"Eher hohe" bis "hohe" Blasengefahr in elf von zwölf Großstädten
Bundesweit steigt im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal der Teilindex "Vervielfältiger" erneut um zwei Punkte, beim Teilindex "Preis-Einkommen" ist der Anstieg mit einem Punkt nur noch marginal. Zugelegt hat vor allem der von Empirica ermittelte Teilindex "Fertigstellungen" mit plus vier Punkten.
Für zehn der zwölf größten deutsche Städte indiziert Empirica eine "eher hohe" Blasengefahr, darunter die sogenannten "Top 7" Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart. In Hamburg wird die Blasengefahr im dritten Quartal 2021 erstmals als "hoch" eingeschätzt. Nur in Köln als einer der "Top 7"-Städte ist die Gefahr weiterhin nur "mäßig", weil hier laut Empirica zu wenig gebaut wird – trotz des hohen Bedarfes nur halb so viel wie in vergleichbaren Städten. Das pusht die Mieten, aber dämpft die Blasengefahr.
Das Rückschlagpotenzial, das im Empirica-Index die relative Preiskluft zwischen Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und Mieten beschreibt, liegt aktuell bundesweit bei 31 Prozent (vor drei Jahren bei 16 Prozent), in den "Top 7"-Städten bei 48 Prozent (vor drei Jahren bei 33 Prozent). Begünstigt wird ein Einbruch durch nachlassenden Mietanstieg aufgrund von mehr Neubau, Stadtflucht oder mehr Arbeitslosigkeit. Unwahrscheinlicher würde ein Einbruch durch weitere Klimaauflagen beim Neubau, sinkende Zinsen oder steigende Einkommen.
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