VALUE Data Insights Q1/2022
"...Die Preise haben im 1. Quartal 2022 nach zwei Quartalen Verschnaufpause wieder deutlich angezogen. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 3 %. Einfamilienhäuser im Bestand verteuerten sich im bundesweiten Mittel um 5,4 % im Vergleich zum letzten Quartal, das ist ein neuer Quartalsrekord in unserer Datenreihe, die bis ins Jahr 2012 zurückreicht. Die Mieten bewegten sich im 1. Quartal 2022 nur etwas stärker als im Vorquartal und deutlich moderater als die Kaufpreise. Im Vorjahresvergleich zeigen sich besonders im Eigenheimsegment beachtliche Preissteigerungen: Einfamilienhäuser liegen im Vergleich zum 1. Quartal 2021 mit sagenhaften 17,1 % im Plus. Eigentumswohnungen kosteten rd. 10,5 % mehr als noch vor einem Jahr. Für Mietwohnungen wurde im abgelaufenen Quartal immerhin noch 4,5 % mehr verlangt als im Vorjahr.
„Wir sind schon überrascht“ kommentiert Sebastian Hein, Leiter von VALUE Marktdaten die aktuelle Entwicklung und ergänzt: „Sah es nach den letzten beiden Quartalen noch so aus, als würde dem Immobilienpreisboom die Puste ausgehen, messen wir für das abgelaufene Quartal wieder stärker anziehende Preise – im Teilmarkt Einfamilienhäuser sogar einen erneuten Rekord in unseren Aufzeichnungen. Dabei sind fundamentale Faktoren für das erneute Anziehen der Preise im Bestand nicht vorhanden: Zinsen, Energiekosten und Baukosten sind in den ersten 3 Monaten des Jahres gestiegen. Budgets für den Kauf von Bestandsbauten hätten im Umkehrschluss sinken müssen.“ erklärt er. „Allerdings dürfte die Zinserwartung auch Kaufanreize liefern. Es scheint, als mache sich Torschlusspanik unter den potenziellen Eigenheimerwerbern breit. Wer jetzt nicht kauft oder saniert, kann es sich in Zukunft vielleicht nicht mehr leisten. Gleichzeitig wird das gesparte Eigenkapital entwertet.“ führt Hein fort...."
Hier die Details mit Kauf-/und Mietpreis-Städelisten etc.:
www.value.ag/...itteilung-value-data-insights-1-quartal-2022/