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Wer auch immer das beantwortet hatte - es war kein Quatsch. Müsste auch exakt dort nachzulesen sein, woraus hier seitens Leser zitiert wurde (BörsO FWB)
@Zeitungsleser, danke für die Info. Die Frage bzgl. der Möglichkeit der Fristverlängerung hatte ich schonmal gestellt und irgendjemand hatte da geschrieben, dass das mit Genehmigung der BaFin möglich sei... war dann wohl Quatsch...
Okay erst mal danke für deine Antwort und die Auseinandersetzung mit dem Thema. Das wird jetzt eine lange Antwort (rot), dafür belasse ich es auch erstmal dabei, um hier nicht alle Mitlesenden unnötig zu strapazieren :) Entschuldigung im vorraus dafür!
> Stell dir doch mal konstruktivere Fragen und versuche eine Antwort zu finden:
> - welchen Refinanzierungsbedarf hat Grenke überhaupt realistisch und konkret
> in welchem Zeitraum?
ca. > 1,4 Mrd für das Leasing-Neugeschäft pro Jahr und dann laut Geschäftsbericht für die auslaufenden Anleihen/Festgelder minus den Cash-Flow der Kundenzahlungen.
Genau. Weiter unten hast du dir dazu bereits noch mehr erklärt, indem du dir die CF-Rechnung angeschaut hast. Das Bestandsgeschäft erwirtschaftet klar positive CFs. Refinanzierung wird hauptsächlich für Investitionen ins Neugeschäft benötigt. Wenn eine Refinanzierung also deutlich teurer werden sollte, kann man a) das Neugeschäft reduzieren oder b) das Neugeschäft „teurer“ machen, um die Marge zu halten. Hierzu verweise ich gerne noch mal auf die regelmässig veröffentlichte DB2-Marge (die erklärt eigentlich eine ganze Menge). Wenn man kein Neugeschäft mehr machen würde, wären die CFs positiv.
> Gern auch in dem von dir skizzierten Worst-Case bei einer Zwangs-Kündigung der Festgelder (und
> damit meine ich nicht deine Gesamt-Refinanzierung).
> - auf welcher rechtlichen Grundlage könnte die Bafin so etwas tun?
Es geht nicht um die Kündigung, sondern um die das Einstellen oder Ausweiten des Neugeschäfts der Bank, die ja einen desaströser Risikobericht abbekommen hat. Grenke gelobte Besserung aber die Bafin ist mit Wirecard und Greensill sicher ein gebranntes Kind und zieht IMHO bei Grenke hier die die Kanddarre enger und schneller an. Wenn man hier wieder zuwartet und dann ins Klo greift, wird auch für Scholz unangehm. Der neue Chef kommt ASAIR im Juni und der ist auch eher für Aufräumen bekannt.
Okay das ist reine Spekulation und deine Meinung, dazu kann ich nichts sagen.
Grenke muss am Anleihemarkt aktuell eine Rendite bieten, die das Leasing nicht sehr profitabel erscheinen lässt. Deshalb ist IMHO das Festgeld der Notnagel.
Auch hier verweise ich dich wieder auf die DB2-Marge. Sie gibt dir einen Hinweis darauf, welchen Spielraum Grenke bei der Finanzierung besitzt. „Nicht sehr profitabel“ ist natürlich subjektiv.
Leasing ist ASFAIR ca. >5 Mrd. Volumen bei ca. 4-5 Jahren Leasingdauer im Schnitt sind das dann > 1 Mrd. wenn man das Volumen nicht steigert und mehr, wenn man das Volumen steigert. Da Grenke ja wachsen will, klappt aktuell nicht, dann ggfs. auch mehr.
Siehe oben…
Leasing ist eine Cash rein/raus Maschine. Grenke ist deshalb dauerhaft am Refinanzieren / Zurückzahlen / Zahlungen an Gerätehersteller und wieder im Kreis.
Das Businessmodell von Grenke ist eine Fristentransformation sowie einen Zinsspread zwischen Refinanzierungskosten sowie einkalkulierten Zinskosten für die Leasingnehmer, eine günstige Refinanzierung, ist deshalb wie bei einer Bank, der Grundstein für die Profitabilität.
Siehe oben, insb. DB2-Marge.
Grenke hat auf sein Leasingvolumen insgesamt keine 3% Marge pro Jahr.
Hier vermischt du einige Dinge. Den aktuellen Gewinn mit dem aktuellen Leasingvolumen in Bezug zu setzen, macht wenig Sinn. Schau dir mal in älteren GBs (z.B. 2008, Seite 55 – gibt’s sicher auch woanders, aber das habe ich bei mir abgespeichert) an, wie der Gewinn über die Zeit eines Leasingvertrags entsteht, nämlich eben nicht in einer Periode. Für deine Rechnung müsstest du also die Gewinne mehrerer Perioden addieren.
Bei 3% höheren Finanzierungskosten aktuell am Anleihemarkt ist das Leasing dann ein Verlustgeschäft und das EK ist bei 16%. Damit wird das meiste Leasingvolumen, falls nicht gebundelt und weiterverkauft, laufend finanziert werden müssen. Auslaufenden Anleihen und andere Finanzierungen sind schon seit März letzten Jahres meistens zu teuer mit einem Ziwschenhoch.
Du meinst also, das Geschäftsmodell ist grundsätzlich auf Negativzinsen ausgerichtet? Hatten wir nicht bereits auch höhere Zinsen und konnte Grenke da nicht profitabel arbeiten? Keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass Grenke Verlustgeschäfte abschliessen würde. Und auch noch mal der Verweis auf die CF-Rechnung: Das Bestandsgeschäft ist CF-positiv.
Ohne lupenreines Testat wird sich das auch nicht ändern. Wenn man die Probleme bei der Bank sieht, die ja höheren Anforderungen unterliegt kann man sich vielleicht vorstellen, wie Grenke im Ausland ohne Prüfung agiert, gekoppelt mit CTP und anderen Sachen, würde ich hier Grenke keinen Vertrauensvorschuß geben, sondern das schlimmste Annehmen.
Okay, Spekulation.
> Grenke hat auf sein Leasingvolumen insgesamt keine 3% Marge pro Jahr.
Kaum 3% Gewinn pro Jahr nach Steuern auf das Leasingvolumen. Da sieht man, das eine günstig Refinanzierung der Pfeiler für das Geschäftsmodell von Grenke ist.
Nein die Grundannahme ist bereits falsch, siehe oben.
Man profitiert sicher noch von alten Leasingverträgen mit höher einkalkulierten Zinsen, sowie dem auslaufen von alten Anleihen mit höheren Zinsen. Das wäre jetzt bei 1%-2% Refinanzierung sicher willkommen, die bekommt man aber aktuell nicht an der Börse..
Ach Grenke war also in der Vergangenheit doch bereits bei höheren Kapitalkosten profitabel?
Banken -> sicher, prolongieren, ausweiten fraglich, verteuern ?
Anleihen -> nicht wirklich wirtschaftlich
Bank -> Festgelder, billige und gute Refinanzierung per Einlagensicherung über den Bund abgesichert und damit durch Steuergelder unterlegt!
Ohne die Einlagensicherung müsste Grenke sicher beim Festgeld im Rahmen der Anleihen 3-6% Zahlen, was an Ramschniveau grenzt, das ist somit die Markteinschätzung für die Stabilität von Grenke.
Da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Aber weiter, hätte, wenn und aber – es bringt keinen Mehrwert, über nicht vorhandene Situationen zu spekulieren.
Der Operative Cashflow entspricht fast komplett der Zunahmen der Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft:
+ / –Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 413.594
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 433.088
Bereits oben erläutert: Du unterschlägst, dass das Bestandsgeschäft CF-positiv ist und dass Investitionen ins Neugeschäft getätigt wurden (die wiederum in den Folgejahren dann im CF-positiven Bestandsgeschäft auftauchen werden). Wir müssen doch verstehen, was hinter den Zahlen steckt und nicht willkürlich ähnlich hohe Posten herauspicken, nur um etwas zu monieren. Du hättest die CF-Rechnung auch so kommentieren können: Die Investitionen für das Neugeschäft konnten zum Teil durch die ordentlichen Überschüsse aus dem Bestandsgeschäft abgedeckt werden und mussten somit nicht vollständig fremdfinanziert werden. Allein daraus ergibt sich ja bereits ein Ertrags- und CF-Hebel für die Zukunft.
Finanzschulden von 5,841 Mrd. zu Q3/2020 davon ca. 1,3 Mrd. aus dem Einlagengeschäft mit Steigerung um ca. 400 Mio. zum Vorjahr. Da sollte die Bafin nix anbrennen lassen und ohne Testat. Eventuell hat die Bank ein eigenes wird es da wohl kaum dauerhaft Zufluß geben können.
Kurzfristige Finanzschulden zu Ende Q3/2020 (IMHO <1 Jahr) sind 1,868 Mrd. bei ca. 600 Mio. Festgeld davon gibts noch genug zu refinanzieren. Banken haben wohl wenig im Feuer, sondern nur Anleihen und CP. Die werden aber kaum weniger als 3-5% haben wollen, analog zu den börsennotierten Anleihen.
Okay hier drehen wir uns mit den Wiederholungen langsam im Kreis.
Cash hat man mit 796 Mio. aus dem Einlagengeschäft auch erstmal hochgefahren. CP und Anleihen dürften aktuell schwer vermittelbar sein.
Testat ist darum urgent, damit die Anleihen wieder <1% notieren und rentabel sind.
Siehe oben. Am Ende hast du recht - we will see!
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