Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen

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Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen

8
17.08.08 09:25
#1
Goldman Sucks – mal wieder der perfekte Kontraindikator?

Ausgehend von der Meldung, dass Goldman Sucks aktuell die Prognosen für den Goldpreis sehr drastisch gesenkt hat, anbei einige Gedanken.

Werfen wir in dieser schnelllebigen Zeit mal einen kurzen Blick zurück auf die Prognosen der Goldman Sucks-Lümmels aus jüngerer Vergangenheit zu Öl, zu dem Dollar und zu den Precious Metals und betrachten wir unter diesem Aspekt anschließend die aktuellen GS-Vekaufsempfehlungen zu Gold.

Im Mai diesen Jahres, als der Ölpreis bereits einen fulminanten Preis-Anstieg auf das Niveau von ca. 120$ hinter sich hatte, da wartete Goldman Sucks mit einer mittlerweile berühmt-berüchtigten Studie auf, in welcher ein Anstieg des Ölpreises in den kommenden 6-24 Monaten auf 150 bis 200 Dollar für möglich gehalten wurde. Während Goldman Sucks wahrscheinlich bereits ab dem Punkt der Studien-Veröffentlichung sukzessive seine Long-Positionen abgebaut und im Gegenzug dazu seine Short-Positionen ausgebaut hatte, wurde ein Teil der nun "gut beratenen" Schafherde hier weiter "ins Öl getrieben". Denn kaum war die Prognose der Goldman-Sachs-Analysten draußen, schoss der Preis hoch. Die Schlagzeile >>200 $ pro Barrel wurde in den folgenden Tagen zur Hauptmeldung in den Nachrichtensendungen und Medien. Wie viele leichtgläubige Lemminge folgten hier wohl mit ihren Wetten und mussten anschließend ungläubig zuschauen, wie ihre Öl-Calls mit Zielrichtung 150 und höher sich in Rauch auflösten.

Goldman Sucks bewegt also die Märkte, wie man zweifelsfrei erkennen kann, aber die Preistreiberei per Prognose wird sicherlich auch klar zum eigenen Vorteil sein ;-)))
Denn der US-Senat stellte schon 2006 recht eindeutig fest:

"Banken und Hedge-Fonds sind Meister darin, die Theorie vom Ölfördergipfel und den empfindlichen Stellschrauben von Angebot und Nachfrage auszunutzen. Mit lautstarken Vorhersagen über zukünftige Preissteigerungen gießen sie in einer sich selbst bewahrheitenden Prophezeiung nur noch mehr Öl ins Hausse-Feuer." So weit, so gut.

Der Ölpreis toppte im Juli 2008 bei ca. 146$ und ist seitdem um fast 25% gesunken, eine Bewegung hin zu alten Höchstständen bei Öl erscheint momentan als unwahrscheinlich. Die GS-Öl-Prognose scheint auch mittlerweile in der Schublade verschwunden, scheinbar hat man von diesem Öl-200-Dollar-Kursziel inzwischen stillschweigend Abstand genommen, da "der Öl-Zock im Kasten" ist.

Was den Dollar anbelangt, so waren die Analysten von Goldman Sucks seit geraumer Zeit sehr negativ gestimmt für die Entwicklung des Greenback und die Prognosen auch dementsprechend. Doch nun wird aktuell ein scharfer Rückgang des Euro auf 1,40 USD auf Sicht von 12 Monaten prognostiziert. Zu den Hauptgründen für ein Ende der USD-Schwäche zählt laut Goldman Sucks die Verbesserung in der US-Handelsbilanz wie auch die zunehmende konjunkturelle Schwäche in den Volkswirtschaften außerhalb der USA.

Wenn man nach derlei $-günstigen Prognosen auch noch anschließend in der Presse lesen darf:
"Unterstützend für den USD wirkten hier auch Aussagen der Experten von Goldman Sachs", so denk’ ich mir, Nachtigall, ick hör’ dir trapsen.

Bei den Edelmetallen finden wir eine ähnliche Lage vor. Noch im Januar 2008 posaunte Goldman Sucks hier Kursziele für Gold von 1000$ für das 3.Quartal 2008!! sowie 17$ für Silber zum Ende des Jahres 2008 heraus. Der durchschnittliche Goldpreis im Jahr 2010 könne mehr als 1100 $/oz betragen, so GS. Die blumige Begründung der sehr positiv gestimmten GS-Edelmetall-Prognose:
>>Eine harte Landung der Wirtschaft, so Goldman Sucks, sei u.a. bullisch für Gold. Das Edelmetall könnte aufgrund einer Rezession in den USA sowie eines sich gegen Euro und Yen abschwächenden Dollars im 3. Quartal 2008 auf 1000$ steigen.

Schauen wir nach diesem Rückblick, der aber für’s Verständnis jedoch nicht unerheblich ist, nun auf die aktuelle Prognostik von Goldman Sucks zu Gold. Und man lese und staune:

Goldman Sachs's O'Neill Recommends Selling Gold
Investors who sell gold will "benefit from the prospect of a stabilization in the U.S. dollar," O'Neill wrote in a report yesterday titled ´"Introducing Our 2008 Top 10 Trades."
"We see scope for acceleration through $770 to re-test the $600-650 levels prevailing ahead of the summer," the note said.
http://www.bloomberg.com/apps/...2&sid=axog.m83SUPA&refer=commodities

Goldman Sachs senkt die Prognosen für den Goldpreis drastisch
Goldman korrigierte auch die  Aussicht für die nächsten 6 Monate und sieht für das nächste halbe Jahr ein Kursziel von $740
http://www.silberinfo.com/news/...-goldpreis-drastisch.html?idcat=104

Ableitend aus den GS-Prognosen und den geschilderten anschließenden Geschehnissen der jüngeren Vergangenheit beschleicht mich für meinen Teil hier bei derartigen Prognosen wieder das Gefühl, dass Goldman Sucks bei Gold schon wieder auf der Long-Seite positioniert sein könnte, wogegen die nun "gut beratenen" Trader & Investoren sich demgemäß auf der Short-Seite befinden sollten. Es hat den Anschein, als schüre das Smart-Money bewußt Ängste, um anschließend hier dementsprechend satt zu profitieren.

Die Frage die sich nun folgernd stellt, lautet doch somit:

Ist das GS-Announcement hier nicht sogar mittelfristig als bullisches Zeichen für Gold zu werten, nachdem die Momentum-Sau durch's Dorf gejagt wurde?

Zur Zeit ist das Momentum bei Öl ebenso wie bei den parallel laufenden Edelmetallen wie Gold und Silber in negativem Terrain. Die meisten Trader – auch und gerade die großen Hedge Funds – gehen demnach in diesen Märkten Short. Aber das wird eben keineswegs die innere Überzeugung sein, sondern schlichte Markttechnik, die hier regiert. Die Frage aber sei erlaubt, inwieweit sich die Kurse nicht ebenso schnell wieder umkehren könnten, vielleicht so schnell, wie dieser Kurssturz kam. Nämlich eben dann, wenn die großen Adresse wieder Rohstoffe Long, Aktien Short zu gehen belieben.

Einen wichtigen Fakt sollten man allerdings stets im Hinterkopf behalten:

Denkt immer daran, dass Goldman Sucks ein privilegierter Aktionär/Teilhaber in der US Federal Reserve ist. Sie sind somit eingeweiht in die Insider-Informationen der Fed. Indem sie mit diesem Wissen nicht nur in der Lage sind, aus jeder sich bietenden Gelegenheit enormes Kapital zu schlagen, nein, GS ist dementsprechend zweifelsfrei in der Lage, hier auch Gelegenheiten zu schaffen!! (den Begriff der Marktmanipulation überlasse ich hier getrost anderen)

Auch kompensierten die "Master of Trading" wie Goldman Sucks (und ebenfalls natürlich andere Banken und Hedge-Fonds) mit dem jüngsten Rohstoffpreisboom die Verluste aus der US-Hypothekenkrise. Ich denke, jeder kann sich lebhaft vorstellen, was es bedeutet, vor der GS-Öl-200$-Prognose Öl-Futures zu kaufen, um anschließend in den nächsten Tagen danach exorbitante Gewinne der kurzfristigen Art einstreichen zu können.

P.S.
Andererseits, und ich möchte diese Überlegung hier nicht unerwähnt lassen, sollte man die amerikanische Wirtschaft keinesfalls unterschätzen. Denn springt die US-Konjunktur wieder an und hat das wirtschaftliche Schwächeln im Euro-Raum parallel dazu auch noch Bestand, dann könnte die Überbewertung des Euros gegenüber dem Dollar sukzessive abgebaut werden. Tritt dieses Szenario ein, so wären dahingehend noch niedrigere Gold- und Silber-Notierungen ebenfalls gut möglich.
Die jetzige markante Schwäche im Währungspaar Euro/Dollar drückt wohl eben genau diese Erwartung aus, dass sich die Wirtschaft in den USA eher stabilisieren kann als die im Euro-Raum. Wobei die Spekulation (wie immer) die Auswirkung einer solchen Attitüde übertreibt.
Denn angesichts der strukturellen Krise der amerikanischen Wirtschaft sind hier auch Zweifel durchaus angebracht und auch sollten man die Probleme im Bankensektor im Hinterkopf behalten.

So analysiert n-tv- Moderator Frank Meyer denn aktuell köstlich in seinem Blog:

"Man fragt sich ständig, wohin das Geld strömen kann, am liebsten in einen Hafen mit etwas Rendite oder Preiszuwachs und etwas Schutz vor dem Sturm der Kreditkrise. Dabei hat es nur die Wahl zwischen Liegeplätzen, an denen es mehr oder weniger stark nach altem Fisch riecht. Und an den Hafenbecken stehen viele Leute aus Politik und Wirtschaft und kippen irgendwelche Parfümflaschen aus. Der perfekte Gestank, die perfekte Verwirrung.

Der Hafen des Goldes wurde in binnen weniger Tage bombardiert. Im Hafenbecken treiben derweil viele ausgehebelte Investoren mit dem Bauch nach oben. Und am Kai zanken sich ein paar Analysten über die Marken, die das gelbe Metall als nächstes nehmen oder hinter sich lassen wird. Ein köstliches und unterhaltsames Geschwätz! Am 15.8 jährt sich übrigens zum 37. Mal der Tag, an dem das Band zwischen Geld und Gold zerschnitten wurde. 37 Jahre lang ist die Güter - und Dienstleistungsmenge gewachsen, die Geldmenge aber explodiert. Diese Billionen an haben große Investoren um den Verstand gebracht und das Finanzsystem dahin, wo es heute steht – vor schweren Zeiten."

So isses.
"Wenn Sie nicht wissen, wer Sie sind, ist die Börse ein verdammt kostspieliger Ort, es herauszufinden." (David Dreman)
Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen Anti Lemming
Anti Lemming:

GS "erwartet" auch einen steigenden Dollar

5
17.08.08 09:41
#2
was ebenfalls nicht zum Öl-200-Dollar-Call passen will.

Ich hab mir über das Gebahren der Gold(man)-Sucker bereits gestern Gedanken gemacht, denn es gibt auch eine neue GS-Prognose zu EUR/USD mit Kursziel 1,40 in 12 Monaten.

Es wäre erstaunlich, wenn sich beide Prognosen - Öl rauf, Dollar rauf - gleichzeitig erfüllen sollten...

http://www.ariva.de/..._nun_ein_Short_t283343?pnr=4615609#jump4615609


Hier eine Info von Kicky zum GS Kursziel von 1,40 für EUR/USD:

http://www.ariva.de/...an_s_Prognosen_t283343?pnr=4614170#jump4614170
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Deja vu

 
17.08.08 10:26
#3
Der Verweis auf den Sommer 2006: Damals hatte sich binnen zweier Jahre der Ölpreis auf 78 Dollar nahezu verdreifacht, US-Investmentbanken – allen voran Goldman Sachs – sagten erstmals einen Preis von 100 Dollar pro Barrel voraus. Der allgemeine Tenor damals: Öl könne nicht mehr billiger werden. Es gab Ratschläge, beizeiten Heizöl zu bunkern, es werde ohnehin nicht mehr günstiger.

Doch erst einmal kam es anders.

Von August 2006 bis Januar 2007 rutschte der Ölpreis von 78 auf unter 48 Dollar. Besagte Investmentbanken prophezeiten dann anschließend weniger als 35 Dollar. Doch dann kam der Schub nach oben. Die derzeitige Lage ähnelt der damaligen Situation sehr.
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Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen astrid isenberg
astrid isenberg:

ich sag es doch.........

 
17.08.08 11:10
#4
die ganzen longs müssen beim gold und beim öl rausgeschüttelt werden, schaut euch doch mal den derivatemarkt in diesen breichen an........dann sind pensionsfonds etc zuhauf in öl und gold etc. eingestiegen und das bei einer basis um 750 beim gold und beim öl auf baisis 100.......noch ist das ende nach unten nicht absehbar......meine meinung....kann aber auch alles anders kommen....und den euro-usd , ja den sehe ich auch so zwischen 1.45 und 1.55 höchstens......viel interessanter ist, wie von AL und mir schon ins gespräch gebracht der AUD und das britische pfund und SFR.......  
Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen Stöffen
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Astrid, nicht nur GS steht unter erheblichem Druck

 
17.08.08 11:19
#5
Wie man an der unten beigefügten Bloomberg-Meldung ersehen kann, stehen die Banken im Zuge der Finanzkrise weiterhin erheblich unter Druck. Es würde daher nicht sonderlich verwundern, wenn es Market Makern wie eben Goldman Sucks jedwedes Manöver recht ist, um dringend benötigtes Geld weiterhin aus dem Markt zu pressen. Denn Lemminge lassen sich bekanntlich in jede Richtung leiten.

Merrill, Goldman Pressured by Cuomo on Auction-Rate Debt
By David Mildenberg and Karen Freifeld
Aug. 16 (Bloomberg) -- Merrill Lynch & Co. and Goldman Sachs Group Inc. face increased pressure by New York State Attorney General Andrew Cuomo to settle claims they misled investors on auction-rate debt as Wachovia Corp. agreed to buy back $9 billion of the bonds.
http://www.bloomberg.com/apps/...20601087&sid=a4XnkdnnlMJQ&refer=home
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Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen Anti Lemming
Anti Lemming:

Lange Trends enden oft mit Doppel-Tops

2
17.08.08 11:31
#6
Wir haben zurzeit einen extremen Zockermarkt, indem auch wie wild von den Beteiligten wie Goldman gelogen und mittels "Prognosen/Kurzielen" manipuliert wird. Außerdem sind viele Laien - und dazu zähle ich im Prinzip auch die Pensions-Fonds - in Assets wie Öl und Gold investiert, die vorher gemieden hatten. Dies könnte dazu führen, dass der Markt für Gold und Rohstoffe jetzt gnadenlos weiter absackt. Es geht hier Zockerauge um Zockerauge, Zockerzahn um Zockerzahn.

Dennoch sollte man das Normal-Szenario nicht aus den Augen verlieren. Solche langen Uptrends wie bei Gold, Öl, Rohstoffen, EUR/USD enden selten in einem einzigen Top. Fast immer gab es in der Vergangenheit Doppeltops, ehe es langfristig weiter nach unten ging. Hier mal gezeigt am Beispiel EUR/USD. Ein sehr langfristiges Doppeltop gab es von 1991-1993. In den anderen Fällen lief der Kurs nur annähernd in die alten Regionen zurück, erreicht das alte Top aber nicht mehr ganz. Ich rechne aktuell damit, dass wir bei Gold/Öl/Rohstoffen/EUR-USD einen Rücklauf sehen ähnlich wie bei EUR/USD in 2005. Das hieße, dass EUR/USD noch einmal in den Bereich um 1,55 hochläuft, ehe sich der aktuelle Downtrend fortsetzt. Langfristig halte ich diesen Downtrend für nicht nachhaltig. Wenn sich die Immo-Krise in USA weiter zuspitzt und - wie erwartet - hunderte Regionalbanken Pleite gehen (Anfang 2009?), könnte EUR/USD auch gut wieder über 1,60 steigen.

Ob Rohstoffe da mitziehen, bleibt fraglich, weil die Weltkonjunktur auch weiterhin lahmt. Ein schwacher Dollar ist vor allem ein amerikanisches Problem. Gold bleibt eine "Wildcard".
(Verkleinert auf 71%) vergrößern
Goldman Sachs oder Prognosen, die Märkte bewegen 180597
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Goldman Sachs managt US-Finanzministerium

 
17.08.08 15:02
#7
Geschäfte mit der Regierung zu machen ist in nicht nur in der US-Gesellschaft ja immer schon die schnellste Art, reich zu werden. Keine Investition an der Börse wird je soviel einbringen wie der Einkauf von Gesetzen und Gesetzgebern. Es gibt von daher mit Sicherheit keine bessere Unternehmensstrategie als die finanziellen Zuwendungen an die richtigen Leute in Washington. Oder man geht besser gleich direkt ins Regierungsgeschäft ;-)))

Goldman Sachs managt US-Finanzministerium                                              21.07.2008

Goldmanisierung des US-Finanzministeriums? Top-Banker von Goldman Sachs wechselt Fronten und arbeitet ohne Geld für Finanzminister. Altruismus pur?
 
Immer mehr hochrangige Mitarbeiter der Investment Bank Goldman Sachs wechseln ins US-Finanzministerium. Das berichtet das Wall Street Journal.
 
An der Wallstreet spricht man schon von der „Goldmanisierung“ des Finanzministeriums. Aus gut unterrichteten Kreisen geht laut „Journal“ hervor, dass nun auch Ken Wilson demnächst den US-Finanzminister an seiner Weisheit teilnehmen lässt.
 
Der Top-Banker aus der obersten Führungsetage verlässt Goldman nur vorübergehend um Finanzminister Hank Paulson mit Rat und Tat zur Seite zur stehen.
 
Wilson ist nur einer von vielen Top Bankern aus dem Hause Goldman Sachs, die auf die Regierungsseite wechselten. Auch Finanzminister Paulson selbst kommt von Goldman, genauso wie sein Vorgänger Bob Rubin.
 

Wilson ist auf Kapitalbeschaffung und Reorganisation des Bankensektors spezialisiert. Das Finanzministerium befürchtet laut Wall Street Journal in Zukunft weitere Kapitalengpässe bei Banken und auch weitere Bankpleiten. Ausserdem möchte man eine Plan gegen den Vertrauensverlust des Finanzsystems schmieden.
 
Bis Januar soll Wilson seine Dienste erbringen. Dafür wird er von Goldman Sachs beurlaubt. Auf Lohn für seine Regierungstätigkeit verzichtet er angeblich.

Goldman Sachs war in den letzten Jahren immer wieder im Zwielicht wegen Insiderhandels aufgrund von Informationen aus dem Finanzministerium. Ein Ex-Volkswirt der Wall-Street-Bank hat sich 2003 zu Vorwürfen des unerlaubten Insiderhandels mit US-Staatsanleihen für schuldig bekannt. Sein Tipp gab den Goldman-Händlern einen achtminütigen Marktvorsprung, den diese ausnutzten und Gewinne in Höhe von annähernd vier Millionen Dollar einstrichen.

http://www.mmnews.de/index.php/20080721658/Borse/...zministerium.html
"Wenn Sie nicht wissen, wer Sie sind, ist die Börse ein verdammt kostspieliger Ort, es herauszufinden." (David Dreman)
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America for sale

 
#8
Goldman Hires Lobbyist With Global View
August 19, 2008, 10:08 am

What will Mr. Malan be doing for Goldman?

Well, sovereign funds are sitting on trillions of dollars, and it isn’t hard to see why a financial firm would want to ensure that this capital can flow across American borders.

http://dealbook.blogs.nytimes.com/2008/08/19/...ist-with-global-view/

In einem Interview im April mit DealBook's sagte Herr Malan, dass die Financial Community, sprich hier die Wall Street-Boyz, sehr besorgt über die "Signale der Feindschaft" gegenüber den Sovereign Wealth Funds sei. "Das hat das Potenzial, sich negativ für die US-Wirtschaft zu einem späteren Zeitpunkt auszuwirken. Wir brauchen ausländische Investitionen", so Mr. Malan.

Wie könnte man das wohl interpretieren? Hilfe, wir brauchen dringend frisches Moos? Ihr auländischen Investoren, wir laden euch herzlich, aber dringend und zwingend ein?

“In the past year or so, as many of the biggest Wall Street firms have faltered, these firms have gone abroad seeking funds to shore up their balance sheets.”Ah ja, könnte exakt so sein.

Aber Vorsicht!

As this pattern has emerged, some lawmakers have suggested that investments from sovereign wealth funds need more regulatory oversight.

Das wird von der Wall Street natürlich nicht so gern gesehen ;-)))

Aber Goldman ist ja jetzt hier verschärft am Ball!!
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