufen, da die vielen mittelständischen Anbieter unter Druck stehen und äußerst verkaufsbereit sind. Gleichzeitig schafft man einen One Stop Shop, an dem viele Vertriebe wahrscheinlich nicht mehr vorbeikommen bzw. man kann auf die bestehenden Kundenverbindungen die Plattform Upsellen.
Ich finde die Strategie sehr plausibel. Das Risiko ist aufgrund der gezahlten Preise überschaubar. Der Kern der Plattform würde ja eh intern entwickelt und ist schon bilanziell verdaut. Das Schöne für uns Aktionäre an der Entwicklung ist daher, dass sich im Bestcase der Wert der Aktie um 100 EUR erhöht, im Mittelcase um 50 EUR und im Worstcase (Totalflop) nix passiert bzw. sich der Wert leicht erhöht, da Kosten wegfallen. Eingepreist ist ja aktuell nicht einmal Europace vollständig.
Die größten Verluste an der Börse entstehen immer dann, wenn sehr hohe finanzielle Investitionen im Nachhinein scheitern(Biotech etc). Im Fall der Versicherungsplattform kann man als Aktionär m.E. hier nur gewinnen (wenn jetzt Hypoport für 100 Mill, weiter zukauft, ändert sich natürlich diese Einschätzung)
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold