Gerd Schröder und die Wiedervereinigung


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anarch.:

Gerd Schröder und die Wiedervereinigung

 
16.09.02 15:23

Die Wahl wird im Osten entschieden...
- Zitate -

Gerd Schröder zum Them Wiedervereinigung

"Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht." (Bild, 12. 6. 1989)

"Die Wiedervereinigung ist eine Lebenslüge." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.3.1987)

"Wir können die ja schließlich nicht an Polen abtreten." (Leipziger Volkszeitung, 15.1.1996)

"Absurde Situation, dass die Bundesregierung das Geld, das von westdeutschen Firmen verdient wird, dazu verwendet, um in Ostdeutschland Konkurrenz aufzubauen." (Deutscher Depeschen Dienst, 15.9.1993)

"Mit neuen Forderungen muß erstmal Schluß sein." (BamS, 23.8.1992)

"Wir müssen verhindern, dass DDR-Bürger über Gebühr Leistungen in Anspruch nehmen, für die Bundesbürger Beiträge geleistet haben, also z. B. aus der Renten- und Arbeitslosenversicherung." (Express, 27.1.1990)

"Das ist ein zutiefst redlicher Mann." (über Erich Honecker, Vorwärts, 21.12.1985)

"Dafür müssten sich zuerst die Menschen in der DDR krumm legen." (zum Aufbau Ost, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25.6.1990)
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Dr.UdoBroem.:

Bitte noch tiefer in der Mottenkiste kramen :-)

 
16.09.02 15:26
Ist es schon die pure Verzweiflung?

Gerd Schröder und die Wiedervereinigung 785836mitglied.lycos.de/ArbeiterX/Dr1.jpg" style="max-width:560px" >
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borgling:

Nein, aber immer wieder lustig.... o.T.

 
16.09.02 15:28
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Happy End:

CDU/CSU/FDP und die deutsche Einheit

 
16.09.02 15:30
Als die vierte Regierung Kohl am 14. Februar 1991 den ersten gesamtdeutschen Haushaltsentwurf vorlegte, belief sich dessen Gesamtsumme auf rund 400 Milliarden Mark. Das waren 125 Milliarden mehr, als der Haushaltsentwurf für das Jahr 1988 vorgesehen hatte. Aber es war immer noch viel zu wenig, wie sich bald herausstellen sollte. Die Voraussage eines selbsttragenden Aufschwungs in der ehemaligen DDR erwies sich nun als Wahlpropaganda. Anstelle "blühender Landschaften", wie sie Helmut Kohl 1990 im ostdeutschen Wahlkampf versprochen hatte, bestimmten industrieller Niedergang und extrem hohe Arbeitslosigkeit die Landschaft der fünf neuen Bundesländer.

Angesichts des finanziellen Desasters gab die FDP am 18. Februar ihren Widerstand gegen Steuererhöhungen auf. In einer Bundestagsdebatte am 21. Februar versuchte die Regierungskoalition den geordneten Rückzug von ihren unhaltbaren Wahlversprechungen, indem sie unvorhersehbare Belastungen durch die Golfkrise und die Entwicklung in Osteuropa in den Vordergrund rückte. Lambsdorff räumte einen "Irrtum in Teilbereichen" ein.

"Solidaritätszuschlag" und Mehrwertsteuer-Erhöhung beschlossen

Am 26. Februar vereinbarte die Koalition ein umfangreiches Paket an Steuererhöhungen, die bereits zum 1. Juli in Kraft treten und insgesamt 46 Milliarden Mark erbringen sollte. Der dickste Batzen war die Einführung eines Zuschlags von 7,5 Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer, der als "Solidaritätszuschlag" bezeichnet wurde und zunächst auf ein Jahr befristet war. Weitere Milliarden sollte eine kräftige Erhöhung der Mineralölsteuer erbringen. Außerdem wurden die Versicherungs- und Tabaksteuer erhöht.

SPD-Oppositionsführer Hans-Jochen Vogel nannte die Steuerbeschlüsse das "größte und unverfrorenste Täuschungsmanöver seit Beginn der Bundesrepublik". Sogar die ansonsten regierungsfreundliche "Bild-Zeitung" empörte sich über die "Steuerlüge": Sie erschien am 27. Februar mit einem um neunzig Grad gekippten Kohl-Bild auf der Titelseite und der Schlagzeile "Der Umfaller".

Dabei war der eigentliche Umfaller die FDP, die im Wahlkampf noch nachdrücklicher als die Union jede Art von Steuererhöhungen abgelehnt hatte. Im Unterschied zu 1961, als ihr der Bruch eines Wahlversprechens über viele Jahre den Ruch der "Umfaller"-Partei eingebracht hatte, entstand ihr aus den Steuerbeschlüssen von 1991 aber kein größerer Image-Schaden. Es gelang ihr sogar bald, sich wieder als Hüter der Staatsfinanzen darzustellen: So kritisierte Lambsdorff den Bundeskanzler, als dieser am 10. Mai in Schkopau weilte und die Erhaltung der dortigen Buna-Werke versprach: Eine Garantie für die Erhaltung einer Chemieregion könne von niemandem gegeben werden. Am 8. Juli mahnte Lambsdorff die Bundesregierung zu einer dringenden Umkehr in ihrer Geldpolitik, weil die Folgekosten der deutschen Einheit auf mehr als 150 Milliarden Mark jährlich zu veranschlagen seien.  
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anarch.:

Hallo Happy End, wie geht's?

 
16.09.02 15:33

Noch 7mal schlafen...   ;O)
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Levke:

gähn - Als Stoiber noch durfte

 
16.09.02 15:35
Die durchrasste und durchmischte Gesellschaft ist eine Gefahr für Deutschland."  
Wir wollen, dass die christlich abendländische Kultur die Leitkultur bleibt, und nicht aufgeht in einem Mischmasch." (Passau, Politischer Aschermittwoch 2000. zit. nach Süddeutsche Zeitung, 23.10.2000, S.17)
"Eine Volkspartei muss sich zunächst nach der Bevölkerung ausrichten und nach der Masse der Bevölkerung. Und wer Stammtische diffamiert, der diffamiert die Bevöl- kerung." (
Die Juden sind neben den Altbaiern, Schwaben und Franken und den heimatvertriebe- nen Studentendeutschen in Bayern ein eigener Stamm."(Edmund Stoiber, bayrischer Ministerpräsident, zitiert nach: Konkret, Heft August 1999).

"Die ÖVP kann jetzt mit der FPÖ einen Neuanfang wagen." (zitiert aus: Welt, 5.10.99)
"Wenn wir mit dieser neuen Staatsbürgerregelung etwa die ganze Kurdenproblematik und das damit verbundene massive Gewaltpotenzial nach Deutschland importieren, schätze ich die Gefährdung der Sicherheitslage höher ein als bei der RAF in den Sieb- ziger- und Achtzigerjahren." (Stoiber zur doppelten Staatsbürgerschaft, zitiert aus: Focus, 4.1.99)

"Bayern ist zuallererst meine Heimat, Deutschland ist mein Vaterland. (...) Und es ist meine feste Überzeugung, daß die Politik beitragen muß, die deutsche Identität zu for- mulieren. Wir werden die Wiedervereinigung nicht allein mit der materiellen Anglei- chung der Lebensverhältnisse schaffen, wir brauchen einen natürlichen Patriotismus. Vielleicht definierten wir uns in letzter Zeit zu stark über Europa. Sicher, Europa ist wichtig für unsere Zukunft, aber es kann das Vaterland nicht ersetzen. Die Ostdeut- schen haben nach dieser Nation gerufen, sind aber damit im Westen auf eine eher ent- patriotisierte Gesellschaft gestoßen. Leider ist auch in den Unionsparteien eine gewisse Scheu zu spüren, sich dazu bekennen. Das Bekenntnis zu Europa ist oft leidenschaft- licher als das Bekenntnis zu Deutschland." (zitiert aus: Welt, 5.10.98)

Stoiber 1991 als bayerischer Innenminister in der Diskussion um eine Gleichstellung von Homosexuellen bei Steuern und Erbschaft:"Dann kann ich gleich über Teufelsanbetung diskutieren."(zitiert nach Berliner Zeitung:  
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Happy End:

Bestens, anarch ;-)

 
16.09.02 15:35
 
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anarch.:

"Das ist ein zutiefst redlicher Mann."

 
16.09.02 15:36

"Das ist ein zutiefst redlicher Mann." (Gerd Schröder über Erich Honecker, Vorwärts, 21.12.1985)


Gerd, dann koaliere bitte mit Erichs zutiefst redlicher Nachfolgepartei PDS. Nur so wird es nochmal für das Kanzleramt reichen.
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mod:

Kein Wunder!

 
16.09.02 15:37
Bei den Wahlaussichten!
Der Beamtenjob ist gesichert, und
Ariva hat weiter seinen Dauer-Poster!
Ich bin über das Letzte nicht traurig,
sondern dankbar.
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mod:

HE war gemeint! *g* o.T.

 
16.09.02 15:39
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Schnorrer:

@anarch: die Wiedervereinigung mag juristisch

 
16.09.02 15:39
vollzogen sein. Aber ein Ossi bleibt für mich immer ein Ossi. Der ist mir fremder als ein Türke.

Vielleicht klappts in der nächsten Generation. Aber die Erfahrung Italien lehrt (100 Jahre Einheitsstaat, weil man meinte, mit einer gemeinsamen Sprache sei man auch eine Nation): die Dinge sind nicht soooo selbstverständlich.

Und jedem Sachsen, der mir über den Weg läuft, schenke ich erst ma einen Euro. Und wenn der dann noch blöd fragt "warum" kriegt er eins in die Fresse. Ohne erklärung. Ich bin ja auch nicht gefragt worden, ob ich diese Brüder haben will.
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TK-ONE:

Schallende Ohrfeige für Schröder

 
16.09.02 15:40
Wirtschaft  22.10.1999

 
US-Unternehmen: Schallende Ohrfeige für Schröder
Deutschland sei "reformunfähig und unberechenbar". Diese vernichtende Bilanz zieht die amerikanische Wirtschaft nach einem Jahr rot-grüner Bundesregierung unter Kanzler Schröder. Die Liste der Kritikpunkte ist lang: von der geplanten Steuerreform über das Ladenschlussgesetz bis hin zur übermäßigen Bürokratie.

++++++++++++++++
Die Steuerreform wurde beschlossen und kann jetzt dank Flut ausgesetzt werden.

TK

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Happy End:

@mod

 
16.09.02 15:42
Keine Angst, nach der Wahl ziehe ich mich diskret von ARIVA zurück....
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anarch.:

Danke für Deine Offenheit, schnorrer.

 
16.09.02 15:42
 
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Karlchen_I:

Könnt ihr euch den Kopf über was wichtigeres....

 
16.09.02 15:44
zerbrechen. Ströber wird Kanzler - so oder so.
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anarch.:

Nein. Schroiber mit Fischerwelle Karlchen o.T.

 
16.09.02 15:45
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Schnorrer:

@karlchen: soll ich dann nochmal Geschichten von

 
16.09.02 15:46
Steffi erzählen. Und Bildchen reinstellen?
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borgling:

@Schnorrer ich weiß nicht, was Dir in Deiner Kind-

 
16.09.02 16:01
heit wiederfahren sein muß, daß Du solch eine Aussage triffst. Du tust mir wirklich leid. Meine Familie kommt ursprünglich aus Schlesien und ist vor den Russen geflohen. Es hat nicht jeder das Glück behütet aufgewachsen zu sein. Es gibt viele Menschen in unserem Land die das eben auch als ihre Heimat ansehen, aber dass wirst Du wohl nie verstehen!!!


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mod:

Borgling,

 
16.09.02 16:28
schnorrer muss täglich im Zahlenfriedhof baden.
Das hat natürlich Folgen!

Viele Grüsse
m.
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Schnorrer:

Genau, schlimmste Folgen. Würde gerne wieder

 
16.09.02 16:31
ein mensch werden, aber die böse Welt läßt es nicht zu.
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Thomastrada.:

Was regt ihr euch auf? Wer wollte schon

 
16.09.02 16:45
Norddeutschland haben oder die Franzosen als Nachbarn? ;-)

Gruß,
T.
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Reila:

@Thomastradamus: Die Schweden! o.T.

 
16.09.02 16:46
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