Grüne Geschmacklosigkeiten


Thema
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Anarch:

@vega2000 / Wolkenstein

 
16.08.02 11:30

Ist es bei der TAZ auch Bildzeitungsniveau?
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hagenbeck:

@anarch

 
16.08.02 11:49
die menschen dort haben zum teil alles verloren
stell dir mal vor du schaust in deine wohnung
und da ist nichts mehr ausser schlamm
vielleicht fehlen auch noch ein zwei wände ?

meinst du knallschote im ernst es intressiert
die betroffnen nun wirklich von welcher partei
der mensch ist der dafür sorgt dass ihm geholfen
wird - ausserdem sollen die parteien doch in
diesem fall - wenn's um hilfe geht -
konkurrieren - würd mich sogar für die betroffenen
freuen

anarch - pro cdu !?  - passt nicht such dir ne neue id

und motzt nicht nur an allem rum - du lebst in deutschland
wenns dir hier nicht passt dann zieh mal für ein paar wochen
nach polen, russland, argentinien, indonesien, angola ..........

und dann schaun wir mal du feife
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Erbsenzähler:

Katastrophentourist Schröder

 
16.08.02 11:58
Herr S. hatte es wohl wirklich plötzlich so eilig, daß sein PR-Berater keine
passende BW-Regenjacke mehr auftreiben konnte...
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ecki:

Hier sind einige ganz schön bescheuert!

 
17.08.02 11:50
Mal im Ernst, wenn jetzt noch der Kohl (Schäuble) Kanzler wäre, nach anderm Ausgang in 98, würdet ihr dann auch schreiben, der Kohl (Schäuble) soll sich nicht vor Ort ein Bild machen und sich nicht um die Opfer kümmern, da doch Wahlkampf ist? Schwachsinniger geht es wohl kaum. Natürlich geht es im Wahlkampf immer auch um das was aktuell ist. Und das die Union da kaum Punkten kann ist doch ihr Problem. Ich denke aber, dass es für Stoiber trotzdem reicht.

Hätte der Kohl 1990 im Wahlkampf nichts zur deutschen Einheit sagen sollen, bloß weil es gerade aktuell war und die Leute existenziell, emotional und persönlich betroffen waren? Wäre doch auch schwachsinnig gewesen. Und damals sah der Lafontaine schlechter aus, obwohl er mit seinen Thesen vom wirtschaftlichen Zusammenbruch bei zu hohem Einheitstempo recht hatte. Pech gehabt.

Grüße
ecki  
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Anarch:

Deichshow oder "Mit dem Zweiten sieht man besser"

 
17.08.02 11:55

Ist mir zu einäugig Deine Argumentation. Frag die Leute im Osten was sie von der Deichshow halten.
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ecki:

Stoiber macht Rettungsaktion mit CDU-Ministerpräsi

 
19.08.02 00:40
denten. Platschek (SPD) darf nicht dabeisein. Wer macht da Wahlkampf, anarch?

Jetzt Gummistiefelt er die Deiche ab und schwafelt von Chefsache Umweltschutz. Glaubst du das Anarch?
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Anarch:

Bleiben wir beim Thema

 
19.08.02 10:36
Wer die Flut nutzt

Von Stefan Dietrich


Während an den langsam nach Norden wandernden Scheitelpunkten der Elbeflut noch immer ein verzweifelter Abwehrkampf geführt wird, während im Rücken der Welle Tausende von obdachlos gewordenen Menschen, die diesen Kampf schon verloren haben, in Schlamm und tiefer Resignation versinken, hat in der Etappe schon das Nachhutgefecht begonnen. Politiker der Union überbieten einander in Forderungen nach weiteren Hilfszusagen des Bundes, SPD und Grüne nutzen die Gelegenheit, die Union als Parteien der Umwelt-Ignoranten bloßzustellen, weil sie nicht einmal bei der Besetzung ihres "Kompetenzteams" an dieses Ressort gedacht haben. Der Privatmann Gysi macht den Vorschlag, die Bundestagswahl wegen des Hochwassers zu verschieben. Und alle verdächtigen einander gegenseitig, die Not der vom Hochwasser heimgesuchten Menschen und das allgemeine Mitleid mit ihnen für ihre Wahlkampfzwecke zu mißbrauchen. Kurz: Die Flutwelle hat den Wahlkampf voll erfaßt und könnte bald auch die Reste der Glaubwürdigkeit mit sich fortreißen, über die die Parteien noch verfügen.

Aber haben die Grünen nicht recht, wenn sie die Gunst der Stunde nutzen, in der aller Welt vor Augen steht, wie wichtig ihr grünes Kernthema ist und welche zerstörerischen Folgen es haben kann, wenn Umwelt- und Klimaschutz vernachlässigt werden? Wenn es legitim ist, daß die Union die Not der Arbeitslosen "ausnutzt", um Stimmung gegen die rot-grüne Koalition zu machen - ist es dann nicht auch zulässig, mit dem Unglück der Hochwassergeschädigten Politik zu machen?

Wer so argumentiert, übersieht zunächst, daß es einen Unterschied gibt zwischen Naturgewalten, über deren anthropogene Ursachen man streiten kann, und sozialen Mißständen, die ganz und gar Menschenwerk sind oder zumindest stark von Menschen beeinflußt werden. Zwar sind gesellschaftliche Entwicklungen beinahe so unberechenbar wie das Wetter, doch verfügt die Politik über eine breite Palette von Steuerungsinstrumenten, deren Wirksamkeit man an den Ergebnissen ablesen kann. Überschlägig läßt sich durchaus berechnen, wie viele Arbeitsplätze die Streichung der 630-Mark-Jobs gekostet hat oder die Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes. Oder wie viele Mietwohnungen weniger gebaut werden, weil der Mieterschutz verstärkt wurde.

In der Umweltpolitik ist das nicht so einfach. Selbst wenn man der These zuneigt, daß vor allem die Industrieländer durch ihren hemmungslosen Verbrauch fossiler Brennstoffe Klimaanomalien verursacht haben, so läßt sich am Pegelstand der Elbe allenfalls ablesen, daß die zivilisierte Menschheit insgesamt etwas falsch gemacht hat. Wer hier direkte Verbindungslinien zieht zwischen einer konkreten Katastrophenlage und nationaler Politik, wie es die Grünen tun, die sogleich wieder die Verlängerung der Ökosteuer ins Spiel bringen, verrät nur, wie wenig er sich mit den Naturgesetzen auskennt. Anders war es noch bei den Rhein-Hochwassern der vergangenen Jahre. Hier konnte man hausgemachte Ursachen - die Begradigung der Bachläufe, die Nutzlandgewinnung entlang der Nebenflüsse, die Verengung des Stroms - mit den fatalen Folgen direkt in Verbindung bringen. Elbe und Mulde aber sind von der Begradigungswut weitgehend verschont geblieben, die zu den zahlreichen Kapiteln verfehlter Agrarpolitik in Westdeutschland gehört.

Wenn es so einfach wäre, daß die Grünen für und die Schwarzen gegen Umweltschutz wären, dann müßte man im Angesicht dieser Katastrophe sicher Abbitte bei ihnen leisten. Aber so ist es nicht. Der Unterschied besteht nicht im Pro und Kontra, sondern in den Methoden. Es geht um die Durchsetzbarkeit des Umweltgedankens in einer Demokratie.

Die Senkung des Kohlendioxyd-Ausstoßes, die Umweltminister Trittin demnächst wieder auf der Rio-Folgekonferenz in Johannesburg als deutschen Beitrag zum globalen Klimaschutz ausgeben wird, hat schon sein Vorvorgänger Töpfer vor zehn Jahren versprochen. Nur hatte Töpfer noch die Atomkraftwerke als Abgasvermeider auf seiner Rechnung, Trittin aber eine Unzahl von Windkraftanlagen, die ihren Anteil an verbrennungsfreier Stromgewinnung nur auf dem Papier erbringen und trotzdem von den Verbrauchern mit gewaltigen Summen finanziert werden müssen. Gewiß wäre es auch sinnvoll, die Verbrennung wertvoller Ressourcen zu verteuern, um den Faktor Arbeit entlasten zu können. Wenn es so weit ist, daß dieser Gedanke in der ganzen EU durchgesetzt werden kann, könnte daraus ein Gesetz werden, das nicht die Widersprüchlichkeiten der deutschen Ökosteuer enthält und weniger wettbewerbsverzerrend wirkt als diese.

SPD und Grüne sind einen anderen, den deutschen Weg gegangen, wobei sich nebenbei herausgestellt hat, daß der Verzicht auf die Atomenergie weniger ein ökologisches als ein gesellschaftspolitisches Projekt war. Die rot-grüne Koalition geht mit den Hinterlassenschaften der Atomstromproduktion so sorglos um, wie sich das ihre Vorgänger nie erlaubt hätten. Das Endlager Konrad und die dafür vorgesehenen Abfälle kommen unter Rot-Grün nicht zusammen.

Solche Entscheidungen stehen am 22. September zum Demokratietest an, nicht zum Umwelttest. Die ökologische Wirkung der Ökosteuer wird sogar von Greenpeace bestritten. Noch abwegiger ist es, sie in einem Atemzug mit der Elbeflut zu nennen, als sei sie eine Schutzheilige gegen die Unbilden der Natur. So bleibt es dabei: Das Unglück der Arbeitslosen politisch gegen die jeweilige Regierung auszubeuten - wer weiß, demnächst vielleicht auch wieder gegen eine unionsgeführte - ist legitim. Das Unglück der Flutopfer aber in gleicher Weise politisch auszuschlachten ist zynisch, weil der Beweis, daß man das bessere Konzept habe, nicht einmal im nachhinein erbracht werden kann.
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hjw2:

bleiben wir beim Thema

 
19.08.02 10:48

grüne Tünche auf Schwarz kann nicht decken...

Chefsache?

too late Kompetenzteam, die Felle sind davon geschwommen.
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ecki:

Stoibers Wahlkampf mit Flutopfern: Geschmacklos!

 
19.08.02 11:02
Während die Flut noch in die Häuser schwappt, stürzen sich die Politiker auf das Katastrophen-Thema. Mit immer teureren Rettungsprogrammen versuchen sie Bürgernähe zu demonstrieren, auf "Flutgipfeln" wollen sie Handlungsstärke beweisen. Das Hochwasser verdrängt alle anderen Wahlkampfthemen - zur Freude der Kandidaten.

Hamburg - Die Miene sorgenvoll, die Worte mit Bedacht gewählt: Wo immer Edmund Stoiber am Freitag in Gummistiefeln und Armani-Jeans die Flut durchwatete, demonstriert er Mitgefühl und Zurückhaltung. Doch kaum war der Unionskandidat im Helikopter verschwunden, brach der Wahlkampf wieder aus.
Mit den Landeschefs von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen traf er sich am Samstag in Leipzig zum Krisengipfel, um notwendige Hilfsmassnahmen zu diskutieren - als sei er bereits Kanzler. Tagelang hatte der bayerische Ministerpräsident die Flut aus der Ferne beobachtet, sich geweigert, seinen Urlaub auf der Nordseeinsel Juist abzubrechen. Nun sollte der Bürger spüren, wie nahe ihnen der Unionsfürst ist. Ein Sonderfonds "Flutkatastrophe 2002" müsse schleunigst her, so forderte der Kandidat, noch in diesem Jahr sollten für die Bewältigung der Hochwasserschäden in Deutschland zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.

So rasch wie mancherorts das Wasser steigt, schwellen derzeit die Hilfspakete an.

usw.....


Stoiber ist Politiker wie die anderen auch. Natürlich müssen die jetzt alle da rumrühren. Das ist normal, oder Geschmacklos von allen.

Ich halte es für normal.

Und 50 Vorschläge zur Finanzierung aus 30 Ecken ist echt ok als Brainstorming. Hinterher müssen die entsprechenden Gremien zusammensitzen und die Pakete schnüren, die dann auch Hand und Fuß haben.

Und wenn Stoiber gewinnt kriegt Brandenburg und Niedersachse nichts ab und wenn dieSPD/Grüne dranbleiben umgekehrt? Das wäre zu armselig, anarch!
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bernstein:

donnerwetter,anarch...

 
19.08.02 11:02
das hätte ich dir gar nicht zugetraut und stimme dir 100 % zu.
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Anarch:

Wer wird uns retten hjw? Die PDS?

 
19.08.02 11:04

Wenn ab 22. September die Union den Kanzler stellt

- ist es dann wieder legitim über Arbeitslosigkeit und die Verantwortung der Politik zu reden?

- welche Maßnahmen gegen eine Naturkatastrophe hätte die Politik (egal ob rot schwarz, gelb oder grün) in der Vergangenheit einleiten sollen?

- Wen will man eigentlich für diese Naturkatastrophe verantwortlich machen? Das Kompetenzteam, Stoiber, ...?


Es ist zu durchschaubar und ekelerregend.
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proxicomi:

Schade das die Flut die "Grünen" nicht wegspülte..

 
19.08.02 12:16
meine Meinung zu diesen "GRÜNEN"


blau.ariva.de/board/116849/...ch_id=&search_full=proxicomi&133


gruß
proxi
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ruhrpottzocker:

Macht ihr mal

 
19.08.02 12:20

den Bock zum Gärtner,

den Hund zum Bewacher des Wurstvorrats und

den Stoiber zum Kanzler.

Ich lach mich schlapp ! Bloß nix dazulernen.

Grüne Geschmacklosigkeiten 754645
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proxicomi:

@RZ

 
19.08.02 12:45
manchmal wünsche ich mir die 20er jahre herbei, wo es richtigen straßenkampf gab.


gruß
proxi        
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