Baustellen. Das Eine ist der große Nettoverlust von 124 Mio €. Das Andere ist Lamoda, zumal CIS die profitableste Region bisher war, mit AEbitda-Marge von 6% in 2021.
Kann man sagen was man will, aber der Kurs stände ohne den Ukrainekrieg sicher nicht so tief. Na klar denken derzeit viele Anleger, das Risiko gehe ich nicht ein, dass Lamoda komplett abgeschrieben werden muss oder 2022 erstmal Verluste schreiben könnte.
Dass es auch positive Entwicklungen gibt, beispielsweise wie sich ANZ entwickelt, wie sich die letzten Monate der Br.Real oder der AUS Dollar entwickelten, blendet man halt aus.
Aktuell 350 Mio Börsenwert bei etwa 1,6 MRd Umsatz. Das ist schon heftig. Aber wenn der Markt halt unterstellt, dass über 500 Mio Lamoda-Umsatz wegfallen und man jetzt jährlich 100 Mio verbernnt, dann ist halt theoretisch im Jahr 2027 der Ofen aus. Als Optimist kann man sagen, bis dahin lässt sich aber Vieles optimieren, im schlimmsten Fall Lamoda schließen, auch den Asienbereich schließen oder zu kleinem Preis verkaufen. Und dann sitzt man noch auf Latam und ANZ, die beide mit 45% Bruttomarge stark arbeiten und wachsen. ANZ war ja 2021 mit 4% Ebitda-Marge schon profitabel. Bei Latam wurde offensichtlich stark investiert, so dass trotz guter Bruttomarge ein kleiner Ebitda-Verlust bei -3,4% Marge angefallen ist. 2020 hatte Latam ja eine leicht geringere Bruttomarge, aber dafür +3,2% Ebitda-Marge. Spricht also für höhere Personal- oder Marketingaufwendungen. Denoch sollten die beiden Einheiten mit zusammen in eingeschwungenem Zustand auf 1 Mrd Umsatz bei 4-5% Ebitda-Marge im kommenden Jahr kommen. Sprich, selbst wenn ich den Nettocash bei GFG und die Umsätze in CIS und SEA komplett rausrechne, ist der Rest noch 400-500 Mio € wert. ... Und dennoch sieht es danach aus als sehen wir nächste Woche wieder neue Tiefs. Der heutige Schlusstand mit hohem Volumen soricht eher dafür als das hier die nächsten Tage der Druck erhalten bleibt.
the harder we fight the higher the wall