"Dann ist es erstmal so. Den einen freuds, den anderen ärgerts, der andere ist Schadenfroh und und und......".
Nun, das kennt man doch aus letztendlich allen Foren: Geht es mit einem Wert mal abwärts, kommen die Weltuntergangspropheten aus ihren Gräben.
Offenbar haben im Moment die shortzocker ihr Spiel in der Hand. Den Ritt kann man versuchen mitzumachen. Nun ja, wer das kann?
Grundsätzlich gilt aber doch: Wovon hat man für die Zukunft auszugehen. Ich kann jetzt nur sprechen für mein Invest in der NBG. Daß hier man nochmals Abläufe zuläßt wie letzten 2-3 Jahre, das halte ich für ausgeschlossen. Dagegen spricht: 1. Kann sich Griechenland keine weitere "Bankenkrise" mehr leisten, und das auch mit Blick auf die fortgeschrittenen Hilfsprogramme auch Europa nicht.
2. Draghi hat ja quasi eine Garantie - "was immer es auch erfordert" - gegeben und das nicht nur beschränkt auf einzelne Länder.
3. Die IWF-Chefin versucht ihr Spiel und ist dabei, mein Eindruck, eher Getriebene als Handelnde. Gerade unter der neuen Ära dieses Trumpels vertritt man dort wohl die Auffassung, die Europäer sollen ihre Probleme selbst lösen. Die Bundesregierung konnte dazu so kurz vor der Wahl keine Kehrtwende in dieser Frage vollziehen. Nach der Wahl, ob nun ein Bündnis Union/FDP oder erneut Union/SPD, wird sich das entkrampfen. Die Franzosen haben ja mit Macron bereits eine allgemeine Richtung vorgegeben.
Es wird sich also etwas hinziehen, am Ende wird zeitgerecht (Okober/November) eine weitere Auszahlung der Hilfsgelder erfolgen und was wichtiger: Die griechischen Reformprogramme werden, zwar wohl unter Anmahnung weiterer Wünsche, letztlich aber abgesegnet. Dabei wird man "die Fortschritte anerkennen" und alles wird "positiv" weiter begleitet werden. Für die Mitte des nächstes Jahres strebt man ja auch eine staatliche "Förderbank" an (ich hatte dazu bereits vor einiger Zeit vorgetragen), die Banken und Wirtschaft mit zinsgünstigen Krediten für Investitionsvorhaben versorgen soll. Ich denke, dabei will man (unter anderem auch) nur den Begriff "Bad Bank" vermeiden. Letztere wird aber unweigerlich (wie in anderen Ländern auch) installiert werden.
Auf keinen Fall wird man aber erneut Probleme bei den 4 großen griechischen Banken zulassen. Möglich wäre allenfalls noch ein Zusammenschluß. Das wird aber mit Sicherheit nicht in der Weise geschehen, daß etwa die NBG von einer anderen Bank "geschluckt" wird.