Hypoport in den nächsten Monaten und Jahren ableiten?
"Da drängt sich die Frage auf, wer all den exklusiven Wohnraum beziehen soll, der gerade im Süden Leipzigs entsteht. Für Leipziger Durchschnittsverdiener sind Kaltmieten von mehr als zehn Euro pro Quadratmeter kaum zu bezahlen – zumindest aktuell. Doch der vorübergehende Leerstand von Wohnraum scheint mittlerweile einkalkuliert. Von den 220 Wohnungen der »Thalysia Höfe« unweit des Connewitzer Kreuzes steht noch immer ein großer Teil leer. Auch das Luxus-Studentenwohnheim »Staytoo« reizt seine Kapazitäten keineswegs aus. »Könnte besser sein«, sagte der Betreiber im Sommer 2018 noch. Dies hält einen Konkurrenten nicht davon ab, derzeit nur wenige hundert Meter entfernt am Wiedebachplatz ein ähnliches, nur noch größeres Mikroapartmenthaus zu bauen. In der angrenzenden Südvorstadt sieht es nicht anders aus. Auf der Kurt-Eisner-Straße wirken mehrere große Neubauten regelrecht verwaist.
Manch einer sieht erste Zeichen, dass in Leipzig bald eine Immobilienblase platzt, andere sind überzeugt, dass die Immobilienbranche auch vorübergehenden Leerstand einkalkuliert hat und überleben wird. Was davon stimmt, wird die Zukunft zeigen."
kreuzer-leipzig.de/2019/09/04/da-laeuft-doch-was-schief/