surfen wir doch alle.FDP-Politiker ruft zum Flatrate-Protest auf
Nach der Email-Aktion der Intitiative "Internet ohne Taktung", hat nun
auch der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
Hans-Joachim Otto ebenfalls eine solche Aktion gestartet. Otto fordert
auf seiner Homepage alle Internet-Nutzer auf, der Regulierungsbehörde
eine Protestmail zu schicken und stellt dabei eine bereits vorgefertige
Mail bereit.
Der Politiker hierzu: "Wir alle wollen preiswerte und
verbraucherfreundliche Gebühren für das Internet! Wir sind es leid, mit
der tickenden Uhr neben dem PC im Netz surfen! Deshalb brauchen wir die
Flatrate! Wenden Sie sich mit unserem Anliegen an die Regulierungsbehörde
für Post und Telekommunikation (RegTP)! Schicken Sie eine Protestmail!"
Als vernünftig sieht Otto eine Flatrate an, welche unter 50 Mark liegt.
Der Politiker kritisierte ebenfalls die Grosshandels-Offerte welche die
Telekom ihren Mitbewerbern gemacht hatte und forderte die
Regulierungsbehörde auf, das Angebot der Deutschen Telekom einer äußerst
kritischen Prüfung unterziehen.
Kommentar:
Die Aktion des Politikers kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten
sehen, als Versuch der Selbstdarstellung und Profilierung, als
gutgemeintes Vorhaben, oder aber einfach auch als überflüssig.
Überflüssig deshalb, weil es bereits die Protest-Seite
flatrate-protest.de und die Email-Aktion von IoT gibt. Eine bessere
Koordination und Bündelung der Kräfte hätte hier weitaus mehr Sinn
gemacht.
Auf der anderen Seite ist es hier immerhin ein Politiker, der sich für
die Einführung einer Flatrate einsetzt. Unterstellt man ihm kein
politisches sondern öffentliches Interesse, so kann man die Aktion
durchaus wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Ob sich damit weiterer Druck
auf die RegTP wie auch die Regierung in Bonn und letztlich die Telekom
ausüben lässt wird sich zeigen. Zumindest zeigt sie aber, dass die
Grosshandelsflatrate in Deutschland noch nicht aus den Köpfen der
Menschen verschwunden ist.
Bezweifelt werden darf aber, dass die inkompetente Regulierungsbehörde
eine Entscheidung zum Wohl aller Nutzer trifft. Die Herren Regulierer,
denen offenbar jeglicher Weitblick fehlt, bräuchten sich nämlich nur an
den Modellen der europäischen Nachbarstaaten zu orientieren um eine
vernünftige Regelung zu finden. Doch die Aktienbeteiligung des Bundes und
andere "Vorgaben", wie auch die Telekom-Lobby wissen dies offenbar bisher
zu verhindern und haben den Handlungsspielraum der RegTP kräftig
beschnitten.
So wird der Papiertiger RegTP einmal mehr beraten und wohl nur
halbherzige Entscheidungen treffen, es sei denn eine breite Masse von
Nutzern kann letztlich für den Druck bei der Politik sorgen der offenbar
nötig ist um etwas zu bewegen. Und genau vor diesem Hintergrund macht
dann die Aktion von Herrn Otto wieder Sinn.
www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=4837
Nach der Email-Aktion der Intitiative "Internet ohne Taktung", hat nun
auch der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
Hans-Joachim Otto ebenfalls eine solche Aktion gestartet. Otto fordert
auf seiner Homepage alle Internet-Nutzer auf, der Regulierungsbehörde
eine Protestmail zu schicken und stellt dabei eine bereits vorgefertige
Mail bereit.
Der Politiker hierzu: "Wir alle wollen preiswerte und
verbraucherfreundliche Gebühren für das Internet! Wir sind es leid, mit
der tickenden Uhr neben dem PC im Netz surfen! Deshalb brauchen wir die
Flatrate! Wenden Sie sich mit unserem Anliegen an die Regulierungsbehörde
für Post und Telekommunikation (RegTP)! Schicken Sie eine Protestmail!"
Als vernünftig sieht Otto eine Flatrate an, welche unter 50 Mark liegt.
Der Politiker kritisierte ebenfalls die Grosshandels-Offerte welche die
Telekom ihren Mitbewerbern gemacht hatte und forderte die
Regulierungsbehörde auf, das Angebot der Deutschen Telekom einer äußerst
kritischen Prüfung unterziehen.
Kommentar:
Die Aktion des Politikers kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten
sehen, als Versuch der Selbstdarstellung und Profilierung, als
gutgemeintes Vorhaben, oder aber einfach auch als überflüssig.
Überflüssig deshalb, weil es bereits die Protest-Seite
flatrate-protest.de und die Email-Aktion von IoT gibt. Eine bessere
Koordination und Bündelung der Kräfte hätte hier weitaus mehr Sinn
gemacht.
Auf der anderen Seite ist es hier immerhin ein Politiker, der sich für
die Einführung einer Flatrate einsetzt. Unterstellt man ihm kein
politisches sondern öffentliches Interesse, so kann man die Aktion
durchaus wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Ob sich damit weiterer Druck
auf die RegTP wie auch die Regierung in Bonn und letztlich die Telekom
ausüben lässt wird sich zeigen. Zumindest zeigt sie aber, dass die
Grosshandelsflatrate in Deutschland noch nicht aus den Köpfen der
Menschen verschwunden ist.
Bezweifelt werden darf aber, dass die inkompetente Regulierungsbehörde
eine Entscheidung zum Wohl aller Nutzer trifft. Die Herren Regulierer,
denen offenbar jeglicher Weitblick fehlt, bräuchten sich nämlich nur an
den Modellen der europäischen Nachbarstaaten zu orientieren um eine
vernünftige Regelung zu finden. Doch die Aktienbeteiligung des Bundes und
andere "Vorgaben", wie auch die Telekom-Lobby wissen dies offenbar bisher
zu verhindern und haben den Handlungsspielraum der RegTP kräftig
beschnitten.
So wird der Papiertiger RegTP einmal mehr beraten und wohl nur
halbherzige Entscheidungen treffen, es sei denn eine breite Masse von
Nutzern kann letztlich für den Druck bei der Politik sorgen der offenbar
nötig ist um etwas zu bewegen. Und genau vor diesem Hintergrund macht
dann die Aktion von Herrn Otto wieder Sinn.
www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=4837