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Grenke Leasing

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,01 10,00 15,06
Fallender DAX-Kurs 5,01 10,00 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK3YH67 , DE000VY1YPH5 , DE000BD5ZLJ7 , DE000BD3X8H4 , DE000VK270Y1 , DE000BD5TP10 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Thema
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Beiträge: 4.837
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Grenke AG 12,08 € +1,85% Perf. seit Threadbeginn:   +9,85%
 
Jochen22:

Gewinn Q1 2026

 
12.05.26 10:01
Hoffe für das erste Quartal auf einen Gewinn von 17 Mio. €.
Davon werden ja noch Anteile Dritter ( ausschließlich in Q1) bezahlt.
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Eddieshare:

Q1 ist raus

 
13.05.26 07:41
grenke steigert Konzernergebnis und Neugeschäft im ersten Quartal 2026

Konzernergebnis im ersten Quartal 2026 wächst gegenüber Vorjahresquartal auf 15,5 Mio. Euro (Q1 2025: 10,2 Mio. Euro)
Leasingneugeschäft um 4,2 % auf 786,4 Mio. Euro gesteigert (Q1 2025: 754,6 Mio. Euro)
Operatives Ergebnis vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 20,8 % verbessert
Schadenquote mit 1,9 % weiterhin erhöht (Q1 2025: 1,9 %)
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Cosha:

Grenke Q-1

 
13.05.26 08:10
www.grenke.com/de/grenke-aktuell/...t-im-ersten-quartal-2026/
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1337 5P34K:

Kursentwicklung

 
13.05.26 15:46
Es ist leider hoffnungslos solange große Shortseller den Kurs beeinflussen und damit Geld machen. Da dies in der Vergangenheit sehr gut funktioniert hat, sind einige "normale" Anleger mit Shortpositionen dabei. Alles keine gute Voraussetzungen für eine positive Kurserholung. Wenn, dann nur kurz um den Ertrag für die Shortpositionen zu generieren. Der hoffnungsvolle Daytrader zahlt die Zeche und die bereits investierten sehe kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Hier geht es schon lange nicht mehr um Zahlen oder Ausblick, hier greift das System der Shortseller.    
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Eddieshare:

Welche Shortseller?

 
13.05.26 21:33
Hast du eine Quelle? Ansonsten unbelegte Aussage, danke.
Antworten
eisbaer1:

Mit einem Tag Verspätung...

2
14.05.26 19:02
Offenbar benötigten die Marktteilnehmer erst einen "Übersetzer" der gestrigen Quartalszahlen.
Dankenswerter Weise hat Berenberg sich heute Morgen mit einer erneuerten Kaufempfehlung aus der Deckung gewagt und somit den offensichtlich marktdominierenden Algos und Charttradern eine glasklare Ansage gemacht...

www.finanznachrichten.de/...berg-stuft-grenke-auf-buy-322.htm

Nachdem man die vorbörsliche Kursreaktion nach Zahlenbekanntgabe erst einmal gnadenlos verkauft und die Aktie auf ein neues Allzeittief bei 11,90 EUR geshortet hat, sind die Algos heute Morgen offenbar mit der Erkenntnis erwacht, dass die Quartalszahlen stark waren und die 2026er Guidance selbst bei einer längerfristigen Verstetigung der historisch hohen Risikovorsorge von 1,9% erreichbar ist, dank erfolgreicher Kostensenkungsmaßnahmen und einer historisch einmaligen CIR von 52%.

Fazit: Grenke hat die Hausaufgaben gemacht und die Profitabilität signifikant gesteigert. Wenn jetzt irgendwann noch die europäische Konjunktur anzieht, könnte sich der Kurs ausgehend vom aktuellen Ramschniveau vervielfachen. Nachdem Q1 traditionell Grenkes mit Abstand schwächstes Quartal darstellt und das Q1-EPS obendrein durch die im Anfangsquartal komplett verbuchten Zinszahlungen an Hybridkapitalgeber i.H.v. 17,5 Mio € belastet ist, dürften wir in Q2 einen Megasprung des EPS erleben. Ich rechne mit min 50 Cent Gewinn je Aktie in Q2, womit der aktuelle Factset-Marktkonsens für 2026 i.H.v. 1,5369 € je Aktie konservativ erscheint...

Sollte Grenke das EPS von 1,29 € in 2025 tatsächlich auf min. 1,54 € in 2026 steigern, dürfte die Aktie zum Jahresende wieder bei 20 EUR  notieren und das  langjährige Tal der Tränen endlich hinter sich lassen. Für 2026 steht der Factset-Konsens aktuell bei einem EPS i.H.v. 2,0553 €.
Schon crazy, dass die Analysten derart starkes Gewinnwachstum sehen und die Aktie sich dennoch nahe Allzeittief aufhält. Die 13 EUR-Marke scheint heiß umkämpft bei den Shorties. Sobald der Kurs darüber notiert, wurde in den letzten Handelstagen immer wieder mit extrem hohen Umsätzen gekontert... ich fürchte, das werden die Algos nicht dauerhaft durchhalten, wenn Grenke wie in Q1 endlich wieder deutliche Gewinnsteigerungen abliefert...

Der heutige Handelstag könnte den Beginn einer nachhaltigen Trendwende einleiten...hoffentlich!!!
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halbleervoll:

Leer?

 
15.05.26 14:32
Grenke hat gemäß leerverkauf.de und bundesanzeiger.de lediglich 0,62% Leerverkaufspositionen, die noch aus 2025 stammen.
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Grish:

.

 
11.06.26 10:08
Wo ist eigentlich das geschenkte Geld geblieben?! Die Grenke-Aktie macht weiterhin nur Sachen, die die Grenke-Aktie halt so macht ;-)
Antworten
FXTrade:

Der Markt hat vielleicht nicht immer Recht

 
14.06.26 23:22
Wie man gerade am Beispiel SpaceX sehen kann ist der einem Unternehmen zugebillligte Wert nicht immer korrekt. Während Elon Musk es schafft dem Markt jede noch so unwahrscheinliche Geschäftsidee als Fakt die innerhalb weniger Jahre Realität wird zu verkaufen kann die IR Abteilung von Grenke dem Markt nicht kommunizieren wie stark ihr Unternehmen unterbewertet ist.  Das im Rahmen der Prognose kommunizierte Ziel einer Eigenkapital Rendite von 10 Prozent erst für das Jahr 2030 in Aussicht zu stellen sagt doch dem Kaitalmarkt doch das ein Investment  aktuell nicht zu empfehlen ist. Entsprechend hat der Markt reagiert, "Na dann schauen wir doch erst in ein paar Jahren wieder vorbei".
Man hätte statt dessen betonen sollen: "Angesichts des derzeitigen Kursniveaus, das ihnen einen Euro Eigenkapital für 50 Cent zu erwerben ermöglicht, haben wir das Ziel einer EK Rendite von 10 Prozent bereits erreicht.
Vielleicht sollte ich mich mal als Investor Relations Manager bei Grenke bewerben.  
Antworten
Grish:

.

 
15.06.26 16:14
Na ja, die Frage ist eher: wenn der Markt 6 Jahre lang nicht in der Lage ist eine angebliche Unterbewertung zu erkennen, möchtest du echt Geld darauf setzen, dass es nicht weitere 6 Jahre dauert? Gibt es echt keine besseren Möglichkeiten das Geld anzulegen? Ich denke schon!
Antworten
Eddieshare:

Bodenbildung

 
17.06.26 23:26
sollte so langsam abgeschlossen sein, aber ohne News, kann das hier noch länger dauern die seitwärts Bewegung.
Antworten
FXTrade:

Hohe Volatilität bei Grenke

2
18.06.26 22:35
Heute gab es wieder ein Paradebeispiel warum die Grenke Aktie so sehr schwankt. HSBC hat es heute mal wieder geschafft ein paar Kleinanleger abzuzocken. Der Knockout ihres vor wenigen Tagen emittierten Knockout Zertifikats lag bei 12.26 EUR und "zufällig" ging der Kurs bis auf 12.24 EUR herunter um dann wieder zu drehen. Das selbe Spiel war vor einigen Tagen mit dem Zertifikat dessen Knockout bei knapp unter 12 Euro lag auch zu beobachten. In Werten deren Marktvolumina auf Grund der Abstinenz institutioneller Anleger so gering sind haben die Knockout Emittenten leider leichtes Spiel
Antworten
FXTrade:

.

2
18.06.26 22:52
Die Aktie notiert ja auch nicht seit 6 Jahren unter dem Buchwert. Auf jeden Fall fühle ich mich bei einer Aktie deren Eigenkapital in maximal 5 Jahre laufenden Leasinggegenständen gebunden ist sicherer als bei KI Fantasiewerten. Ausser Nvidia verdient da noch keiner richtig Geld und mal sehen wie lange die KI Goldgräber sich noch vergoldete Schaufeln leisten können
Antworten
woroda:

Die 12 € nun auch hinter uns gelassen.

 
26.06.26 16:02
Schiebe es einfach mal auf den Gesamtmarkt. Einstellig Ende des Jahres oder schon früher?    
Antworten
Grish:

Fxtrade

 
27.06.26 14:41
Schau dir mal die Umsatz und Gewinnentwicklung bei Chip und Speicherwerten an. Da wird extrem viel Geld verdient und finanziert wird es durch Cash und Kapitalmaßnahmen der hyperscaler. Ich glaube du unterschätzt gewaltig wieviel Geld Billionen-Unternehmen wie Google, Amazon, Meta und Microsoft auftreiben können, um den Hype noch ein paar Jahre weiter zu befeuern. Kleines Beispiel: Google nimmt 80 Mrd über eine KE auf. Das sind 2% der marktkap. Und das Geld fließt in die Hardware- und Infrastruktur Unternehmen. Grenke wäre da aber mal alles andere als meine erste Wahl. Micron hat z.b. einen forward P/E von 10 oder so. Teuer ist anders!
Antworten
StockbrokerC:

Sehr einfaches Basis Investment

 
06.07.26 09:28
.
Die Aktie notiert ja auch nicht seit 6 Jahren unter dem Buchwert. Auf jeden Fall fühle ich mich bei einer Aktie deren Eigenkapital in maximal 5 Jahre laufenden Leasinggegenständen gebunden ist sicherer als bei KI Fantasiewerten. Ausser Nvidia verdient da noch keiner richtig Geld und mal sehen wie lange die KI Goldgräber sich noch vergoldete Schaufeln leisten können
FXTrade, 18.06.26 22:52
Ist halt ein ganz einfaches Warren Buffet Investment, einfach kaufen und liegenlassen. Der faire Wert liegt irgendwo bei 35-40 Euro. Der Markt hatte die Aktie mit im Prinzip unveränderten Fundamentaldaten schon bei 100 Euro bewertet und nun untertreibt er eben, da gibts keinen Grund zur Panik.
Antworten
Jens der Anle.:

Guten Morgen.

 
10.07.26 08:53
Die Aktie sollte man ins Lehrbuch für Kleinanleger aufnehmen.  Es ist halt vorbei, wenn der Chart einen an bestimmte Felsformationen im Monument Valley erinnert.  
Antworten
s.wonder:

Wird das nochmals was

 
11.07.26 13:17
mit der Firma? Von ehemals 100 auf aktuell 12 €.
Antworten
spread09:

Tja Grenke wird wohl einstellig...

 
11.07.26 13:42
... naja wer in so einen Müll investiert leidet..
Antworten
Eddieshare:

Tenbagger

 
11.07.26 22:57
Wird das nochmals was
mit der Firma? Von ehemals 100 auf aktuell 12 €.
s.wonder, 11.07.26 13:17
Potenzial, abwarten….
Antworten
Norbert Neben.:

Ich denke

 
13.07.26 15:44
Grenke ist eindeutig unterbewertet. Faierer Wert ist deutlich jenseits der 20 EUR.

Das schlechte Karma der Vergangenheit lastet noch auf der Aktie, aber die operative Trendwende deutet sich an (signifikante Kosteneinsparungen).

Sobald die Ausfallraten sinken wird hier der Gewinnhebel aktiv und die Rakte gezündet.

Nur meine Meinung - keine Handlungsaufforderung.
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eisbaer1:

Risikovorsorge

6
25.07.26 13:05
Generell bin ich im Lager der Value Investoren und teile die These einer signifikanten und systematischen Unterbewertung bei Grenke.

Indes spielt die Börse aktuell nur eine einzige Kennzahl ... Risikovorsorge.
Und die war in den letzten Quartalen - entgegen der Managementprognosen - nicht stabil oder gar leicht rückläufig sondern ist im Trend weiter gestiegen, zuletzt auf 1,9%.

Der Kursentwicklung entsprechend, die unter dem charttechnischen Druck immer weiter fallender SMAs zuletzt selbst an starken DAX-Tagen null Erholungstendenzen erkennen ließ, geht der Markt offenbar für Q2 von einer über die psychologisch wichtige 2,0% Marke gestiegenen Risikovorsorge aus, womit das Gewinnziel für 2026 selbst unter der Annahme einer Richtung 50% fallenden CIR massiv unter Druck gerät.

Nun könnte man sagen, dass der Kurs bei einem KBV unter 0,4 bereits horrende Verluste statt 75 Mio € Jahresüberschuss eingepreist haben sollte, aber m.E. funktioniert die Logik der den Markt dominierten Tradingalgorithmen gänzlich anders. Fundamentale Unternehmensbewertung ist für die Algos allenfalls eine Nebensache. Die Hauptsache sind Momentum und Sentiment.

Heißt, egal wie stark der Kurs schon gefallen ist und wie aberwitzig die Bewertung aussieht, bei als negativ deklarierten News wie "steigende Risikovorsorge", "Gewinnwarnung" oder "drohende Ratingabstufung" wird weiter brutal auf's Verkaufsknöpfchen gedrückt.
Der Gewinn dieser zerstörerischen Aktienstrategie wird kurzfristig - unsichtbar für die Börse - über den Optionsmarkt realisiert.

Die Zeche dafür zahlen seit Jahren wir Langfristinvestoren.

Dass Grenke bei den aktuellen Witzkursen weder ein Aktienrückkaufprogramm installiert noch signifikante Insiderkäufe vermeldet, hinterlässt seit Monaten ein extrem schlechtes Bauchgefühl.
Die Familie Grenke scheint seit Jahren null Interesse an der Kursentwicklung zu haben.

Das Ziel einer Steigerung der Eigenkapitalrendite auf mindestens 10% bis 2030 ist grundsätzlich richtig, in der zeitlichen und quantitativen Dimension aber völlig unzureichend!

Wäre Grenke ein amerikanisches Unternehmen, wären die aktuellen ROE-Renditen von 5% absolut undenkbar. Der Vorstand wäre längst gefeuert und das Unternehmen würde mit brutaler Härte auf Rendite getrimmt! In Deutschland haben wir einen wesentlichen Teil des Shareholder-Value-Prinzips offensichtlich nicht verstanden. Unternehmen, die nachhaltig ihre EK-Kosten nicht verdienen haben  keine Existenzberechtigung und müssen liquidiert werden!

Im aktuellen Marktumfeld liegen die EK-Kosten signifikant über 10%! Demnach führt das 2026er Renditeziel von 7% selbst im Erfüllungsfall aus Sicht der EK-Geber zu einer Wertvernichtung, da die Opportunitätskosten höher als die EK-Rendite sind...  Und da der CEO diese Farce noch bis 2030 fortsetzen will, kommt der Kapitalmarkt nicht umhin, die Marktkapitalisierung dramatisch unter dem buchhalterischen EK anzusetzen, um die zu Marktwerten berechnete EK-Rendite an stetig steigenden Risikoaversion / Opportunitätskosten anzupassen.

Der Markt akzeptiert keine unter den Opportunitätskosten liegende EK-Rendite! Niemals!
Zudem muss man bei Grenke unbedingt beachten, dass der vom Vorstand prognostizierte Konzerngewinn nicht mal näherungsweise dem Flow to equity entspricht, weil ein erheblicher Teil an Minderheiten bzw. Anleihegläubiger geht.

Die Anteilseigner interessiert nur der auf die Aktionäre entfallende Teil des Konzernergebnisses!
Wenn dieser Teil durch steigende Risikovorsorge auf 50 Mio € fällt und wir gleichzeitig 10% EK-Kosten unterstellen, ist das EK eben nur 500 Mio wert und nicht 1,2 MRD EUR lt. IFRS-Bilanz...

Insofern ist das niedrige KBV nur dann ein Indiz auf eine drastische Unterbewertung, wenn wir davon ausgehen können, dass die den Aktionären zufließenden Gewinne zeitnah drastisch gesteigert werden und die EK-Kosten gleichzeitig nicht weiter steigen sondern im besten Fall sinken...

Dass Grenke die seit Jahren eklatante Renditeschwäche unter unablässigem Druck des Kapitalmarkts endlich adressiert und ein hartes ROE-Renditeziel formuliert hat, ist begrüßenswert, unter den aktuellen Rahmenbedingungen mit unablässig steigenden Insolvenzzahlen im KMU-Bereich wirkt es indes wie das Pfeifen im Walde. Ein Versuch, den Kapitalmarkt zu beschwichtigen und Zeit zu gewinnen. Würde das Management seinen eigenen Worten wirklich Glauben schenken, sähen wir längst millionenschwere Insiderkäufe und ein 10% ARP...

Das wäre auch für den dümmsten Algotrader ein unmissverständliches Signal, eine Kriegserklärung gegen Shortseller und trendfolgende Charttrader. Wenn dem Management die Kursentwicklung nicht egal wäre, würde man vorläufige Q2-Zahlen publizieren und so das immer wiederkehrende Muster von High-Noon-Events am Quartalsberichtstag durchbrechen. So überlässt man es den Algos, den Kurs bis zum Berichtstag genau dorthin zu manövrieren, wo man ihn haben will...
Antworten
Hoppel1234:

Perfekte Analyse

 
25.07.26 18:52
Risikovorsorge
Generell bin ich im Lager der Value Investoren und teile die These einer signifikanten und systematischen Unterbewertung bei Grenke.

Indes spielt die Börse aktuell nur eine einzige Kennzahl ... Risikovorsorge.
Und die war in den letzten Quartalen - entgegen der Managementprognosen - nicht stabil oder gar leicht rückläufig sondern ist im Trend weiter gestiegen, zuletzt auf 1,9%.

Der Kursentwicklung entsprechend, die unter dem charttechnischen Druck immer weiter fallender SMAs zuletzt selbst an starken DAX-Tagen null Erholungstendenzen erkennen ließ, geht der Markt offenbar für Q2 von einer über die psychologisch wichtige 2,0% Marke gestiegenen Risikovorsorge aus, womit das Gewinnziel für 2026 selbst unter der Annahme einer Richtung 50% fallenden CIR massiv unter Druck gerät.

Nun könnte man sagen, dass der Kurs bei einem KBV unter 0,4 bereits horrende Verluste statt 75 Mio € Jahresüberschuss eingepreist haben sollte, aber m.E. funktioniert die Logik der den Markt dominierten Tradingalgorithmen gänzlich anders. Fundamentale Unternehmensbewertung ist für die Algos allenfalls eine Nebensache. Die Hauptsache sind Momentum und Sentiment.

Heißt, egal wie stark der Kurs schon gefallen ist und wie aberwitzig die Bewertung aussieht, bei als negativ deklarierten News wie "steigende Risikovorsorge", "Gewinnwarnung" oder "drohende Ratingabstufung" wird weiter brutal auf's Verkaufsknöpfchen gedrückt.
Der Gewinn dieser zerstörerischen Aktienstrategie wird kurzfristig - unsichtbar für die Börse - über den Optionsmarkt realisiert.

Die Zeche dafür zahlen seit Jahren wir Langfristinvestoren.
Dass Grenke bei den aktuellen Witzkursen weder ein Aktienrückkaufprogramm installiert noch signifikante Insiderkäufe vermeldet, hinterlässt seit Monaten ein extrem schlechtes Bauchgefühl.
Die Familie Grenke scheint seit Jahren null Interesse an der Kursentwicklung zu haben.

Das Ziel einer Steigerung der Eigenkapitalrendite auf mindestens 10% bis 2030 ist grundsätzlich richtig, in der zeitlichen und quantitativen Dimension aber völlig unzureichend!

Wäre Grenke ein amerikanisches Unternehmen, wären die aktuellen ROE-Renditen von 5% absolut undenkbar. Der Vorstand wäre längst gefeuert und das Unternehmen würde mit brutaler Härte auf Rendite getrimmt! In Deutschland haben wir einen wesentlichen Teil des Shareholder-Value-Prinzips offensichtlich nicht verstanden. Unternehmen, die nachhaltig ihre EK-Kosten nicht verdienen haben  keine Existenzberechtigung und müssen liquidiert werden!

Im aktuellen Marktumfeld liegen die EK-Kosten signifikant über 10%! Demnach führt das 2026er Renditeziel von 7% selbst im Erfüllungsfall aus Sicht der EK-Geber zu einer Wertvernichtung, da die Opportunitätskosten höher als die EK-Rendite sind...  Und da der CEO diese Farce noch bis 2030 fortsetzen will, kommt der Kapitalmarkt nicht umhin, die Marktkapitalisierung dramatisch unter dem buchhalterischen EK anzusetzen, um die zu Marktwerten berechnete EK-Rendite an stetig steigenden Risikoaversion / Opportunitätskosten anzupassen.

Der Markt akzeptiert keine unter den Opportunitätskosten liegende EK-Rendite! Niemals!
Zudem muss man bei Grenke unbedingt beachten, dass der vom Vorstand prognostizierte Konzerngewinn nicht mal näherungsweise dem Flow to equity entspricht, weil ein erheblicher Teil an Minderheiten bzw. Anleihegläubiger geht.

Die Anteilseigner interessiert nur der auf die Aktionäre entfallende Teil des Konzernergebnisses!
Wenn dieser Teil durch steigende Risikovorsorge auf 50 Mio € fällt und wir gleichzeitig 10% EK-Kosten unterstellen, ist das EK eben nur 500 Mio wert und nicht 1,2 MRD EUR lt. IFRS-Bilanz...

Insofern ist das niedrige KBV nur dann ein Indiz auf eine drastische Unterbewertung, wenn wir davon ausgehen können, dass die den Aktionären zufließenden Gewinne zeitnah drastisch gesteigert werden und die EK-Kosten gleichzeitig nicht weiter steigen sondern im besten Fall sinken...

Dass Grenke die seit Jahren eklatante Renditeschwäche unter unablässigem Druck des Kapitalmarkts endlich adressiert und ein hartes ROE-Renditeziel formuliert hat, ist begrüßenswert, unter den aktuellen Rahmenbedingungen mit unablässig steigenden Insolvenzzahlen im KMU-Bereich wirkt es indes wie das Pfeifen im Walde. Ein Versuch, den Kapitalmarkt zu beschwichtigen und Zeit zu gewinnen. Würde das Management seinen eigenen Worten wirklich Glauben schenken, sähen wir längst millionenschwere Insiderkäufe und ein 10% ARP...

Das wäre auch für den dümmsten Algotrader ein unmissverständliches Signal, eine Kriegserklärung gegen Shortseller und trendfolgende Charttrader. Wenn dem Management die Kursentwicklung nicht egal wäre, würde man vorläufige Q2-Zahlen publizieren und so das immer wiederkehrende Muster von High-Noon-Events am Quartalsberichtstag durchbrechen. So überlässt man es den Algos, den Kurs bis zum Berichtstag genau dorthin zu manövrieren, wo man ihn haben will...
eisbaer1, 25.07.26 13:05
Wenn nur das Management wollte…
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Rote Karte:

Kurzfristig eher weiterhin mau

 
27.07.26 09:00
Die Vorredner haben es ja schon gesagt oder angedeutet. Grenke ist im Grunde sehr interessant, allerdings auch brutal abhängig von der Entwicklung der Konjunktur. Bleiben die Insolvenzzahlen auf dem aktuellen Niveau wird es keine Kurserholung geben. Gerade unter Berücksichtigung der gestiegenen Energiekosten durch den Irankrieg und evtl. noch kommender Zinserhöhungen muss eher von einem Anstieg der Insolvenzen ausgegangen werden, was bei Grenke die Risikovorsorge ggf. nochmals erhöhen sollte und somit den Gewinn drückt. Insofern sehe ich da kurzfristig eher negatives Überraschungspotenzial. Mittel-/langfristig ist Grenke aber sehr interessant.  
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