Wie schon in der vergangenen Woche, waren auch in dieser die negativen Nachrichten
von Unternehmensseite die bestimmenden. Insgesamt hatte die Woche etwas von
Hollywood. Da gab es Katastrophen (Apple), Ertrinkende (Gigabell), Bösewichter
(Met@box), strahlende Retter (Saunalahti Oyj), gefallene Helden (DaimlerChrysler),
großartige Newcomer (SAP SI), Fortsetzungsgeschichten (Infomatec), Filmehen
(AOL-TimeWarner), geplatzte Filmehen (Warner Music - EMI), geplatzte Träume
(Cell Pathways) und lustige Nebendarsteller (MobilCom-Chef Schmidt und seine
Klage gegen die Reg-TP).
Um jedoch die Titelzeile und den Bezug zu Hollywood zusammenzuführen, soll hier
einmal einmal der Titel der "tragischen Person der Woche" verliehen werden: And
the winner is : William Shatner, vielleicht besser bekannt unter dem Namen
"James T.Kirk". Der Schauspieler und Autor betätigte er sich auch als Investor und
stieg mit 105.000 Aktien bei Priceline.com ein. Mit einer sehr aufwendigen
Werbekampagne pries der Kapitän der Enterprise die Vorzüge des Einkaufs über
Priceline.com an. Man mußte ihn sogar bitten, bei Talkshows nicht über das
Unternehmen zu sprechen. Mitte der Woche kam auch hier eine Ertragswarnung.
Die Aktie, die im März letzten Jahres einmal über 160 Dollar gekostet hatte und
seitdem alle andere als gut gelaufen war, brach in dieser Woche nochmals um 50%
ein und kostete nur noch 10 3/4 Dollar.
Wie brutal die Kurse im Moment nach Ertragswarnungen verprügelt werden, hat schon
etwas beängstigendes. Im Fall von Apple ist eine Firma, die ein Drittel weniger
verdient über Nacht nur noch die Hälfte wert. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger
die zur Zeit immer wieder angekündigten Versprechen auf eine Rallye (Sommer-, Herbst-,
Jahresend-) mit Vorsicht genießen. Die Heftigkeit der Reaktion nach solchen Ertrags-
warnungen zeigt, dass der Markt hoch bewertet und nervös ist. Durch einen von der
Washington Post berichteten Rechenfehler (!) müssen auch die amerikanischen Inflations-
zahlen nach oben korrigiert werden, was ein weiteres Eingreifen der US-Notenbank in
diesem Jahr wieder wahrscheinlicher macht.
Das "Nein" zu Euro aus Dänemark stärkt nicht gerade das Vertrauen in die gemeinsame
Währung. Sollten Briten und Schweden sich dieser Meinung anschließen, wird die EZB
ihre Bemühungen um Vertrauensgewinn verstärken müssen. Kurzfristig sieht es nicht
nach einer Rallye aus.
Apropos, wie geht es eigentlich Manfred Krug ?
von Unternehmensseite die bestimmenden. Insgesamt hatte die Woche etwas von
Hollywood. Da gab es Katastrophen (Apple), Ertrinkende (Gigabell), Bösewichter
(Met@box), strahlende Retter (Saunalahti Oyj), gefallene Helden (DaimlerChrysler),
großartige Newcomer (SAP SI), Fortsetzungsgeschichten (Infomatec), Filmehen
(AOL-TimeWarner), geplatzte Filmehen (Warner Music - EMI), geplatzte Träume
(Cell Pathways) und lustige Nebendarsteller (MobilCom-Chef Schmidt und seine
Klage gegen die Reg-TP).
Um jedoch die Titelzeile und den Bezug zu Hollywood zusammenzuführen, soll hier
einmal einmal der Titel der "tragischen Person der Woche" verliehen werden: And
the winner is : William Shatner, vielleicht besser bekannt unter dem Namen
"James T.Kirk". Der Schauspieler und Autor betätigte er sich auch als Investor und
stieg mit 105.000 Aktien bei Priceline.com ein. Mit einer sehr aufwendigen
Werbekampagne pries der Kapitän der Enterprise die Vorzüge des Einkaufs über
Priceline.com an. Man mußte ihn sogar bitten, bei Talkshows nicht über das
Unternehmen zu sprechen. Mitte der Woche kam auch hier eine Ertragswarnung.
Die Aktie, die im März letzten Jahres einmal über 160 Dollar gekostet hatte und
seitdem alle andere als gut gelaufen war, brach in dieser Woche nochmals um 50%
ein und kostete nur noch 10 3/4 Dollar.
Wie brutal die Kurse im Moment nach Ertragswarnungen verprügelt werden, hat schon
etwas beängstigendes. Im Fall von Apple ist eine Firma, die ein Drittel weniger
verdient über Nacht nur noch die Hälfte wert. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger
die zur Zeit immer wieder angekündigten Versprechen auf eine Rallye (Sommer-, Herbst-,
Jahresend-) mit Vorsicht genießen. Die Heftigkeit der Reaktion nach solchen Ertrags-
warnungen zeigt, dass der Markt hoch bewertet und nervös ist. Durch einen von der
Washington Post berichteten Rechenfehler (!) müssen auch die amerikanischen Inflations-
zahlen nach oben korrigiert werden, was ein weiteres Eingreifen der US-Notenbank in
diesem Jahr wieder wahrscheinlicher macht.
Das "Nein" zu Euro aus Dänemark stärkt nicht gerade das Vertrauen in die gemeinsame
Währung. Sollten Briten und Schweden sich dieser Meinung anschließen, wird die EZB
ihre Bemühungen um Vertrauensgewinn verstärken müssen. Kurzfristig sieht es nicht
nach einer Rallye aus.
Apropos, wie geht es eigentlich Manfred Krug ?