Aktien Nasdaq Schluss: Sehr schwach - Negative Analystenkommentar
NEW YORK (dpa-AFX) - Eine Reihe von Herabstufungen im Softwaresektor hat an der technologielastigen US-Börse NASDAQ am Montag für eine rasante Talfahrt gesorgt. Der NASDAQ Composite gab bis Handelsschluss um 3,30 Prozent auf 1.562,38 Punkte nach. Der Auswahlindex NASDAQ 100 knickte um 4,07 Prozent ein und notierte bei 1.159,15 Zählern.
Einer der größten Verlierer war der Titel des Chip-Herstellers Xilinx . Die Anteilsscheine sackten um 12,05 Prozent auf 31,01 Dollar. Dabei ignorierten die Anleger offenbar die optimistischen Nachrichten, die das Unternehmen selbst verbreitet hatte. Xilinx geht von einer Umsatzsteigerung vom zweiten zum dritten Quartal in Höhe von 8 Prozent aus. Das Unternehmen rechnet durch den Übergang zu 300mm-Wafern mit einer Bruttomarge in Höhe von 60 Prozent "innerhalb ein paar Quartalen".
Zu den wenigen Titeln, die punkten konnten, gehörten dagegen Applied Micro Circuits Corp. . Der Anteilsschein des Herstellers von Netzwerk-Komponenten verteuerte sich um 0,33 Prozent auf 6,17 Dollar.
Titel des Marktschwergewichts Intel gaben um 3,62 Prozent auf 26,62 Dollar nach. Analysten von UBS Warburg gehen davon aus, dass der Chiphersteller am Donnerstag seine Umsatzprognose für das laufende Quartal herunterschrauben wird.
Aktien des Computerherstellers Apple Computer gaben trotz der Bestätigung "Buy" und dem Preisziel von 30 Dollar durch Salomon Smith Barney um 1,67 Prozent auf 22,91 Dollar nach. Befürchtungen, dass Apple seine Absatzziele für iMacs mit Flachbildschirm im zweiten Quartal nicht erreichen könnte, hatten den Titel unlängst unter Druck gebracht. Salomon-Analyst Richard Gardner rechnet dennoch damit, dass das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen erfüllen und einen Gewinn je Aktie von 13 Cent und Umsätze in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar präsentieren wird.
Papiere des Softwareunternehmens Oracle präsentierten sich mit einem Minus von 7,56 Prozent auf 7,32 Dollar. Die US-Investmentbank Lehman Brothers hatte zuvor unter Berufung auf mehrere Quellen mitgeteilt, dass der Konzern möglicherweise bereits in den nächsten Wochen in den USA "erheblich" Stellen abbauen will. Unter Analysten werden zudem erste Befürchtungen laut, dass Oracles Umsätze im vierten Quartal schlechter als erwartet ausfallen werden.
Aktien des Softwareherstellers Microsoft Corp. sackten um 2,93 Prozent auf 49,42 Dollar. Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat sich mit Microsoft über einen Vergleich wegen Buchführungsvorwürfen der Aufsichtsbehörde geeinigt.
Negative Analystenkommentare belasteten auch den Titel von Juniper Networks . Die Experten von Merrill Lynch senkten ihre Gewinnsch ätzungen für das zweite Quartal. Danach erwarten die Experten jetzt einen Verlust von 1 US-Cent je Aktie - bislang hatten sie mit einem Gewinn von 1 Cent je Anteilschein gerechnet. Beim Umsatz reduzierten sie ihre Prognose von 120 auf 111 Millionen Dollar. Das Papier sackte um 6,58 Prozent auf 8,66 Dollar.
Die Analysten von Lehman Brothers brachten durch die Abwertung einer Reihe von Softwareunternehmen die Titel ins Straucheln. Die Experten rechnet mit einer schwierigen Marktsituation in den kommenden zwei Quartalen. BEA Systems Inc. gaben um 10,41 Prozent auf 9,64 Dollar ab. Veritas Software verloren 7,28 Prozent auf 21,02 Dollar.
Auch UBS Warburg mischte sich in den Reigen ein und kürzte die Schätzungen für Softwarefirmen wie Check Point Software Technologies Ltd. , und Rational Software Corp. . Check Point verbilligten sich um 4,05 Prozent auf 15,60 Dollar. Rational Software sackten um 4,13 Prozent auf 10,91 Dollar./tv/hi/