So berichtet ein Notfallmediziner aus einer Klinik in Mailand davon, dass in seinem Krankenhaus zwar die Zahl der Intensivbetten verdoppelt worden sei, aber die Zahl der Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger gleich bliebe, weil es schlicht nicht mehr Ärzte und Pfleger gebe. Das Pflegepersonal arbeite daher längst oberhalb der Belastungsgrenze. Der Mediziner appelliert an die Bevölkerung: „Ich grüße Sie aus der Hölle. Helfen Sie uns, indem Sie zuhause bleiben. Wir können kaum mehr helfen. Wenn die Regeln nicht endlich strikt befolgt werden, führt das zu einem Massensterben“, warnt der Intensivmediziner und fügt hinzu: „Beten Sie für die Krankenschwestern, die sich hier aufopfern“.
Ein weiterer Arzt aus einem Krankenhaus im östlichen Umland von Mailand berichtet, dass sich der Krankheitsverlauf auch bei jungen Patienten verschlechtert habe. Bislang seien alte und schwache Menschen in akuter Lebensgefahr gewesen. Nun aber sei auch bei jüngeren, gesunden Patienten der Verlauf immer öfter schwerwiegend. Es gebe auch kaum mehr genug Beatmungsgeräte, die für Coronavirus-Patienten unbedingt benötigt würden.
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