Hamburger grüner Wasserstoff-Hub für EU-Förderung nominiert
25. Juni 2021
Ein grüner Wasserstoff-Hub in Hamburg ist in Planung
Bildnachweis: Vattenfall
Ein Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Kraftwerk Hamburg-Moorburg in Deutschland wird gefördert, nachdem es für das europäische Programm „Wichtige Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse“ (IPCEI) in die engere Wahl gezogen wurde.
Die vom Bundeswirtschaftsministerium genehmigte Shortlist umfasst 62 Projekte aus zunächst 200 Einzelprojekten, die sich um eine Förderung im Rahmen des IPCEI-Programms beworben haben.
Die Projektpartner des Hamburg Green Hydrogen Hub, namentlich Shell, Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Vattenfall und das städtische Unternehmen Wärme Hamburg, werden die Förderung nutzen, um gemeinsam am Kraftwerksstandort Hamburg-Moorburg Wasserstoff aus Wind- und Solarstrom zu erzeugen und zu nutzen es in seiner Nähe.
Neben dem Bau eines skalierbaren Elektrolyseurs mit einer Anfangsleistung von 100 MW ist die Weiterentwicklung des Standorts zu einem sogenannten „Green Energy Hub“ geplant. Dazu gehört auch die Erkundung, inwieweit die vorhandene Infrastruktur des Standorts Moorburg für die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang werden auch Konzepte für die notwendigen Logistikketten und Speichermöglichkeiten für Wasserstoff betrachtet.
Vorbehaltlich der endgültigen Investitionsentscheidung und nach aktuellem Planungsstand ist nach Freigabe des Geländes im Laufe des Jahres 2025 mit der Produktion von grünem Wasserstoff zu rechnen.
Die vier Partnerunternehmen sehen dem Energiestandort ideale Voraussetzungen für die weitere Nutzung, da er sowohl an das überregionale 380.000-Volt-Übertragungsnetz als auch an das 110.000-Volt-Netz der Stadt Hamburg angeschlossen ist.
Zudem können Überseeschiffe den Standort direkt anlaufen und die Kai- und Hafenanlagen als Importterminal nutzen. Die städtische Gasnetzgesellschaft will zudem innerhalb von zehn Jahren ein Wasserstoffnetz im Hafen ausbauen und arbeitet bereits an der notwendigen Verteilinfrastruktur.
In der Nähe des Standorts befinden sich zahlreiche potenzielle Kunden für grünen Wasserstoff, sodass das Projekt die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette abdecken kann – von der Erzeugung über die Speicherung, den Transport bis hin zur Nutzung in verschiedenen Sektoren.
Einzelheiten zum IPCEI-Programm finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.
www.powerengineeringint.com/hydrogen/...isted-for-eu-funding/