dass ein Zusammenhang zwischen den Aktienkursen und Gold besteht. Sobald die Aktienkurse sich ansatzweise erholen, gibt Gold deutlich nach, und zwar deutlicher als bei Zeichen der Entspannung in sachen Irak.
Und hier ist zu berücksichtigen: Bilanzskandale haben das Vertrauen in die börsennotierten Unternehmen nachhaltig erschüttert. Die Anleger dürften daher gegenüber Unternehmensanleihen und Aktien für längere Zeit skeptisch bleiben. Und auch Staatsanleihen bieten keinen sicheren Hafen (siehe z.B. Argentinien) - und da mittlerweile beim IWF über ein Konkursrecht für Staaten diskutiert wird, wird das Vertrauen in Staatsanleihen sicherlich nicht gerade gestärkt. Wenn man in diesem Zusammenhang an Staaten mit höchster Bonität und hoher Verschuldung denkt (z.B. Deutschland) und deren Zustand der Volkswirtschaft mit in die Überlegungen einbezieht, kann man nur davon ausgehen, dass auch diese Staaten ihren Verpflichtungen sicherlich nicht auf Dauer werden nachkommen können. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass die Bundesrepublik Deutschland jemals ihre Schulden vollständig tilgen wird?
Gold ist daher auf dem Weg, eine nennenswerte Alternative für Anleger zu werden. Falls die Inflation wieder steigen sollte, würde dies verstärkt gelten.
Zum Gold hat ein gewisser Marius vor einigen Wochen einen interessanten Thread eröffnet. Auffällig ist, dass Marius sich bei Ariva zu gar keinen anderen Themen äußert (was mag der Hintergrund sein?). Hier der Link zu Marius' Thread:
http://www.ariva.de/board/130033/...rch_id=kalle4712&search_full=&986Am Rande noch ein Gedanke: Ich habe oben geschrieben, das Vertrauen sei nachhaltig erschüttert. Das habe ich jedoch mittlerweile bereits so häufig an anderer Stelle gelesen, dass ich schon daran zweifele (halt antizyklisches Denken). Da wir nach wie vor in spekulativen Zeiten leben (die Anleger denken nicht langfristig, sondern wollen schnell Geld verdienen), kann ich mir daher vorstellen, dass Anzeichen einer nachhaltigen Erholung der US-Wirtschaft zu einer starken Hausse führen.
Gruß
Kalle