Schlußspurt an Wall Street
(gatrixx) Der Dow Jones pendelte angesichts mehrerer Gewinnwarnungen im Technologiesektor lange um die Nulllinie. Erst in der letzten Handelsstunde ging es nochmals kräftig bergauf. Der Standardwerte-Index legte 58 Punkte oder 0,6 Prozent auf 10.217 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte 12 Punkte auf 1.192 Zähler.
Die Rendite der richtungsweisenden 30jährigen Staatsanleihe ermäßigte sich um 6 Stellen auf 5,64 Prozent.
Philip Morris überzeugt
Als sicherer Hafen entpuppte sich am Dienstag einmal mehr Philip Morris: Der Mischkonzern traf mit seinem Ergebnis für das erste Quartal genau die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar oder 95 Cent pro Aktie, nach 88 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Sogar um ganze 11,6 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar kletterte der Umsatz. Philip Morris schloß mit 47,80 Dollar - ein Zugewinn von 2,7 Prozent.
Der Pharmakonzern Johnson & Johnson erzielte im ersten Quartal 2001 einen Gewinn je Aktie von 1,06 US-Dollar, nach 0,93 Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit wurden die Prognosen der Analysten um 2 Cents je Anteil übertroffen. Der Umsatz des US-Konzerns legte von 7,319 Milliarden auf 7,791 Milliarden Dollar zu. Das Papier kletterte um 2 Prozent auf 94,45 Dollar.
Ein beinharter Preiskampfes gepaart mit hohen Investitionen bescherte der Telefongesellschaft Sprint im ersten Quartal einen Gewinneinbruch von 72 Prozent. Nach einem Überschuß von 1,12 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal, fanden sich nun lediglich 315 Millionen Dollar oder 36 Cent je Aktie in der Sprint-Kasse. Doch damit nicht genug: Das Sprint-Management äußerte auch die Befürchtung, das sowohl das kommende Quartal als auch das Gesamtjahr 2001 hinter den ohnehin gesenkten Erwartungen zurückbleiben dürfte. Sprint-Aktien waren zuletzt für 22,04 Dollar zu haben - ein Abschlag von 5,9 Prozent.
Probleme bei Eastman Kodak
Eastman Kodak gab nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal 2001 rund 2,3 Prozent auf 42,50 Dollar nach. Der US-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn je Aktie von 52 Cent, verglichen mit 93 Cent im Vorjahresquartal. Im selben Zeitraum schrumpfte der Umsatz von 3.095 Milliarden auf 2,975 Milliarden Dollar, teilte der Hersteller von Produkten zur Bildreproduktion mit. Eastman kündigte zudem an, weltweit bis zu 3.500 Stellen zu streichen.
Für Stirnrunzeln sorgte auch Caterpillar - die Aktien gaben 2,1 Prozent auf 45,75 Dollar nach. Der Hersteller von Schwer- und Baumaschinen blieb mit einem Gewinn von 47 Cent je Aktie im ersten Geschäftsquartal 2001 knapp hinter den Prognosen zurück. Vor einem Jahr war noch ein Plus von 73 Cent je Aktie erwirtschaftet worden. Der Umsatz fiel um 2 Prozent auf 4,81 Milliarden Dollar. Allerdings bekräftigte Caterpillar seine Prognosen vom Januar diesen Jahres, wonach der Gewinn im Gesamtjahr lediglich um 5 bis 10 Prozent niedriger ausfallen soll. (sz)
17.04. - 22:43 Uhr

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Good Trades !