Bin optimistisch, dass das klappt.
greez
OPEC sieht keine Gefahr einer welweiten Ölkrise
Kuwait (AFP) - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat Befürchtungen vor einer weltweiten Ölknappheit zurückgewiesen. Die Mitgliedstaaten produzierten derzeit mehr Öl als nötig, sagte OPEC-Präsident Scheich Ahmed Fahd el Ahmed el Sabah der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna. Auch wenn sich die Lage am Ölmarkt in London am Montag wieder etwas entspannt hat, rechnet der Geschäftsführer der Tankstellenkette Total, Thierry Pflimlin, nicht mit sinkenden Benzinpreisen. "Solange die Wirtschaft in China boomt und damit die Nachfrage nach Benzin und Diesel weltweit hoch bleibt, müssen wir wohl mit hohen Preisen leben," sagte Pflimlin der "Bild"-Zeitung. Er wehrte sich aber gegen den Vorwurf, die Tankstellen würden bei ihren Kunden abzocken. "Wir können uns dem Weltmarkt nicht entziehen." Die Schäden an Bohrinseln und Raffinerien durch den Hurrikan "Katrina" in den USA hätten den Ölpreis angetrieben. "Wir müssen die Kosten weitergeben, weil wir keinen Puffer haben, um das aufzufangen." Viele Tankstellen kämpften ums Überleben. Der Total-Chef räumte aber ein, dass die Konzerne, die einen großen Teil der weltweiten Ölfördermengen kontrollierten, gut daran verdienten: "Bei der Ölförderung profitieren die Unternehmen von den hohen Preisen." Aber auch der Staat verdiene durch den hohen Steueranteil kräftig mit. Die schrumpfenden Reserven in den USA hatten den Ölpreis und damit auch den Benzinpreis in Deutschland in der vergangenen Woche auf neue Rekordhöhen getrieben. Am Wochenende fingen die Preise bereits zaghaft zu bröckeln an: Bei Shell und Esso kosteten der Liter Normalbenzin 1,42 Euro, für Super mussten die Autofahrer 1,44 Euro berappen. Diesel kostete 1,18 Euro pro Liter. Inzwischen sanken auch die Ölpreise in London wieder, nachdem wichtige Industriemächte sich darauf verständigt hatten, Teile der Ölreserven freizugeben. Dadurch sollen Versorgungsengpässe in den USA überbrückt und der Druck auf den Ölpreis mildert werden. Der Preis der Nordseesorte Brent verlor 1,66 Dollar auf 66,06 Dollar pro Barrel. Die OPEC fördert gegenwärtig 30,4 Millionen Barrel Öl pro Tag. Das reiche aus, "um für Markt- oder strategische Zwecke Reserven anzulegen und die Preise zu stabilisieren", sagte Scheich Sabah, der zugleich Energieminister Kuwaits ist. Der Chef der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Claude Mandil, hatte zuvor angesichts der Folgen des Wirbelsturms "Katrina" vor einer weltweiten Energiekrise gewarnt. 